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News vom 19.05.2003

Fördermöglichkeiten im KfW-Programm werden ausgeweitet: Jetzt auch Einzelmaßnahmen möglich


Bundesregierung stellt zusätzlich jährlich 160 Millionen Euro für Sanierung im Gebäudebereich bereit.

Die Bundesregierung stellt zusätzlich 160 Millionen Euro jährlich für Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich bereit. Damit werden die Fördermöglichkeiten in diesem Bereich erheblich erweitert. U. a. wird die Förderung der erneuerbaren Energien ausgebaut und der Austausch von Kohle-, Öl- und Gasöfen künftig als Einzelmaßnahme gefördert. Die Gelder werden von der KfW vergeben. Der Vertrag zwischen der Bundesregierung und der KfW wurde am 06. Mai unterzeichnet.

Die Bundesregierung stellt seit 2001 im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms insgesamt 1 Mrd. Euro Haushaltsmittel bis 2005 für Klimaschutzmaßnahmen im Wohngebäudebestand bereit. Mit diesen Mitteln bietet die KfW über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm langfristige, zinsgünstige Darlehen für Investitionen zur CO2-Minderung und zur Energieeinsparung in Wohngebäuden an. Bisher konnten mehr als 27.000 Kredite mit einem Volumen von über 1,4 Mrd. Euro vergeben werden. Aus dem Aufkommen der Ökosteuer werden nun zusätzlich 160 Mio. Euro jährlich bereitgestellt, damit stehen bis 2005 pro Jahr 360 Mio. Euro zur Verfügung.

Bundesbauminister Manfred Stolpe: "Ein wesentliches Element der neuen Fördermöglichkeiten - die Erreichung des Niedrigenergiehausniveaus im Bestand - wird nachhaltige und zielgerichtete Sanierungen des Altbaubestandes in Gang bringen. Unser Ziel ist es, dass diese Gebäude zukünftig nicht mehr Energie verbrauchen als moderne Neubauten. Darüber hinaus setzen wir neue Akzente für den Austausch veralteter Heizungen, die Ausstattung von Altbauten mit modernen Heizsystemen zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und für ökologisch sehr anspruchsvolle Neubauten."

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Im Gebäudebereich gibt es ein großes Potenzial für die Minderung der CO2-Emissionen. Mit den neuen Fördermöglichkeiten wird der Klimaschutz in diesem Bereich erheblich verbessert. Das Gebäudesanierungsprogramm dient nicht nur dem Klima, sondern schafft und sichert dauerhaft auch Arbeitsplätze im Baugewerbe und Handwerk. Klimaschutz wird immer mehr zu einer Jobmaschine. Mit der Bereitstellung von Mitteln aus dem Aufkommen der Ökosteuer geben wir das Geld an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Damit kann jede und jeder spüren, dass Energiesparen auch dem eigenen Portemonnaie zugute kommt."

KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Matthäus-Maier: "Mit der Ausweitung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms können wir jetzt noch intensiver als bisher fördern - und so einen wichtigen Beitrag leisten, den CO2-Ausstoß in Deutschland nachhaltig zu reduzieren und außerdem spürbare Impulse für den Arbeitsmarkt zu geben. Ab sofort können Modernisierer ihre Anträge über die jeweilige Hausbank an uns stellen."

Die Ausweitung des Programms umfasst folgende Förderkomponenten:
  • Bei der energetischen Sanierung von vor 1979 errichteten Wohngebäuden, die das Ziel hat, denselben zulässigen Primärenergiebedarf wie bei Neubauten nach der Energieeinsparverordnung zu erreichen, kann künftig eine Teilschuld in Höhe von 20 Prozent der Darlehenssumme erlassen werden.

  • Der Austausch von Heizungen (Gas-, Öl- und Kohleeinzelöfen, Kohlezentralheizungen sowie Nachtspeicherheizungen) und der Ersatz von alten Standardkesseln durch Brennwertkessel in Kombination mit Solarkollektoranlagen werden als Einzelmaßnahme gefördert.

  • Die Errichtung oder der Ersterwerb von KfW-Energiesparhäusern 40 (d. h.: Jahresprimärenergiebedarf nicht mehr als 40 kWh/m2) einschließlich Passivhäusern wird gefördert (Energiesparhaus 60 wird weiterhin im KfW-Programm zur CO2-Minderung gefördert).

  • Verbesserte Förderung (im Maßnahmenpaket 4) für Maßnahmen, die eine jährliche CO2-Einsparung zwischen 30 und 35 kg/m2 bzw. zwischen 35 und 40 kg/m2 Gebäudenutzfläche erbringen.
Interessenten können ihre Anträge für das Programm ab sofort bei der Hausbank stellen. Informationen und Programmdetails erhalten sie zum Ortstarif unter der Telefonnummer 01801/33 55 77 (Informationszentrum) oder im Internet unterwww.kfw.de. Außerdem ist die kostenlose Berechnung der Energieverbrauchszahl von Wohngebäuden auch unter dem im Auftrag der KfW entwickelten Internetberaterwww.co2online.de möglich.

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