Bild: www.pixabay.com/652234 Für Gründer und Selbstständige im Handwerk kommt es bei diesem fortlaufenden Veränderungsprozess in höchstem Maße darauf an, sich kontinuierlich weiterzubilden.
Weshalb die stetige Weiterbildung vor allem im Handwerk eine so wichtige Rolle spielt, welches Potential sie für Selbstständige und Gründer bietet und wie sich die allgemeinen Zukunftsaussichten für die Branche gestalten, beleuchtet der folgende Beitrag. Er zeigt zudem, welche Möglichkeiten im Allgemeinen für Handwerker zur Verfügung stehen, um sich neues Wissen anzueignen.
Fort- und Weiterbildungen: Diese wichtige Rolle spielen sie im Handwerk
Zwar gilt das Handwerk allgemein hin als überaus klassisches Gewerbe, allerdings ist die Branche tatsächlich in hohem Maße durch Neuheiten und Innovationen geprägt. Diese beziehen sich nicht nur auf neue Materialien, sondern auch auf Techniken und Technologien, welche für moderne Handwerksbetriebe von großer Bedeutung sind.
Diese Bereiche entwickeln sich insbesondere seit einigen Jahren rasant. Gründer und Selbstständige im Handwerk, die in dieser herausfordernden Umgebung langfristig erfolgreich sein möchten, müssen deshalb die Bereitschaft mitbringen, immer wieder dazuzulernen und sich den neuen Bedingungen anzupassen.
Um diese Herausforderung zu meistern, besteht der Schlüssel in einer ständigen Weiterbildung. Diese bietet für Handwerker die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Dadurch können sie ihren Kunden wiederum einen besseren Service bieten und ihre geschäftlichen Möglichkeiten erweitern. Von der laufenden Weiterbildung können Handwerksbetriebe somit in zahlreichen Bereichen profitieren, ob hinsichtlich einer höheren Kundenzufriedenheit oder einer optimierten Wettbewerbsposition.
So profitieren Handwerker im Detail von Weiter- und Fortbildungen
Doch warum können Handwerker nun im Detail nicht auf regelmäßige Fort- und Weiterbildungen verzichten? Die Antworten darauf gestalten sich überaus vielfältig und beziehen sich nicht nur auf die Karriere, sondern auch auf das Privatleben der Selbstständigen.
Erweiterung des Fachwissens
Eignen sich Gründer und Selbstständige im Handwerk ein fundiertes Wissen zu neuen Materialien und Technologien an, können sie gleichzeitig von neuen Chancen und Möglichkeiten profitieren. Mit Hilfe der kontinuierlichen Fortbildung halten sie ihr persönliches Fachwissen immer auf dem neuesten Stand und erweitern dabei stetig ihre eigenen Fähigkeiten.
Maßgeblicher Wettbewerbsvorteil
Heutzutage sind die Menschen auf der Suche nach Handwerkern, die genau wissen, was zeitgemäß ist. Handwerksbetriebe, die über das Wissen um die neuesten und innovativsten Technologien verfügen, schaffen daher für sich einen nicht zu vernachlässigenden Wettbewerbsvorteil. Dieser sorgt auch in Zukunft für langfristigen Erfolg des eigenen Unternehmens.
Optimale Qualitätssicherung
Im Zuge der Weiterbildungen und Schulungen erhalten die Handwerker stetig neues Wissen, welches oft auch mit entsprechenden Zertifikaten bestätigt wird. An diesen können potentielle Kunden gleich auf den ersten Blick erkennen, dass die Arbeit des Betriebs den höchsten Qualitätsstandards entspricht. Dies führt nicht nur zu einer höheren Kundenzufriedenheit, sondern auch zu einem positiven Image des Betriebs.
Reduzierung von Risiken
Die passenden Fähigkeiten und das nötige Fachwissen sorgen selbstverständlich ebenso dafür, dass das Risiko für Unfälle und Fehler während der Ausführung von Arbeiten maßgeblich reduziert wird. So schützt sich das Unternehmen vor weitreichenden Schäden, die unter Umständen auch die eigene Reputation maßgeblich negativ beeinflussen können.
Erweiterung des Angebots
Kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen machen es für Handwerksbetriebe außerdem möglich, eine Erweiterung ihres Dienstleistungsangebotes vorzunehmen. So bekommen Gründer und Selbstständige im Handwerk die Chance, vielversprechende neue Märkte zu erschließen. Das Wachstum des eigenen Betriebs wird dadurch erheblich gefördert.
Verbesserte Work-Life-Balance
Es ist jedoch auch nicht zu vernachlässigen, dass die Erweiterung der eigenen Kompetenzen und des Fachwissens dazu führt, die persönliche Work-Life-Balance maßgeblich zu verbessern. Bilden sich Gründer und Selbstständige im Handwerk so beispielsweise zu Möglichkeiten weiter, mit denen sie ihren administrativen Aufwand reduzieren können, schaffen sie für sich damit neue zeitliche Ressourcen. Diese können sie dann nicht nur in ihr Kerngeschäft investieren, sondern auch in ihre Freizeit – schließlich kommt auch einer guten Work-Life-Balance eine wichtige Rolle zu, um im Beruf die volle Leistung erbringen zu können.
Weiterbildung im Handwerk – Welche Möglichkeiten gibt es?
Heutzutage steht für Selbstständige und Gründer im Handwerk glücklicherweise eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten für Fort- und Weiterbildungen zur Verfügung. Einige davon erfreuen sich einer besonders großen Beliebtheit.
Handwerksinnungen und -kammern
Die deutschen Handwerksinnungen und Handwerkskammern bieten regelmäßig Kurse und Schulungen an, die perfekt an die Bedürfnisse von Handwerksbetrieben angepasst sind. Ein tolles Beispiel für stellt etwa die Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart dar.
Unter diesen Angeboten sind beispielsweise technische Schulungen zu finden, allerdings auch betriebswirtschaftliche Kurse, die besonders für Gründer und Selbstständige interessant sind.
Weiterbildungen Online
Geht es um Weiterbildungen im Handwerk, ist heute auch das Internet nicht zu vernachlässigen. Die innovativen Online-Angebote haben den Bereich der Weiterbildung im Handwerk maßgeblich beeinflusst. So sind zahlreiche Webinare, Online-Kurse oder Videos im World Wide Web zu finden, die sogar ganz bequem vom heimischen Sofa aus absolviert werden können.
Fachkongresse und Messen
Zudem ist es für Gründer und Selbstständige im Handwerk zu empfehlen, regelmäßig Fachveranstaltungen und Fachmessen zu besuchen, die für die Branche von Bedeutung sind. Auf diesen lassen sich besonders gut neue Technologien und Trends im Handwerk entdecken. Darüber hinaus ergeben sich auf diesen Veranstaltungen oft Möglichkeiten, mit den jeweiligen Experten direkt ins Gespräch zu kommen und die neuen Produkte vor Ort auszutesten.
Meisterausbildung
Einer der klassischen Wege für die Weiterbildung von Handwerkern besteht in der Ausbildung zum Meister. Mit dem Ablegen der Meisterprüfung werden nicht nur das eigene Wissen maßgeblich erweitert, sondern auch die bereits vorhandenen Fähigkeiten verbessert. Dadurch eröffnen sich wiederum vielversprechende neue Geschäftsmöglichkeiten.
Praktische Erfahrungen
Doch neben all den verfügbaren Wegen für Fort- und Weiterbildungen darf auch die Bedeutung der praktischen Erfahrung für Gründer und Selbstständige im Handwerk keinesfalls unterschätzt werden. So sollten sich die Handwerker stets bemühen, mit anderen erfahrenen Kollegen bei Projekten zusammenzuarbeiten, um auch selbst von deren Fachkenntnissen zu profitieren und die eigenen Fähigkeiten immer wieder auszubauen.
Die Zukunft der Fortbildungen im Handwerk
Es lässt sich ganz klar festhalten, dass die Zukunft für die Fort- und Weiterbildung im Handwerk äußerst vielversprechend aussieht. So werden etwa durch innovative Technologien, wie der Augmented Reality, kurz AR, sowie der Virtual Reality, kurz VR, überaus effektive immersive Lernerfahrungen ermöglicht.
Darüber hinaus spielen auch zukünftig die bereits erwähnten Online-Angebote für Weiterbildungen eine entscheidende Rolle. Im Zuge der Digitalisierung gestaltet sich der Zugang zu den Schulungsmaterialien und Kursen heute wesentlich einfacher als noch vor einigen Jahren.
Die deutschen Handwerkskammern und -innungen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, diese Angebote kontinuierlich zu erweitern und zu optimieren. Gründer und Selbstständige im Handwerk können sich demnach darauf einstellen, dass spannende und vielversprechende Fort- und Weiterbildungskurse für sie in Zukunft noch einfacher zugänglich sein werden. Zudem wird dank der neuen Technologien der Lerneffekt stetig höher ausfallen.
Wie lassen sich Erfolge durch gezielte Weiterbildung erzielen?
Um zu verdeutlichen, welche große Bedeutung von einer kontinuierlichen Weiterbildung im Handwerk ausgeht, können einige Beispiele angeführt werden.
Das Erste davon besteht in einem Tischlermeister, der in seinem Metier bereits seit vielen Jahren tätig ist. Im Laufe der Zeit erkannte dieser jedoch, dass sich die Ansprüche der Kunden in dem Bereich der maßgefertigten Innenausstattungen und Möbel veränderten. So nutzte der Tischlermeister eine Weiterbildung, um sich der veränderten Nachfrage anzupassen. Durch das Belegen von Kursen im CAD-Design und innovativen Fertigungstechniken konnte er seinen geschäftlichen Erfolg maßgeblich optimieren – schließlich war er nun in der Lage, seinen Kunden überaus hochwertige und individuell gestaltete Einrichtungsgegenstände anzubieten. Nicht nur die Kunden erhielten so durch die Weiterbildung einen spürbaren Mehrwert, sondern es wurde zudem ein großer Wettbewerbsvorteil geschaffen.
Es lässt sich daneben auch ein anschauliches Beispiel finden, inwiefern Elektriker von den modernen Weiterbildungsangeboten profitieren können. Ein Elektriker, der seinen eigenen kleinen Betrieb führt, erkannte zu einem gewissen Zeitpunkt die große Nachfrage nach erneuerbaren Energien. So traf er die Entscheidung, seinen Geschäftsbetrieb auf die Solarenergie zu spezialisieren. Dafür absolvierte er einige passende Fortbildungen und nahm an Zertifizierungsprogrammen teil. Auf diese Weise etablierte er sich auf dem Gebiet der Solarenergie als angesehener Experte. Dies zeigte sich wiederum auch in seinem geschäftlichen Erfolg – sein Unternehmen erlebte ein großes Wachstum, denn umweltfreundliche Energielösungen sind in den heutigen Zeiten der Klimakrise von immenser Bedeutung. Darüber hinaus bedeutet die Weiterbildung nicht nur in finanzieller Hinsicht Vorteile für den Elektriker: Er leistet zudem mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Daneben ergeben sich durch Fort- und Weiterbildungen auch für Bauunternehmer immense Vorteile. Spezialisiert sich ein Bauunternehmer so etwa auf Sanierungsarbeiten an historischen Gebäuden, kann dies den geschäftlichen Erfolg maßgeblich verbessern. Heute steigt die Nachfrage nach energieeffizienten Sanierungen kontinuierlich an – passend dazu zeigen sich etwa Fortbildungen für Handwerker in den Bereichen Denkmalschutz und Nachhaltigkeit. Zukünftig kann der Bauunternehmer so Aufträge und Ausschreibungen für sich gewinnen, die sich nicht nur finanziell als überaus lukrativ zeigen, sondern ebenfalls zu der Erhaltung von wertvollem kulturellem Erbe beitragen.
Wie lassen sich Fort- und Weiterbildungen finanzieren?
Doch auch, wenn die Bedeutung der kontinuierlichen Fortbildung im Handwerk unbestritten ist, stellt sich natürlich auch die Frage der Finanzierung. Es stehen hier jedoch unterschiedliche Optionen für Gründer und Selbstständige im Handwerk zur Verfügung.
Einige Innungen, Handwerkskammern und regionale Wirtschaftsförderungsstellen bieten für die Fort- und Weiterbildungen finanzielle Unterstützung an. Diese bestehen zum Beispiel in Zuschüssen für die Fahrtkosten, die Prüfungsgebühren oder die Kosten für den Kurs selbst. Daher gilt es, sich bei den lokalen Stellen immer wieder nach aktuellen Förderungsmöglichkeiten zu erkundigen.
Handwerker sollten sich zudem auch näher über die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung informieren. Für berufliche Weiterbildungen bietet diese eine hilfreiche finanzielle Unterstützung, denn der Staat übernimmt in einigen Fällen sogar 50 Prozent der Gesamtkosten. So lassen sich hochwertige Weiterbildungsangebote absolvieren – und das zu überaus erschwinglichen Preisen.
Gründer und Selbstständige können die Kosten, die für ihre berufliche Weiterbildung anfallen, in der Regel auch steuerlich geltend machen. Auch damit lässt sich die finanzielle Belastung, die zweifelsfrei durch die stetigen Fort- und Weiterbildungen entstehen, effektiv reduzieren. Dafür sollte nicht auf die Unterstützung eines kompetenten Steuerberaters verzichtet werden, der genau weiß, wie die steuerlichen Vorteile bestmöglich ausgeschöpft werden können.
Darüber hinaus stehen einige Stipendien und Bildungskredite für Handwerker zur Verfügung, die eine große Hilfe dabei darstellen können, um die Weiterbildungen zu finanzieren. Diese reichen von staatlichen Bildungsdarlehen bis hin zu Stipendien von unabhängigen Organisationen und Stiftungen. Auch hier ist eine umfassende Recherche hinsichtlich der verfügbaren Optionen sinnvoll.
Dennoch: Selbstständige und Gründer im Handwerk sollten natürlich auch nicht die Variante außer Acht lassen, ihr eigenes Kapital in ihre Weiterbildung zu investieren. Langfristig zahlen sich die Kosten für die absolvierten Schulungen und erworbenen Zertifikate schließlich in hohem Maße aus – sowohl aufgrund des entscheidenden Wettbewerbsvorteils als auch der gesteigerten Kundenzufriedenheit.
Grundsätzlich sollte im Hinblick auf die Finanzierung der Weiterbildungen nicht auf eine sorgfältige Recherche und Planung verzichtet werden. Dabei lassen sich die zur Verfügung stehenden Optionen genauestens erkunden und gegeneinander abwägen.
In den eigenen Erfolg investieren
Die heutige Welt befindet sich in einem ständigen Wandel, was die Weiterbildung für Gründer und Selbstständige im Handwerk zu einer unverzichtbaren Aufgabe macht. Durch diese erhalten sie die Möglichkeit, ihren Erfolg in der Branche stetig auszubauen, eindeutige Abgrenzungen von Wettbewerbern vorzunehmen und den Kunden innovative Lösungen anzubieten. Neue Technologien und Angebote werden zudem auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich die Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk als überaus spannend zeigen.
Natürlich liegt es letztendlich jedoch bei jedem Handwerker selbst, die Chancen, welche das heutige Fort- und Weiterbildungsangebot bietet, für sich zu erkennen und zu nutzen. Es ist dabei jedoch immer im Hinterkopf zu behalten, dass Investitionen, welche in die eigene Bildung vorgenommen werden, Investitionen in den zukünftigen ökonomischen Erfolg, die Zufriedenheit der Kunden und die Zukunft der Branche bedeuten.
Rasante Veränderungen im Handwerk: Die kontinuierliche Weiterbildung als Schlüsselfaktor
Zusammenfassend kann demnach nicht ausreichend betont werden, welche große Bedeutung von der Weiterbildung besonders für die Branche des Handwerks ausgeht. Selbstständige und Gründer erhalten durch Fort- und Weiterbildungen die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, ihre Fähigkeiten und Fachkenntnisse auszubauen sowie innovative Lösungen für ihre Kunden anzubieten.
Geht es darum, die Herausforderungen zu bewältigen, die sich durch die rasanten Veränderungen im Handwerk ergeben, nimmt die Weiterbildung eine Schlüsselrolle ein. Gründer und Selbstständige sollten deswegen keinesfalls davor zurückschrecken, in ihre eigene Zukunft zu investieren und die Herausforderungen dankend annehmen. So erhalten sie die einzigartige Möglichkeit, die Welt des Handwerks in Zukunft maßgeblich mitzugestalten.