Zentralverband bietet Innungsbetrieben digitales Servicepaket zur Durchführung der verpflichtenden Heizungsprüfung an Gaszentralheizungen – Nutzung auch für Schornsteinfeger möglich
Das Prüfen der Heizungspumpe ist fester Bestandteil der Heizungsprüfung. Mit dem Prüfverfahren kann der Fachhandwerker konkrete Einsparmöglichkeiten aufzeigen.
Bild: ZVSHK Um dem organisierten SHK-Handwerk ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei der von der Bundespolitik ab dem 1. Oktober 2022 vorgeschriebenen Heizungsprüfung (Heizungscheck)
an Gaszentralheizungen zu ermöglichen, hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ein praxisgerechtes Servicepaket mit digitalen Tools geschnürt.
Die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSimiMaV) verpflichtet Gebäudeeigentümer in den nächsten beiden Jahren, Maßnahmen zur Verbesserung erdgasbetriebener Heizungsanlagen in ihren Gebäuden zu treffen. Sie sollen u.a. ihre Heizungseinstellungen überprüfen und ggf. optimieren. Gaszentralheizungen in größeren Gebäuden müssen zudem hydraulisch abgeglichen und technisch veraltete, ineffiziente Heizungspumpen ausgetauscht werden. Die Heizungsprüfung ist von einer fachkundigen Person durchzuführen. Dazu zählen Installateure und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Schornsteinfeger oder Energieberater, die in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes aufgenommen worden sind. Das Ergebnis der Heizungsprüfung ist in Textform festzuhalten.
Der ZVSHK hat hierzu eine Vorlage für den erforderlichen Ergebnisbericht über die Heizungsprüfung erstellt. Zudem ist die Planungs-Applikation ZVPLAN zum Thema Heizungsprüfung (Heizungscheck) ergänzt worden inklusive des Formblattes für den Nachweis. Das Maßnahmenpaket enthält zudem Software zur Berechnung und Planung des hydraulischen Abgleiches, die Fachregel zum hydraulischen Abgleich und Software zur vereinfachten und umfänglichen Heizlastberechnung. Innungsbetriebe erhalten das ZVPLAN Software Paket über den zuständigen Fachverband bzw. die ZVPLAN App in den bekannten App Stores.
„Die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks sind damit bestens gerüstet, um die vor ihnen liegenden Aufgaben“ möglichst effizient durchführen zu können, sagt Andreas Müller, Geschäftsführer Technik im ZVSHK. „Schließlich müssen bis Herbst 2024 rund 10 Millionen Gaszentralheizungen überprüft und viele davon hydraulisch optimiert werden.“
Mehr Informationen dazu finden Sie auch unter ZVPlan.de & Heizungscheck.de