BIM ist nicht nur eine Bau- und Planungsmethode, sondern vor allem ein Kooperationsansatz. Oft genug haben in der Praxis nichtkompatible Daten, nicht integrierte Subunternehmen und eine generelle Einzelkämpfermentalität dazu geführt, dass die Akteure eher nebeneinander her als miteinander in BIM zusammenarbeiten. Wie steht es im Jahr 2025 um die Zusammenarbeit in der BIM-Praxis?
Ergebnisse der Studie BIM-Monitor zeigen: Vor allem Ingenieurs- und Architekturbüros sind federführend bei der Einführung von BIM und der Koordination von BIM in Projekten. Die Rolle der Verarbeiter, aber auch der Bauherren fällt verhaltener aus, wenn man einmal von der öffentlichen Hand absieht.
Die intensivste Zusammenarbeit in BIM findet bei Architekturbüros mit Fachplanern wie Ingenieursbüros statt. Die Installationsgewerke spielen bei der Zusammenarbeit mit der Verarbeiterseite eine kleine, aber etwas größere Rolle als Bauunternehmen bzw. die klassischen Rohbau- und Ausbaugewerke.

Die Architekturbüros tauschen mit ihren Partnern (die ja überwiegend ebenfalls von der Planungsseite kommen) hauptsächlich 3D- und 2D-Entwürfe über die BIM-Plattform aus. Auch Teil- und Komplettmodelle spielen eine Rolle. Dazu passt, dass sich der BIM-Einsatz in der Praxis häufig auf kollaborative, föderative 3D-Modelle mit begrenzter Integration beschränkt.
Verarbeiterseite: nicht ohne meine Planer
Die wichtigste Zusammenarbeit in BIM für die Bauunternehmen erfolgt mit den Architektur- und Planerfirmen – wenig verwunderlich, da sie zugleich von den meisten Verarbeiterprofis auch als zuständige Instanz für die Pflege der Daten im Modell betrachtet werden. Aber auch Austausch innerhalb der Firma und mit Behörden und anderen Unternehmen im Projekt erfolgt zunehmend in BIM
Dennoch wird laut den BIM-erfahrenen Bauunternehmen am Ende der BIM-Projekte in zwei von drei Fällen das BIM-Modell offiziell an den Gebäudeeigentümer übergeben. Die Gebäudearten, in denen BIM überwiegend verortet wird, stammen überraschenderweise in großen Teilen aus dem Wohnungsbau. Bei den Nichtwohnbauten führen öffentliche und kommunale Gebäude, was die Vorreiterrolle der öffentlichen Hand nochmals betont.
Über die Untersuchung
Die Bekanntheit, Einstellung zu und Nutzung von Building Information Modeling (BIM) bei insgesamt 500 Architekturbüros, Bauunternehmen, Elektro- sowie SHK-Installationsfirmen werden im BIM Monitor 2025 durch repräsentative Umfrageergebnisse aus telefonischen Interviews in Deutschland dargelegt. Auf einer breiten Datenbasis enthält der Bericht ausführliche Informationen zum Stand und Potenzial der BIM-Marktduchdringung in der Baubranche:
- BIM – Verbreitung, Nutzung und Prognosen
- BIM – Chancen und Hindernisse
- BIM – Initiatoren & Einsatz
- BIM – Software und LOD-Grade
- BIM – Zusammenarbeit mit Herstellern
- BIM – Trends und Einstellungen
Der aktuelle BIM Monitor 2025 von BauInfoConsult zum deutschen Markt kann für 1.250 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden. Dort erhalten Interessierte auch Informationen über ausführliche Studien zum europäischen Markt zum Thema BIM.