Halbe oder ganze Türen, mit Fenster, Lichteinlass oder integriertem Briefschlitz? Darf es Kunststoff, Aluminium, Holz oder Stahl sein? Welche Farbe haben Sie sich vorgestellt?
Eine Haustür oder Eingangstür ist das Gesicht eines Hauses
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Die Eintrittspforte in den intimen Wohnbereich schützt vor unbefugtem Eintritt und heißt gleichzeitig Gäste willkommen. Wer beim Neubau oder einer Sanierung eine neue Eingangstür anschafft, sollte sich im Vorfeld einige dieser Fragen beantworten. Die richtige Mischung aus Funktionalität und Attraktivität zu finden kann dafür sorgen, dass die Haustür über Jahrzehnte hinweg Freude bereitet. Durch eine clevere Auswahl sorgt man nicht nur draußen für einen tollen ersten Eindruck, sondern genießt auch drinnen das gute Design.
Wie facettenreich Haustüren sind
Kaum eine Haustür, die heute angeschafft wird, ist noch eine einfache, blickdichte Tür mit Griff oder Klinke ohne Extras. Allein bei geschlossenen Türen ohne Lichteinlässe lassen sich in vier Kategorien einteilen:
- Einzelne Haustür: Geschlossen, keine Lichteinlässe, erinnert an eine einfache Zimmertür.
- Haustür mit Seitenteil: Links oder rechts neben der Haustür im normalen Format befindet sich ein geschlossenes, blickdichtes Seitenteil. In seltenen Fällen als Haustür mit je einem Seitenteil an der linken und rechten Seite.
- Doppeltür: In einem Rahmen befinden sich zwei Türen, von denen nur eine mit Klinke ausgestattet ist. Bei Bedarf lassen sich beide Teile vollständig öffnen.
Eine Haustür mit Seitenteil wird vielfach verwendet, wenn beim Sanieren ein eigentlich sehr großer Eingangsbereich nur noch mit einer schmalen Haustür ausgestattet werden muss. Alle vier Hauptkategorien der Haustür können statt blickdichter Seitenteile auch mit Fenstern, Oberlichtern oder Milchglas ausgestattet werden.
Eine blickdichte Haustür wird hier mit einem gleichgroßen Seitenteil aus Glas kombiniert
Bild: Domadeco
So kommt viel Licht in den Flur und Bewohner können bequem gucken, wer vor der Türe steht. Wo wenig Durchgangsverkehr und unbekanntes Publikum vor der eigenen Haustür zu erwarten ist, sorgen Scheiben oder Lichteinsätze bei der Haustür für einen hellen, wohnlichen Flur. Muss man sich hingegen mit blickdichten Eingangstüren vom Publikum abgrenzen, können geschickt integrierte Oberlichter viel Licht hereinlassen – aber keine unerwünschten Blicke. Wie variantenreich die Kombinationen aus geschlossenen Türen und Lichteinlässen gestaltet werden, sieht man in bei professionellen Türenherstellern oft schön übersichtlich.
Funktionen und Nutzung der Haustür
Die Hauptaufgabe jeder Haustür ist es, fremde Menschen vor dem unbefugten Eintritt zu hindern. Nun muss es nicht immer eine Stahltür sein, um Eindringlinge fernzuhalten. Bruchsicheres Glas, aber auch Holz, Kunststoff und Aluminium sind zwar keine unüberwindbaren Hindernisse, schrecken aber den gewöhnlichen Einbrecher ab.
Rund um die Haustür müssen einerseits die Klingel und andererseits der Briefkasten angebracht werden. Hier sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass Tür-Design und Look des Briefkastens zusammenpassen. Von Briefschlitzen wird immer häufiger abgeraten, da hier im Winter teure Heizungsluft entweichen kann. Auch beim Einbau der Haustür sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass durch Rahmen und Fugen keine Luft entweicht. Außerdem liegen Postwurfsendungen oft durcheinander im Flur und auch Kinderstreiche durch den Briefschlitz können unangenehme Folgen haben.
Die Klingel ist fast unsichtbar an der seitlichen Hauswand angebracht
Bild: Domadeco
Ein schmaler Briefkasten auf der anderen Seite lässt sich durch geschickte Dekoration verbergen. Bei der Klingel hingegen steht heute eher die Entscheidung zwischen smarter Überwachungsanlage inklusive Türkamera oder reinem Ton-Signal an. Wer den etwas veralteten Türspion vermeiden will, kann eine Tür mit Lichteinsätzen wählen, sodass man als Bewohner schon erkennen kann, ob Bekannte oder Fremde vor der Tür stehen.
Design und Farben zeitlos wählen
Auch wenn immer wieder Trends wie Shabby Schick, Retro-Designs oder romantisch verspielte Stile auch beim Angebot von Haustüren auftauchen, sollte man sich die Anschaffung gut überlegen. Wo man im Wohnraum schnell mit Farben und einigen Accessoires wieder alles verändern kann, bleibt die Haustür für gewöhnlich über Jahrzehnte hinweg die Visitenkarte der Immobilie.
Vielfach werden daher eher zeitlos elegante Varianten in schlichten Farbtönen ausgewählt. Was man dabei wissen muss: Der Putz oder die Klinker werden ebenso wenig in den nächsten Jahren verändert wie der Treppenaufgang oder die Pflasterung der Zuwegung. Aber innen ist der Flur oftmals Renovierungswünschen ausgesetzt. Hier sollten Käufer immer darauf achten, dass die Tür in Farbe und Design möglichst langfristig neu in Szene gesetzt werden kann.
Bei aller Schönheit und Freiheit in der Gestaltung sollte nie das Thema Sicherheit in Vergessenheit geraten. Die Polizei hat praktische Tipps zusammengestellt, wie man sein Eigenheim oder seine Wohnung möglichst gut vor Einbruch schützen kann.
Die Materialien sollten unbedingt pflegeleicht sein und über Jahrzehnte hinweg Witterungseinflüssen standhalten. Glaseinsätze sollten ebenfalls pflegeleicht sein und nicht durch Glasreiniger oder andere Putzmittel an Attraktivität einbüßen. Die besten Haustüren verrichten unauffällig und oft über ein ganzes Leben hinweg ihren Dienst. Holztüren können je nach Qualität und Standort irgendwann eine neue Lasur oder Schutz-Lackierung benötigen, damit diese weiterhin ihren rustikalen Charme verbreitet.
Kunststoff ist besonders pflegeleicht, wobei auch Stahl und Aluminium durch regelmäßiges Abwischen sauber und gepflegt aussehen. Sowohl Türklinken zum Drücken als auch feste Türgriffe können irgendwann wackeln oder „ausleiern“, was mit der Hilfe eines Technikers schnell wieder behoben werden kann.
Nicht nur von außen, auch von innen sollte die Haustür zur Einrichtung passen
Vielfach wird dieses Element bei der Auswahl nicht berücksichtigt.
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