Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) kündigte am Mittwoch an, dass die Neubauförderung des Bundes verringert wird. Privatpersonen und Investoren erhalten nur noch zinsverbilligte Kredite für klimafreundliche Häuser, keine Zuschüsse mehr. Bau- und Immobilienverbände halten die Förderung von 750 Millionen Euro jährlich für unzureichend und befürchten, dass das angestrebte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht erreicht werden kann. Finanziert wird das Förderprogramm aus dem Klima- und Transformationsfonds.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Bild: Bundesregierung/Schacht
Trotz des in der Branche erwarteten Rückgangs beim Wohnungsbau will die Bundesregierung die Neubauförderung ab März weiter verringern.
Für das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ stelle der Bund jährlich 750 Millionen Euro zur Verfügung. Ab dem Sommer sollen 350 Millionen Euro zur Wohneigentumsförderung für Familien hinzukommen. Bau- und Immobilienverbände halten die Förderung für zu gering.
Finanziert werden die insgesamt 1,1 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds. Die Förderung gibt es, wenn Bauten mit dem sehr hohen Energieeffizienzstandard EH-40 errichtet werden.
Immobilien- und Wohnungsbauverbände zeigten sich enttäuscht. Der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, Andreas Mattner, erklärte: „Diese 750 Millionen Euro lösen die dramatischen Probleme nicht ansatzweise, und die Folgen der weiteren Verzögerungen eines großen Aufschlags kosten später einmal viel mehr Geld“.
Der Bundesstaat reduziert die Förderung von Neubauprojekten. Statt Zuschüssen werden Hausbauer in Zukunft nur noch günstige Kredite vom Bund erhalten, wenn die Neubauten hohe Energiestandards erfüllen. Die Immobilienbranche ist von diesen Plänen enttäuscht und hält die Förderung für zu gering. Das von der Regierung ausgegebene Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird damit nicht erreicht werden können. Finanziert wird das Förderprogramm aus dem Klima- und Transformationsfonds.