Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 04.07.2022

Themenserie "Neuer Standard EE 40 für Neubauten" - Teil 1

Neuer Standard EE 40 für Neubauten – was bringt er gegenüber KfW 55?

Wer bauen will, muss aktuell viel zahlen. Verschiedene Faktoren ließen in den letzten beiden Jahren die Baukosten regelrecht explodieren. Hinzu kommt noch der politische Wille der neuen Bundesregierung, nur noch energieeffiziente Häuser bauen zu lassen.

Energieeffizientes Bauen zeitigt auch höhere Baukosten.<br />Bild: nk<br /><br />
Energieeffizientes Bauen zeitigt auch höhere Baukosten.
Bild: nk

Für Sanierungen gelten ähnlich strenge Standards. Über all dem schwebt noch der Nachhaltigkeitsgedanke. All das ist schon Pflicht und wird aktuell nicht einmal (abgesehen von Einzelmaßnahmen) gefördert. Denn die neue Bundesförderung effiziente Gebäude ist erst einmal gestoppt – beziehungsweise waren die dafür bereitgestellten Mittel viel zu schnell ausgeschöpft. Die neuen Förderprogramme werden wohl erst im nächsten Jahr greifen.

In drei Teilen einer Serie wollen wir den EE-40-Standard, der verpflichtend wird für den Neubau, den EE-55-Standard bei Sanierungen und das über allem schwebende Nachhaltigkeitszertifikat beleuchten. Der erste Teil widmet sich heute dem EE-40-Standard für den Neubau (Effizienzhaus 40 EE).

Dieser wird Standard bei allen neu zu errichtenden Gebäuden. Er entspricht letztlich dem alten KfW-40-Standard, wurde aber um zwei Varianten erweitert: das Effizienzhaus 40 NH und das Effizienzhaus 40 Plus.

Das Effizienzhaus 40 EE darf nur auf 40 % des Energieverbrauchs eines Referenzgebäudes kommen, das bereits in der EnEV 1990 definiert wurde. In der Praxis bedeutet das 50 bis 60 kWh je Quadratmeter und Jahr. Zudem muss die Versorgung des Gebäudes mit Wärme und Kälte schon jetzt zu 55 % auf erneuerbarer Energie basieren. Bis 2023 könnten sogar 65 % Pflicht werden – und zwar für alle Gebäude, nicht nur für Neubauten.

Das Effizienzhaus 40 NH gilt hingegen nur im Neubau und verlangt ein Nachhaltigkeitszertifikat (das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“) eines akkreditierten Zertifizierers. Dafür kommen mehrere infrage, so der deutsche Standard der DGNB oder der internationale Standard BREEAM.

Auch das Effizienzhaus 40 Plus gilt nur für den Neubau. Hier produzieren gebäudenahe Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien, meist aus einer Photovoltaikanlage (PV). Bei Wohngebäuden müssen je Wohneinheit mindestens 500 kWh im Jahr und 10 kWh je Jahr und m2 Gebäudenutzfläche aus diesem Strom stammen. Sinnvoll sind dann auch Batteriespeicher, und für Heizzwecke eine Lüftungsanlage (die ab dem Standard EE 40 und höher, also Passivhaus, sowieso zwingend wäre) mit Wärmerückgewinnung.

Für alle drei EE-40-Klassen gilt jedoch ein einheitlicher Standard. Doch wie kann der erreicht werden? Das A und O ist die Dämmung, und zwar der gesamten Gebäudehülle, also inklusive Dach, Keller, (falls vorhanden) oder Bodenplatte. Zudem sind dreifach verglaste Fenster und gedämmte Türen zu nutzen.

Ein beispielhafter, tabellarischer Vergleich der bautechnischen Kennwerte zwischen dem Referenzgebäude und dem Effizienzhaus 40 zeigt folgende Unterschiede bei den Bauteilen auf:

    Referenzgebäude KfW100   Effizienzhaus 40 (KfW40) 
Kellerdämmung    8 Zentimeter  16 Zentimeter
Fassadendämmung   10 Zentimeter 32 Zentimeter 
Flachdachdämmung   20 Zentimeter 32 Zentimeter
Fensterglas     Isolierverglasung Dreifach-Wärmeschutzverglasung
Fensterrahmen   Holz  PVC 5-Kammerprofil
Lüftung   Fenster Lüftung mit Wärmerückgewinnung (80%)

Quelle: energie-experten.org

Aus dieser starken Dämmung ergibt sich zwangsläufig auch das Heizsystem, das ja schon jetzt in der Mehrheit erneuerbar betrieben werden muss. Mittel der Wahl ist heute die Wärmepumpe, die die geringen Wärmelasten selbst in der Luft-Wasser-Version mit einer Jahresarbeitszahl von 3 locker schafft. Infrage kämen auch Biomasseheizungen, die jedoch wegen der erzeugten hohen Vorlauftemperaturen ineffizient wären, sowie Solarthermieanlagen als zusätzliche Wärmequelle. Die Dämmung macht zudem eine kontrollierte Wohnraumlüftung nötig.

Wie nun sieht die Kostenstruktur aus? Gegenüber dem alten EnEV-Standard KfW 100 von 2009 ist bei EE 40 mit gut 25 % Mehrkosten zu rechnen. Im Vergleich zu dem schon seit gut über 20 Jahren verbreiteten KfW-70-Standard wären gut 14 % mehr zu zahlen, gegenüber der EnEV-Fassung von 2016 sind es immer noch gut 20 % mehr. Gegenüber dem KfW-55-Standard, der demnächst in der Sanierung Pflicht wird, wären es 7.5 %. (Quelle: Studie: Wirtschaftlichkeit baulicher Investitionen bei Erhöhung energetischer gesetzlicher Anforderungen, alle Angaben: Maximum-Preisdifferenzen).

Doch die derzeitige Entwicklung könnte die Baukosten noch weiter nach oben treiben. Eine teilweise Amortisation ergibt sich aus den eingesparten Energiekosten. Steigen diese weiter an, und das ist zur Zeit der Fall, amortisiert sich der höhere Standard des energieeffizienten Bauens schneller.

Förderung

Ein Teil dieser Mehrkosten beim EE-40-Standard kann auch durch die Förderung abgefedert werden, die aber derzeit auf Eis liegt und neu konzipiert wird. Gebündelt wird diese nach wie vor in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Wie diese in Zukunft aussehen wird, ist noch offen.

Unsere Mini-Serie zum Thema neue Baustandards umfasst zwei weitere Teile, die demnächst an dieser Stelle erscheinen:

2. Neuer Standard EE 55 bei Bestandssanierungen – wie wird es das Bauen verteuern? (11.07.2022)

3. Neues Siegel „Nachhaltiges Bauen“ – was wird überhaupt noch am Bau gefördert? (18.07.2022)

______________________________________

Ein Beitrag der Redaktion von HaustechnikDialog.

Aktuelle Forenbeiträge
Uwe W schrieb: Hallo, ich habe mir mit 2 Tools grob die Heizlast meines Hauses berechnet, und sie kommt mir viel zu hoch vor: Zweifamilienhaus Unterkellert Wohnfläche 255qm Bj 1985 Ziegelwände Zweifachverglasung OG-Decke...
schroedinger91 schrieb: Hallo zusammen, wir sanieren einen Altbau ca. Bj. 1965, Reihenmittelhaus, und möchten dabei die Gussrohre zumindest bis zum Keller durch HT-Rohr ersetzen. Es gibt zwei übereinanderliegende Bäder,...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Mit Danfoss ist alles geregelt
Aktuelles aus SHKvideo
Website-Statistik