In unseren Neubauten ist die Wärmepumpentechnik immer erste Wahl – nicht nur weil es sich um eine umweltfreundliche Heizung handelt, sondern auch vor dem Hintergrund der aktuellen und zukünftigen Energiepreisentwicklung.“ Für den Vorstandsvorsitzenden der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte, Frank Nolte, steht fest, dass sich die Wärmepumpe als dominierendes Heizsystem weiter etablieren wird.
17 hochwertige Wohnungen hat die Wohnungsgenossenschaft Witten errichtet, die innerhalb kürzester Zeit vermietet waren.
Die Aufstellung der beiden Luft-Wasser-Wärmepumpen WPL 25 auf dem Dach konnte problemlos realisiert werden.
Frank Nolte (links), Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft, mit Installateur Jürgen Niedereichholz (Mitte) von der SHK-Firma Minnhard Meewes GmbH und Marc Rakowske (rechts) von STIEBEL ELTRON an den beiden Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem Dach.
Bilder: STIEBEL ELTRON
In dem 17-Wohneinheiten-Neubau der Genossenschaft kam daher auch nur eine Wärmepumpenlösung als Heizungsanlage in Frage. Zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen WPL 25 von STIEBEL ELTRON wurden auf dem Dach des Gebäudes aufgestellt.
„Erst waren wir skeptisch, ob sich eventuell Geräusche über die Dachhaut übertragen“, so Frank Nolte. „Diese Skepsis war aber zum Glück völlig unbegründet, die Anlage läuft zuverlässig und leise.“ Aufstellung und Installation der Wärmepumpen wie auch alle weiteren Sanitär- und Heizungsarbeiten im Neubau übernahm die ortsansässige Firma Minnhard Meewes GmbH. Deren Inhaber Jürgen Niedereichholz pflichtet bei: „Natürlich ist es wichtig, die Geräte so aufzustellen, dass kein Körperschall oder Ähnliches übertragen wird. Das ist aber kein Problem.“
Der komplett barrierefreie Neubau im gesetzlichen Mindest-Neubaustandard KfW 70 wurde in zwei Schritten errichtet: Bauabschnitt 1 mit acht Wohnungen wurde Anfang 2019 begonnen und im Januar 2020 bezogen, die neun Wohnungen im zweiten Bauabschnitt waren dann im Oktober 2020 bezugsfertig. „Wir haben hier eine modulare Bauweise eingesetzt. Die vorgefertigten Wandelemente bestehen aus einem wärmegedämmten Ziegel, so dass wir kein Wärmedämmverbundsystem anbringen mussten, sondern einen Edel-Kratzputz aufbringen konnten“, erklärt Frank Nolte. Erschlossen werden die beiden Baukörper über ein mittig angeordnetes Treppenhaus inklusive Aufzug, in die Wohnungen geht es dann über Laubengänge. Alle 17 Wohnungen, zwischen 55 und 97 Quadratmeter groß, waren innerhalb kürzester Zeit vermietet. „Wir bieten hochwertigen Wohnraum zu einem äußerst fairen Preis, was unser Anspruch und unsere Aufgabe als Genossenschaft ist, da es sich um öffentlich geförderten Wohnungsbau handelt“, so der Vorstandsvorsitzende. Die Mietpreise liegen bei 5,25 Euro beziehungsweise 5,70 Euro pro Quadratmeter.
Die Gebäudeheizlast des Neubaus liegt bei rund 45 Kilowatt. „Schon bei einer monoenergetischen Auslegung sind die beiden Wärmepumpen auf dem Dach dafür gut geeignet“, erklärt Marc Rakowske, der bei STIEBEL ELTRON für die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG zuständig ist. Auch der Grundbedarf an Warmwasser, das zentral bereitgestellt wird, wird von den Wärmepumpen gedeckt. Für Spitzenlasten wurde darüber hinaus ein zusätzlicher Gaskessel im Gebäude installiert.
„Luft-Wasser-Wärmepumpen sind mittlerweile so gut, dass sie problemlos auch bei Heizkörpern als Wärmeverteilsystem eingesetzt werden können“, so Stiebel Eltron-Experte Marc Rakowske. Dem pflichtet Installateur Jürgen Niedereichholz bei: „Bei diesem Gebäude wird die Wärme über statische Heizflächen in die Räume eingebracht. Wir fahren in den Heizkörpern eine maximale Vorlauftemperatur von 55 Grad, das schaffen die beiden Wärmepumpen nicht nur locker, sondern auch mit einer äußerst guten Effizienz selbst bei tiefen Außentemperaturen.“
Etwas mehr als 1.800 Wohnungen in rund 300 Gebäuden gehören zur Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG, die 1895 als Spar- und Bauverein gegründet wurde. „Natürlich werden wir auch im Bestand, wenn möglich, auf regenerative Energien umsteigen – wo es passt, werden wir die fossilen Brenner nach und nach durch Wärmepumpenheizungen ersetzen“, erklärt Frank Nolte. Das passt perfekt zur Philosophie der Genossenschaft: „Wir fühlen uns jedoch nicht nur unseren Mitgliedern verpflichtet, sondern auch der Umwelt. Mit umfassenden Modernisierungen und innovativer Technik tragen wir zur Schonung der kostbaren Energieressourcen unserer Erde bei. Für Mensch und Umwelt. Für unser aller Zukunft.“