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News vom 21.07.2026

Leistung verbessert, Effizienz verdoppelt

50 Jahre Wärmepumpe: vom Nischenprodukt zur effizienten Schlüsseltechnologie

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Stiebel Eltron war seiner Zeit voraus. Eine historische Preisliste aus dem Jahr 1976 belegt, dass das Unternehmen schon damals Luft-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen angeboten hat. Bis zu 20 Kilowatt Leistung boten die damaligen Geräte. „Die Wärmepumpe hat also vor 50 Jahren schon ordentlich Heizleistung geliefert“, sagt Burkhard Max, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft von Stiebel Eltron.

Preisliste für Stiebel Eltron-Wärmepumpen aus dem Jahr 1976: Bereits damals erreichten die Geräte Heizleistungen auf heutigem Niveau.
Preisliste für Stiebel Eltron-Wärmepumpen aus dem Jahr 1976: Bereits damals erreichten die Geräte Heizleistungen auf heutigem Niveau.
Eine der ersten Wärmepumpen von Stiebel Eltron aus den 1970er-Jahren – leistungsstark schon damals, heute deutlich effizienter.“
Eine der ersten Wärmepumpen von Stiebel Eltron aus den 1970er-Jahren – leistungsstark schon damals, heute deutlich effizienter.“
Raus mit der alten Gasheizung, rein in die Zukunft: Beim Heizungstausch ersetzt eine moderne Stiebel Eltron-Wärmepumpe fossile Technik – effizient, leise und klimafreundlich.<br />Bilder: Stiebel Eltron
Raus mit der alten Gasheizung, rein in die Zukunft: Beim Heizungstausch ersetzt eine moderne Stiebel Eltron-Wärmepumpe fossile Technik – effizient, leise und klimafreundlich.
Bilder: Stiebel Eltron

„Klar ist aber: Der Unterschied zu den heutigen Geräten ist riesig – die aktuellen Maschinen sind unter anderem leistungsstärker, kleiner, leiser – und vor allem viel effizienter.“

Die historische Technik wirkt aus heutiger Sicht schon fast nostalgisch, weiß der Experte: „Es handelte sich bei den Luft-Wasser-Wärmepumpen damals um Kältemittel-Split-Anlagen, das Außenteil bestand also nur aus dem Lüfter und dem Verdampfer. Heute ist im Außenteil, das sogar kleiner ist, die gesamte Wärmepentechnik untergebracht – also zusätzlich der Verdichter, der Verflüssiger sowie die notwendigen hydraulischen und vor allem elektronischen Bestandteile“, so Max. „Außerdem waren es natürlich einfache On-Off-Geräte – es hieß also schlicht: an oder aus. Dank intelligenter Inverter-Technologie passt die Wärmepumpe heute ihre Leistung flexibel an den tatsächlichen Bedarf an – das sorgt für konstant komfortable Wärme im Haus und gleichzeitig deutlich weniger Energieverbrauch. Kurz gesagt: Die Wärmepumpe ist erwachsen geworden – und hat dabei nichts von ihrer Stärke verloren.“

Der Blick in die 50 Jahre alte Preisliste zeigt einen weiteren Technikvorsprung: die maximal mögliche Vorlauftemperatur. „Damals schafften die Maschinen bis zu 60 Grad Celsius“, sagt Max. „Aktuelle Modelle, etwa aus der WPL-A-Serie von Stiebel Eltron, erreichen im reinen Wärmepumpenbetrieb bis zu 75 Grad Celsius. Während die Wärmepumpen der 70er- und 80er-Jahre aus einer Kilowattstunde Strom gut zwei Kilowattstunden Wärme erzeugen konnten, sind die Geräte heute gut doppelt so effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt eine moderne Wärmepumpe vier bis fünf Kilowattstunden Heizleistung.“

Vom Nischenprodukt zur Markttechnologie

Eine Wärmepumpe 1976 in einer deutschen Haustechnik-Preisliste zu finden, war eine Seltenheit, sagt Max. „Vor 50 Jahren dominierten Gas- und Ölheizungen den Markt; Wärmepumpen waren ein Nischenprodukt.“ Zwar nahm bereits 1938 die erste Wärmepumpe im Züricher Rathaus ihren Betrieb auf und lief dort mehr als 60 Jahre lang. Doch bis zur breiteren Marktreife sollte es noch Jahrzehnte dauern.

Ein wichtiger Impuls folgte 1973: Eher zufällig hörte Stiebel Eltron-Ingenieur Hans-Jürgen Kohnke, damals Leiter der Konstruktionsabteilung des Unternehmens, bei einer Veranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure einen Vortrag über Wärmepumpen. Zu diesem Zeitpunkt galt Stiebel Eltron mit rund 50-jähriger Erfahrung zwar als Experte für elektrische Warmwasserbereitung und war mit seinen Nachtspeicherheizungen auch schon im Heizungsbereich aktiv – Wärmepumpen waren aber nicht Teil des Portfolios. Drei Jahre Entwicklungsarbeit später fand sich die erste eigene Wärmepumpe in der jährlichen Preisliste wieder. „Die ersten Wärmepumpen waren noch keine Verkaufsschlager – die Technik war zu unbekannt und sicherlich auch noch ausbaufähig“, sagt Max. „Trotzdem haben wir konsequent an sie geglaubt, sie weiterentwickelt und aus Erfahrungen gelernt. Heute – 50 Jahre später – können wir deshalb stolz ein Portfolio präsentieren, das für nahezu jede Gebäudevariante die passende Wärmepumpen-Lösung bietet.“

Technologischer Sprung bei Effizienz und Umweltfreundlichkeit

Allein die neue Luft-Wasser-Wärmepumpenserie WPL-A von Stiebel Eltron deckt heute auf einer Plattform ein breites Leistungsspektrum von fünf bis 17 kW ab. Ein wesentliches Element der neuen Gerätegeneration ist der Einsatz des natürlichen Kältemittels R290 (Propan), das für hohe Effizienz sorgt – auch bei niedrigen Außentemperaturen und im Bestand. „Doch das ist nicht der einzige Unterschied zu unseren ersten Modellen: Die Geräte sind deutlich kompakter, arbeiten deutlich leiser, lassen sich schneller installieren und sind insgesamt wesentlich umweltfreundlicher“, sagt Max.

Die Entwicklung zeigt: Was einst als Nischenlösung begann, ist heute eine zentrale Technologie der Energiewende. Die Entwicklung der Wärmepumpe zeigt eindrucksvoll, wie konsequente Innovationsarbeit über Jahrzehnte hinweg zu nachhaltigem Fortschritt führt. „Wir haben gelernt, optimiert und weitergedacht“, resümiert Max. „Und wir sind überzeugt, dass Wärmepumpen in Zukunft die entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Wärmeversorgung spielen werden.“
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