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News vom 07.09.2023

Montageeinsätze effizient planen: 6 Tipps

Das Kerngeschäft vieler Gewerke besteht darin, die Arbeit beim Kunden zu erledigen – nicht in der eigenen Werkstatt. Da in vielen Firmen jederzeit mehrere solcher Termine zeitgleich anstehen, ist eine gute Planung von Personal, Fahrzeugflotte und Maschinenpark das A und O.

Bild: stock.adobe.com / Mulderphoto

Es gibt definitiv auch im SHK-Bereich Arbeiten, bei denen der Kunde (oder sein Projekt) zum Handwerker kommt. Etwa dann, wenn ein defektes Klimagerät in der Werkstatt repariert werden muss. Allerdings ist das in unserer Branche doch eher die Ausnahme, während der Außen- oder Montagetermin beim Kunden die Regel ist. Konkret lassen sich sogar drei Varianten davon ausmachen:

  1. Höchstens eintägige Termine, bei denen jeder Arbeitstag in der Firma beginnt und endet.
  2. Mehrtägige Termine, aber dennoch in näherer Umgebung, bei denen die Mitarbeiter von zuhause aus direkt anreisen – typischerweise mit Firmenfahrzeugen.
  3. Weit entfernte Termine, bei denen die Handwerker über mehrere Tage vor Ort untergebracht werden und höchstens zu den Wochenenden heimkehren.

Damit gehen stets einige Realitäten einher. Sie drehen sich um die Tatsache, wonach Personal, Fahrzeuge und Werkzeuge mitunter weit entfernt sind. Hier sollten Handwerksbetriebe einige Tipps applizieren, um die Planungs- und Einsatzeffizienz zu maximieren.

1. Teile und Maschinen sicher vor Ort unterbringen

Der Personalmangel im gesamten Baugewerbe und damit auch der SHK-Branche macht es nötig, mitunter weit entfernte Aufträge anzunehmen. Damit geht sowohl die Notwendigkeit einher, Werkzeuge mitzunehmen als auch entsprechende Haustechnik, die verbaut werden soll. Dazu die typischen Klein- und Ersatzteile, die bei jedem Auftrag nötig sind.

Bei weit entfernten Terminen dieser Art bestehen jedoch zwei Besonderheiten:

  1. Es ist definitiv nicht immer möglich, alle Teile in den Fahrzeugen mit- und unterzubringen. Denn in dem Fall fehlen dem Unternehmen vielleicht Fahrzeuge für andere Aufträge, die im gleichen Zeitraum anstehen.
  2. Es gibt auf der Baustelle selbst vielfach keine wirklich sicheren Optionen für eine Lagerung – ein nur per Bügelschloss gesicherter Container auf einer nächtlich leeren Baustelle ist für Diebe kein Hindernis. Zudem sind diese Unterbringungen vielfach nicht ausreichend trocken und vor Temperaturextremen geschützt.

Die Lösung können dedizierte Werkzeuglager sein. Sie sind nach dem Selfstorage-Prinzip aufgebaut, sind an immer mehr Orten zu finden, jederzeit zugänglich, bewacht – und kurzfristig anzumieten.

Auf diese Weise können Werkzeug und Teile dort einerseits hochwertig und sicher untergebracht werden. Andererseits kann jedoch der größte Teil der Fahrzeugflotte nach dem Verbringen der Sachen in dieses Lager wieder zurückkehren – es verbleiben nur so viele Fahrzeuge, wie die Handwerker vor Ort benötigen.

Bild: stock.adobe.com / Superingo

2. Bei der Terminplaner-Software nicht sparsam sein

Die allermeisten Handwerksbetriebe dürften ihre Terminplanung heute digital erledigen. Allerdings lässt sich eines feststellen: Bei den Softwares gibt es definitiv „solche und solche“.

Hier kann man nur raten, nicht an falscher Stelle sparsam zu sein und eine leistungsfähige Software zu nutzen. Ein solches Tool zeichnet sich unter anderem dadurch aus, nicht nur generell Termine kundenseitig planen zu können, sondern dabei ebenso Mitarbeiter, Werkzeuge und Fahrzeuge verplanen zu können. Zudem sollten alle Teammitglieder übers Handy darauf Zugriff haben.

Wichtig: Verschiedene Software-Anbieter bieten branchenspezifisch maßgeschneiderte Lösungen an; also beispielsweise speziell für Sanitärbetriebe konzipiert. Das wäre natürlich die optimale Maximallösung.

3. Teure Werkzeuge unbedingt nachverfolgbar machen

Es gibt nur wenige Orte, an denen so rasch kostbare Werkzeuge abhandenkommen oder dreist gestohlen werden, wie auf Baustellen – je größer sie sind, desto umfassender ist meist ebenso das Phänomen.

Hinzu kommt noch eine weitere Herausforderung: Manche Werkzeuge sind längst zu kostspielig, um mehrere davon anzuschaffen. Dementsprechend müssen sie ebenso präzise mitverplant werden wie alle anderen limitierten „Assets“ des Betriebs.

Angesichts beider Realitäten empfiehlt es sich dringend, derartige Werkzeuge besser nachverfolgbar machen:

  1. Grundsätzlich sollten die Seriennummern bei den entsprechenden Portalen der Hersteller eingetragen werden. Das gilt nicht nur für die Werkzeuge/Maschinen selbst, sondern etwaiges Zubehör mit eigenen Nummern – etwa Akkus. Sofern ein Abhandenkommen auch dort gemeldet wird, lässt sich dadurch wenigstens ein Wiederverkauf als Hehlerware deutlich erschweren.
  2. Die Werkzeuge sollten entweder mit RFID- oder GPS-Tags versehen werden. Beides wird mittlerweile ebenfalls speziell für die Handwerksbranche angeboten. GPS hat den Vorteil, weltweit geortet werden zu können. RFID ermöglicht hingegen ein zentimetergenaues Tracken – je nachdem bietet sich eine Kombination unbedingt an.

Besonders kostspielige Werkzeuge sollten zudem eigens versichert werden. Falschen Sicherheitsillusionen aufgrund von Größe und /oder Gewicht sollte sich kein Firmenbetreiber hingeben. Diebe schrecken mittlerweile nicht mal davor zurück, ganze Baufahrzeuge abzutransportieren. Apropos Schwergewichte:

Bild: stock.adobe.com / W PRODUCTION

4. Spezialtransporte möglichst flexibel terminieren

Je nach Auftrag ist es nötig, Technik vor Ort zu haben, die entweder nicht auf eigener Achse oder nicht mit den Ressourcen des Handwerksbetriebs zu verlagern ist. Denken wir etwa an einen schweren Spezialbohrer für Erdwärmesonden.

In solchen Fällen ist es nötig, weitere Unternehmen anzuheuern, um sie mit dem Transport zu beauftragen. Dabei sollte jedoch bei aller Planung einer Notwendigkeit Rechnung getragen werden: Unvorhersehbare Eventualitäten.

Zwar lässt sich durchaus vorplanen, dass eine Maschine beispielsweise am 14. eines Monats wieder zurücktransportiert werden soll. Die tatsächlichen Realitäten vor Ort können diesen Termin jedoch sehr rasch unhaltbar machen.

Bei der Kooperation mit solchen Transportbetrieben sollte daher immer auf die Option möglichst flexibler Terminänderungen geachtet werden. Andererseits gibt es nur die Wahl, das Team ohne eine womöglich zwingend nötige Maschine dastehen zu lassen, einen anderen Auftrag zu verschieben oder teurere Aufschlagszahlungen in Kauf nehmen zu müssen.

5. Bei Unterkünften nicht nur auf die Kosten schauen

Einmal mehr in diesem Text sind längerdauernde Montagetermine fernab der Heimat eine zentrale Herausforderung. Das gilt insbesondere in Firmen, in denen solche Arbeitsweisen nicht zum üblichen Anforderungsprofil des Teams gehören, sondern lediglich in Ausnahmen durchgeführt werden.

In solchen Fällen sollten Betriebsleiter nicht nur auf die Kosten der zwingend nötigen Unterbringung schauen, sondern die Wirkung, die deren Qualität auf die Moral der Mitarbeiter haben wird.

Die heutzutage meist günstigste Lösung sind möbliert anzumietende Wohncontainer, die in unmittelbarer Nähe der Baustelle stehen. Für Routiniers, die sich ständig auf Montage befinden, ist das in der Tat eine oft brauchbare Lösung. Für Handwerker, die deutlich seltener dauerhaft fernab der Heimat arbeiten, können

  • Enge,
  • mangelnde Privatsphäre,
  • dauernde Baustellennähe und
  • reduzierter Komfort

sich hingegen negativ auswirken. Nicht zuletzt sind derartige Wohncontainer oftmals erst ab einem Zeitraum von zwei, drei Wochen mietbar und somit nicht für kürzere Außeneinsätze zu gebrauchen.

Herkömmliche Monteurzimmer und ähnliche Pensions-artige Unterbringungen sind in solchen Fällen weitaus besser. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich höchstens zwei Teammitglieder ein Zimmer teilen müssen, um Reibungspunkte zu vermeiden.

Wichtig: Bei diesem Thema ist nicht zuletzt die Rechtslage zu beachten. Selbst wenn ein Auftrag nur genug Arbeit für einen Tag bietet, kann es sich aufgrund der Distanzen dennoch um einen mehrtägigen Außeneinsatz handeln. Dann, wenn Fahrt- und Arbeitszeit zusammen mit dem Gebot von höchstens 10 Arbeitsstunden und 11 zusammenhängenden Ruhestunden kollidieren.

Bild: stock.adobe.com / volody10

6. Das Team möglichst umfassend zu Generalisten machen

In jedem Beruf gibt es Generalisten und Spezialisten. Ein Mitarbeiter versteht sich beispielsweise besonders gut darauf, Luft-Luft-Wärmepumpen binnen kürzester Zeit zu installieren. Ein anderer hingegen ist ein äußerst versiert darin, Frischwasser-Leitungssysteme aufzubauen. In vielen Firmen sieht es so aus. Es gibt immer Handwerker, denen die eine oder andere Aufgabe besser liegt.

Allerdings: Was eine effiziente Planung von Montageeinsätzen anbelangt, sollten Chefs tatsächlich versuchen, ihr Team möglichst universell einzusetzen und zu trainieren. Vielleicht kann nicht jeder alles gleichermaßen gut – dennoch sollte jeder alles beherrschen.

  1. Nur dann ist es möglich, Einsätze wirklich flexibel zu planen. Denn solange es freies Personal gibt, findet sich immer jemand, der die Aufgaben erledigen kann – selbst, wenn er vielleicht etwas länger benötigt als sein versierterer Kollege. Dadurch wirken sich unter anderem Ausfälle durch Krankheit und Urlaub weit weniger stark aus.
  2. Durch die ständige Rotation der Aufgaben bekommen alle Teammitglieder umfassende Erfahrungen. Sie lernen Dinge, die ihnen vielleicht nicht so liegen, besser zu handhaben. Nebenbei wird eine gewisse „Betriebsblindheit“ vermieden. Sie entsteht, wenn Mitarbeiter stets nur in einem sehr engen Aufgabenbereich eingesetzt werden.

Nicht zuletzt mildert diese Vorgehensweise die Personalnot ein wenig. Außerdem macht ein vielfältigeres Aufgabenspektrum die Arbeit für viele Menschen insgesamt attraktiver.

Übrigens gilt diese Denkweise nicht nur bei den unmittelbaren Arbeiten, sondern darüber hinaus. Wenn es beispielsweise im Alltag regelmäßig nötig ist, Anhänger über 750 Kilogramm zu ziehen oder Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtmasse zu lenken, sollte möglichst jeder Handwerker des Hauses die entsprechenden Führerscheine besitzen. 

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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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