Wärmepumpen sind politisch gewollt und werden entsprechend gefördert, auch wenn für dieses Jahr die Fördersumme leicht abgesenkt wurde. Doch das Bundeswirtschaftsministerium hat eine deutlich erhöhte Förderung in Aussicht gestellt, damit sich jeder, der es will, auch eine Wärmepumpe leisten kann. Dennoch: Hat sich die Wärmepumpe dereinst als Standardheizung durchgesetzt, wird die Förderung wegfallen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Die Umrüstung einer alten Heizung auf eine Wärmepumpe wird auch weiterhin gut gefördert.
Bild: BWP Derzeit und seit Beginn des Jahres gelten folgende Fördersätze nach Bundesförderung effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG-EM)
Austausch Wärmepumpe gegen eine sonstige Heizung:
Luft-Wasser-Wärmepumpen: 25 %
Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen: 30 %
Austausch einer ineffizienten Heizung:
(Dazu zählen u.a. Öl- oder Kohleheizungen sowie Nachtspeicher- oder Gasetagenheizungen sowie Gaskessel, die älter als 20 Jahre sind, oder aber, wenn die Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel nutzt)
Luft-Wasser-Wärmepumpen: 30 %
Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen: 35 %
Das sind 5 % weniger als noch 2022. Die Fördersätze gelten für alle Wärmepumpenmit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 2,7. Von der Förderung ausgeschlossen sind nun aber Wärmepumpen, die nur die Raumluft zur Wärmegewinnung nutzen, in aller Regel Luft-Luft-Wärmepumpen.
Diese Förderung könnte auf 45 % steigen. Konkrete Pläne dafür gibt es noch nicht, diese werden aber sicher noch in diesem Jahr veröffentlicht.
Wie bei der „alten“ Förderung auch gilt hier, dass der Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt werden muss. Die Wärmepumpe muss zudem beim BAFA gelistet sein (die Liste findet sich hier).
Voraussetzung für die Förderung ist auch ein hydraulischer Abgleich nach der Installation der Wärmepumpe.
Der Wärmepumpen-Fachverband BWP bietet hier einen Förderrechner an:
https://www.waermepumpe.de/foerderrechner/
Die nun weiterlaufende Förderung, die eventuell noch erhöht wird, wird der Wärmepumpe immer mehr den Boden bereiten. Irgendwann wird sie die Standardheiztechnologie sein. Das bedeutet dann auch, dass sie keine Förderung benötigt. Doch bis dahin werden noch einige Jahre ins Land gehen.
Der nächste und letzte Teil unserer Serie zeigt praktische und ungewöhnliche Beispiele für den Einsatz von Wärmepumpen.
Unsere Serie zur Wärmepumpe umfasst folgende Teile:
13.02.2023: Die Wärmepumpe – politisch gestützt, ökonomisch häufig sinnvoll
15.02.2023: Arten der Wärmepumpen und Marktanteile in Deutschland
17.02.2023: Aktuelle Marktlage von Wärmepumpen mit Handwerkermangel und Lieferengpässen
20.02.2023: Technische Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Einsatz von Wärmepumpen
22.02.2023: Luft-Wasser-Wärmepumpen und ihre Anwendungsbereiche
24.02.2023: Wasser-Wasser-Wärmepumpen und ihre Anwendungen
27.02.2023: Geothermische Systeme und ihre Anwendungen
01.03.2023: Wann sind Hybridsysteme mit Wärmepumpen sinnvoll
03.03.2023: Wärmepumpen in Nahwärmenetzen
06.03.2023: Förderungen für Wärmepumpen
08.03.2023: Praxisbeispiele: Einsatz von Wärmepumpen in eher ungewöhnlichen Objekten
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Ein Beitrag der Redaktion vom HaustechnikDialog.