Aquatherm 2004 Wien – Interview mit Messeleiter Ing. Wolfgang Ambrosch. Herr Ing. Ambrosch, in der Vergangenheit gab es Diskussionen über den idealen Zeitpunkt der Aquatherm. Ist das nun geklärt? Wolfgang Ambrosch: Den Jännertermin haben wir mit Hilfe von Marktstudien, Analysen, Einzelgesprächen und Gesprächen mit Interessensvertretungen ermittelt. Für a der Branche gewünscht wird, diskutieren, wir hören uns jede Meinung an und führen bereits jetzt Gespräche über die Zukunft der Aquatherm.
Beim neuen Wiener Messegelände herrscht im Moment noch Baustelle. Wird alles rechtzeitig fertig oder müssen Besucher und Aussteller mit Baulärm und Bauschutt rechnen? Wolfgang Ambrosch: Die Aquatherm 2004 ist die 1. Fachmesse, die das neue Messegelände eröffnen wird. Es wird sicher alles fertig und wir erwarten keinerlei Beeinträchtigungen des Messebetriebs. Alles ist neu und meine Erwartungen sind bereits heute bei weitem übertroffen. Die neuen Hallen hat Reed bereits übernommen und die feierliche Eröffnung findet am 14.1.2004 statt.
Es war früher oft vom schlechten Service und alter Infrastruktur zuhören: keine Teppiche, schlafende Ordner, Matsch auf den Parkplätzen und überlastete Datenleitungen. Wie gedenken Sie das 2004 zu vermeiden?
Wolfgang Ambrosch: Mit dem Einstieg von Reed wurde bereits vieles verbessert. Das Personal wird von uns bestens geschult, die Telekommunikationseinrichtungen sind auf dem neuesten Stand der Technik. Bei der Aquatherm 2004 stehen über 4.000 überdachte Parkplätze zur Verfügung, und man wird trocken Fußes von einer Halle zur anderen Halle gehen können.
Wie wollen Sie Besucher aus den neuen EU-Beitrittsländern zur Aquatherm locken, wenn es so viele Konkurrenzveranstaltungen vor Ort gibt?
Wolfgang Ambrosch: Die in den letzten Jahren entstandenen Verbindungen mit dem Osten Europas wurden intensiv genutzt, um mit Branchenverbänden und Interessensvertretungen Kontakte herzustellen. Auf der Aquatherm 2004 wird eine Kontaktbörse die Beziehungen zwischen Ost und West vertiefen. Dabei muss niemand Angst vor Verständnisproblemen haben: Wir stellen Dolmetscher zur Verfügung und unterstützen bei der Organisation von Gesprächsterminen sowie bei der Anbahnung von Partnerschaften.
Hat eine Branchenmesse heutzutage überhaupt noch eine Zukunft?
Wolfgang Ambrosch: Informationen über das Internet einzuholen ist zwar ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens geworden, ein elektronisches Gespräch kann ein persönliches jedoch nicht ersetzen. Das kostengünstige Instrument Messe hat mehr den je seinen Stellenwert bestätigt, da gerade bei Fachmessen der Fachmann sich über das gesamte Spektrum des technischen Angebotes informieren und vergleichen kann.
Kann sich die Aquatherm auf dem Endverbrauchermarkt positionieren?
Wolfgang Ambrosch: Die Bedürfnisse der Fachwelt werden von Publikumsmessen nicht erfüllt, da viele Produkte, die für den Fachmann sehr wichtig sind, aber für den Konsumenten keine Bedeutung haben nicht gezeigt werden. So sucht jeder Installateur eine Fachmesse, wie die Aquatherm die alle Fachbereich abdeckt. Auf der Aquatherm wird jeder Experte im Bereich der Haustechnik fündig.
Wozu gibt es die Aquatherm 2004, obwohl es doch zahlreiche Roadshows und Hausmessen gibt?
Wolfgang Ambrosch: Jede dieser Veranstaltungsform hat eine wichtige Aufgabe im Marketing. Die Aquatherm erfüllt die Anforderung der Aussteller nach einem breitgestreuten Fachpublikum. Zu uns kommen nicht nur Entscheider sondern auch viele Monteure.
Oft hört man, dass die Aquatherm zuwenig innovativ ist. Stimmt das?
Wolfgang Ambrosch: Die Produkte entwickeln sich ständig weiter. Auch 10 Monate nach der ISH bringt die Industrie ständig neue Produkte und Produktverbesserungen auf den Markt.
Die Reed Messe Wien bietet auch eine Plattform für die Aquatherm. Wie bringen Sie den Ausstellern neue Kunden?
Wolfgang Ambrosch: Da der Markt sehr transparent ist, können wir und auch die Aussteller Kunden sehr genau ansprechen und informieren.
Mit einem direct mailing an über 30.000 Interessenten laden wir Fachleute zur Aquatherm ein. Die Einladungsaktion der Aussteller hat die Aufgabe die Fachleute auf die jeweiligen Produkte und Neuheiten aufmerksam zu machen. Wir unterstützen die Aussteller mit Einladungskarten und Gutscheinen.
Schaffen Sie 2004 einen umfassenden Branchenüberblick?
Wolfgang Ambrosch: Die vergangenen Jahre zeigten manche Unternehmen, dass sich Absonderungen oder parallele Veranstaltungen nicht lohnen. Langfristig gesehen, kommen alle gerne wieder zur Aquatherm zurück. Key-Player der Heizungs- und Sanitärbranche wie Vaillant, Junkers, Eder, Wolf, Geberit, Palme, Hansa, BWT, Vogel und Grundfos bestätigen seit langem unseren Weg.
Die Aquatherm ist als ostlastig verschrien. Wie wollen Sie Besucher und Aussteller aus den westlichen Bundesländern anziehen?
Wolfgang Ambrosch: Wir bieten ein umfassendes Reiseservice an. In unserem Messeteam können sich Kunden bei Fr. Ute Schörgendorfer (Tel. : +43(0)1/72720/350) über günstige Tarife für Bahn- und Busfahrten oder Flugverbinden informieren. Wir helfen auch gerne und organisieren Bus-Shuttles für Firmenreisen, und informieren und organisieren auch Abendvergnügen.