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News vom 28.01.2022

KfW-Förderung gestoppt – was kommt jetzt?

Die Förderung von Neubauten nach dem KfW-Standard 55 wären Ende Januar 2022 sowieso ausgelaufen. Das wollte schon die alte Bundesregierung so. Doch die Ankündigung des genauen Termins führte zu einer nie dagewesenen Antragsflut bei den Fördermittelgebern KfW und BAFA. Dem neuen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) blieb gar nichts anderes übrig, als am 24. Januar 2022 einen sofortigen Förderstopp zu verkünden.

Sanierungen, hier die Verlegung einer Flächenheizung in einem Bestandsgebäude, sollen in Zukunft Schwerpunkt der Förderung sein, nicht der Neubau. <br />Bild: effidur
Sanierungen, hier die Verlegung einer Flächenheizung in einem Bestandsgebäude, sollen in Zukunft Schwerpunkt der Förderung sein, nicht der Neubau.
Bild: effidur

Das sorgte natürlich gerade in der Wohnungswirtschaft, die sehr gut mit der Förderung lebte, für Unmut. Die neue Regierung wird sich jedoch daran messen lassen müssen, wie sie nun den Bürgern bei der gewollten und verschärften Energieeffizienz unter die Schultern greift. 

Die reinen Fakten ließen dem neuen Bundesminister gar keine andere Wahl. Bis Mitte Januar waren Anträge für eine KfW-Förderung innerhalb der Programme des Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) von gut 20 Milliarden Euro eingegangen. Eingeplant waren je nach Sichtweise dafür 5 bis 7 Milliarden Euro. Konkret bedeutet das: Rund 20.000 Anträge für gut 50.000 Wohnungen und Häuser werden nun abschlägig beschieden.

Neben der Förderung für den KfW-55-Standard (neu: Effizienzhaus 55 EE) wurde auch die Förderung für den KfW-40-Standard (neu: Effizienzhaus 40 EE) eingestellt. Gerade letzterer ist eigentliches Ziel der neuen Bundesregierung. Er soll ab 2025 für Neubauten verpflichtend werden. Einer der Gründe für die Einstellung der Förderung: KfW 55 sei inzwischen Standard im Neubau. Das kommt der Wahrheit aber nur bedingt nahe, denn im Wohnungsbau ist es eher der gesetzlich geforderte Standard KfW 70. Ein weiterer Grund: KfW 55 sei veraltet, da er nur 25 Prozent Energieeinsparung gegenüber dem Referenzhaus, das schon in der EnEV 1990 beschrieben wurde, garantiert.

Sanierung wird bevorzugt

Der Stopp wird auch Anlass sein, die Förderung am Bau komplett umzukrempeln (lesen Sie dazu an dieser Stelle demnächst auch eine Serie zu den Aufgaben des neu- und wieder gegründeten Bundesbauministeriums). Die Förderung wird stärker an zwei Faktoren ausgerichtet: Zum einen an der Einsparung von Treibhausgasen, zum anderen an der Nachhaltigkeit von Baustoffen und Methoden. Das bedeutet auch, die Förderung gezielt in die Sanierungen zu leiten, da etwa ein unsanierteer Altbau gegenüber einem sanierten bis zu 75 Prozent mehr Energie verbraucht. Nach Berechnungen des neuen Energie-Staatssekretärs Patrick Graichen könnte so je ausgegebenem Förder-Euro bis zu zehnmal mehr CO₂ eingespart werden als beim KfW-55-Standard im Neubau.

Einzelmaßnahmen weiter förderfähig

Doch auch das müsste bezahlt werden. Im Augenblick ist die Förderung von Sanierungen ebenfalls gestoppt, soll jedoch wieder aufgenommen werden. Der einzige Bereich, der nicht vom Förderstopp betroffen ist, sind übrigens Einzelmaßnahmen wie ein Heizungstausch.

Sollen die Förderungen für Neubauten und Sanierungen wieder aufgenommen werden, braucht es neues Geld. Und das kann nur vom Finanzministerium kommen, geführt von Christan Lindner (FDP). Selbst dann ist aber offen, ob der KfW-40-Standard im Neubau gefördert wird. Entscheiden soll hier die Haushaltslage und die vom Finanzministerium bewilligten Mittel.

Ohne Förderung würde jedoch der Wohnungsbau weiter verteuert. Die neue Bundesregierung will jährlich 400.000 Wohnungen neu bauen, 100.000 davon mit Sozialbindung. Bei derzeitigen Baupreisen von 2.600 Euro je Quadratmeter im Wohnungsbau und deren weiterem Anstieg ohne Förderung und durch höhere energetische Anforderungen ist das jedoch illusorisch. Nötig wären Baukosten von etwa 1.800 Euro je Quadratmeter. Doch nicht nur die Wohnungswirtschaft ist betroffen, auch Einfamilienhaus-Bauer. Hier ist der KfW-55-Standard immer gut und mit wenig Mehraufwand zu erreichen gewesen.

Für eine Förderung bleiben derzeit noch zwei Optionen: Das ist zum einen die Wohnbau-Förderung in den Bundesländern. Eine Übersicht dazu findet sich hier.

Zum anderen ist das ein Auffüllen der nun leeren Förderkassen, zu der es mit Sicherheit kommt. Und das könnte sogar schon zeitnah geschehen, wenn der von der neuen Bundesregierung geplante Nachtragshaushalt, der derzeit in der Verabschiedung ist, schnell durch die parlamentarischen Gremien kommt und keine längere Klagewelle dagegen folgt. Dann könnten 60 Milliarden Euro via Klimaschutzfonds zumindest auch in die Förderung energetischen Sanierens fließen, wenn auch nicht in die des Neubaus.

Schlechte Beispiele aus der Politik

So oder so – Bauherren, gerade im Neubau, sollten sich besser von der Einplanung einer sicheren Förderung zur Reduzierung der Eigenfinanzierung verabschieden, selbst wenn sie den Effizenhaus-40-Standard anstreben. Die Länder könnten hier aushelfen, wenn auch nicht mit den hohen Beträgen, die das BEG bereithielt.

Die neue Bundesregierung sollte jedoch einen Blick zurück ins Jahr 2010 werfen. Damals stoppte der Finanzminister Wolfgang Schäuble aufgrund einer großen Antragsflut das Marktanreizprogramm (MAP), mit dem viele komplette und Einzelmaßnahmen von privaten Bauherren im Sinne einer besseren Energieeffizienz umgesetzt werden sollten. Das Ergebnis war quasi ein Sanierungsstopp sowie eine Verunsicherung der Wohnungswirtschaft, der SHK-Branche und des gesamten Bauhandwerks. Davon hat sich die Politik kaum mehr erholt. Es sollten also schnell Mittel und Wege gefunden werden, die Bürger bei der energetischen Sanierung, aber auch beim Neubau ihrer eigenen vier Wände nicht im Regen stehen zu lassen. Denn das ist weder der Sanierungsquote noch dem Wohnungsneubau zuträglich.

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Harald74523 schrieb: Hallo zusammen, meine Gastherme ist über 25 Jahre alt und fällt pro Jahr einmal aus. Der Austausch durch einen Fachmann scheitert an der schlichten Nichtverfügbarkeit. Trotz vieler Telefonate ist bisher...
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