Ohne Heizung geht vor allem im Winter nichts. Umso größer ist der Ärger, wenn die Heizung während der Wintermonate an Wasser verliert. Meist finden sich kaputte Rohre gerade im Altbau. Denn Korrosion hat den Leitungen über die Jahre zugesetzt. Da die Sanierung der Heizungsrohre aber durchaus aufwendig sein kann, sollte die Arbeit, wenn möglich, nicht während der Heizperiode ausgeführt werden.
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Bild: pexels / Ksenia Chernaya „Erste Hilfe“ bei einem Heizungsleck: So wird das Problem notdürftig gelöst
Wenn ein Heizungsrohr tropft, ist schnelles Handeln gefragt. Denn unter Umständen wird das Loch durch den Druck in den Rohren schnell größer und es kann zu einem Wasserschaden in den eigenen vier Wänden kommen. Auch die Heizungsanlage selbst kann Schäden nehmen, wenn sie trocken läuft. Vor allem die Umwälzpumpe verträgt das in der Regel gar nicht. „Erste Hilfe“ können Sie ganz einfach mit einem Flex-Dichtband leisten. Dieses wird einfach um das Leck gewickelt und hält dann auch einmal eine ganze Weile. Natürlich lassen sich so nur kleine Lecks abdichten. Größere Schäden können fürs Erste auch mit einem Stück Gummi und einer Schelle abgedichtet werden. Voraussetzung dafür: Sie müssen freien Zugang zum Leck haben. Denn vor allem in neueren Gebäuden werden die Heizungsrohre aus optischen Gründen gerne als Unterputz-Variante verlegt. Wenn es sich um ein modernes Mehrschichtverbundrohr handelt, ist auch der Tausch in Eigenregie möglich. Dazu wird der betroffene Bereich mit dem Leck einfach abgeschnitten. Das neue Rohr kann dann mit einem Pressfitting direkt an das bestehende Leitungssystem angeschlossen werden.
Umfassende Sanierung lieber vom Fachmann vornehmen lassen
Wenn die Heizungsrohre allgemein in einem schlechten Zustand sind, sollten Sie immer einen Fachmann zurate ziehen. Denn der Austausch der Rohre kann sich durchaus als aufwendig gestalten. Vorbereitende Stemmarbeiten können Sie gegebenenfalls aber auch selbst durchführen. Dadurch sinken die Kosten und das Sanierungsprojekt lässt sich auch mit einem kleineren Geldbeutel umsetzen. Liegen die Heizungsrohre im Altbau frei, können Sie sich auch selbst an den Tausch wagen. Dafür braucht es aber handwerkliches Know-how und Grundwissen im Sanitärbereich. Zudem müssen die Rohre in ihrem Durchmesser an die bestehende Heizungsanlage angepasst werden. Als kompletter Laie kommt man hier oft nicht weit.
Heizungsrohre am besten mit anderen Sanierungsarbeiten kombinieren
Im Altbau ist der Tausch der Heizungsrohre früher oder später zwingend notwendig. Denn vor allem die Verbindungsstellen können nach 60 Jahren oder mehr zur Schwachstelle werden. Dabei bietet sich die Sanierung vor allem dann an, wenn Sie ohnehin bereits weitere Renovierungsmaßnahmen planen. Denn oftmals ist nicht ganz klar, wo die alten Rohre unter dem Estrich verlaufen. Die Stemmarbeiten verursachen dann nicht nur viel Schmutz, sondern beschädigen natürlich auch den Boden oder die Wände. Wenn eine Kernsanierung angedacht ist, sollten Sie also im Zweifelsfall auch direkt die alten Heizungsrohre tauschen lassen.