Der Klimawandel beschäftigt die Menschen nicht nur in Deutschland immer mehr. Mittlerweile hat auch die Politik erkannt, dass man in möglichst vielen Bereichen auf umweltfreundliche Energie zurückgreifen muss. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung jetzt auch ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass zukünftig den Einbau von neuen Öl- und Gasheizungen nur noch unter bestimmten Bedingungen erlauben soll.
Grundsätzlich sollen nur noch möglichst klimafreundliche Heizungen in neue Häuser und soweit möglich auch bei Modernisierungen bei Bestandshäusern eingebaut werden.
Allerdings ist eine solche Umrüstung schon mit nicht unerheblichen Kosten verbunden und aus diesem Grund sollen bei der neuen Gesetzgebung auch soziale Härten durch die hohen Anfangskosten vermieden werden. Auf lange Sicht stellen Wärmepumpen aber eine klimafreundliche und auch im Betrieb kostengünstige Alternative zu Heizsystemen mit Gas und Öl dar.
Wird das eigene Haus mit einer Wärmepumpe warm genug?
Grundsätzlich sind Wärmepumpen immer beliebter, und zwar sowohl für Hausbauer als auch für Besitzer von bestehenden Häusern in der heutigen Zeit eine interessante Alternative zu den häufig vorhandenen Öl- und Gasheizungen. Wichtig ist bei einer Wärmepumpe allerdings, dass diese eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur haben sollte, um kostensparend und effizient zu heizen.
Entsprechend geht es gerade bei älteren Häusern vor dem möglichen Einbau einer Wärmepumpe zunächst um die Frage, ob das Haus mit einer niedrigen Vorlauftemperatur und einem solchen Temperaturniveau ausreichend beheizt werden kann. Das lässt sich auch in Eigenregie mit einem einfachen Test herausfinden. Auf heizostatic.de gibt es viele interessante Informationen auch rund um den Einbau einer Wärmepumpe.
Bild: Gerd Altmann /pixabay.com
Diesen Test sollte man im Idealfall an einem kalten Tag während einer Frostphase durchführen. Dabei stellt man am Heizkessel die Vorlauftemperatur auf rund 50 Grad ein und stellt an den Heizkörpern die Temperatur auf 20 Grad Celsius ein. Wenn bei dieser Konstellation anschließend alle vorhandenen Räume im Haus ausreichend warm werden, dann ist das eigene Haus aus energetischer Sicht bereits geeignet für eine Wärmepumpe. Wenn bei diesem Test nicht alle Räume wie gewünscht aufgewärmt werden, dann sind für den Einbau einer Wärmepumpe im Vorfeld noch zusätzliche energetische Maßnahmen erforderlich.
Wärmepumpen nutzen natürliche Energiequellen
Eine moderne Wärmepumpe nutzt das Erdreich, das Grundwasser und die Umgebungsluft als Wärmequelle. Durch den Einsatz von Strom sind solche Wärmepumpen in der Lage die gewonnene Umweltenergie für höhere Temperaturen zu nutzen und auf diese Weise gibt es ausreichend Wärme für warmes Wasser und für das Heizen. Für ein möglichst stromsparendes Heizen sollte hierbei der Unterschied bei der Temperatur zwischen der Wärmepumpe und dem Heizsystem so niedrig wie möglich sein. Aus diesem Grund sollte die Vorlauftemperatur bei der Heizung nicht höher als 55 Grad Celsius sein. Noch besser ist die Effizienz an dieser Stelle, wenn die Vorlauftemperatur noch niedriger gehalten werden kann.
Was steckt hinter der Vorlauftemperatur?
Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur, welche das Wasser beim Verlassen des Heizkessels hat. Anschließend wird es mit dieser Temperatur in die Richtung der Heizkörper gepumpt. Bei älteren und schlechter gedämmten Häusern mit fossilen Heizkesseln und relativ kleinen Heizkörpern werden in den Wintermonaten nicht selten Vorlauftemperaturen von rund 70 Grad benötigt. Bei neuen Häusern und bei unter energetischen Punkten sanierten Häusern reichen dagegen in der Regel deutlich niedrigere Vorlauftemperaturen aus. Das liegt an den niedrigeren Energieverlusten durch eine gute Dämmung, sodass man mit einer geringeren Heizleistung die gleiche Raumtemperatur erreichen kann. Aus diesem Grund reicht in hervorragend gedämmten Häusern in vielen Fällen eine Vorlauftemperatur von weniger als 50 Grad Celsius aus, wenn die Wohnräume auf eine Zimmertemperatur von 20 Grad geheizt werden sollen.
Die Kosten für die Installation einer Wärmepumpe
Wenn man sich für die Installation einer Wärmepumpe im eigenen Einfamilienhaus entscheidet, dann kommt es dadurch zunächst einmal zu relativ hohen Anschaffungskosten und weiteren Kosten für die Installation und Inbetriebnahme.
Hierbei hängen die Kosten für eine Wärmepumpe auch von der Art der Wärmepumpe ab. Entscheidet man sich für eine Luftwärmepumpe, dann kann man bei der Anschaffung mit Kosten in einem Bereich von 8.000 Euro bis 16.000 Euro rechnen. Bei einer Erdwärmepumpe bewegen sich die Kosten beim Kauf in einem Bereich von 12.000 € bis 15.000 Euro. Für eine Grundwasserwärmepumpe belaufen sich die Anschaffungskosten im Bereich von rund 10.000 Euro. Interessant sind in diesem Zusammenhang aber auch die Fördermöglichkeiten. Wobei die Kosten für die Anschaffung einer Wärmepumpe und die Kosten für den Einbau natürlich auch zusätzlich von den Gegebenheiten vor Ort und der benötigten Wärmemenge abhängen.