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News vom 16.03.2006

Nummernverwirrspiel des Großhandels muss ein Ende haben

Das SHK Handwerk fordert einheitliche und eindeutige Artikelnummer vom Großhandel. Hierfür startet der Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) eine EAN-Aufklärungsoffensive.

Die EAN (Europäische Artikelnummer) ist eine weltweit eindeutige, überschneidungsfreie Identifikationsnummer
Die EAN (Europäische Artikelnummer) ist eine weltweit eindeutige, überschneidungsfreie Identifikationsnummer
Aus dem europäischen Warenverkehr ist sie nicht mehr wegzudenken: die EAN, die Europäische Artikelnummer. Der Strichcode mit der eindeutigen Identifikationsnummer kennzeichnet Produkte in ihrer spezifischen Ausführung – in Farbe, Größe oder Verpackungseinheit. Sie findet sich auf fast allen Artikeln und Produkten, die frei gehandelt werden. Die Verwendung dieses Strichcodes ist bereits vom Bezahlen an der Supermarktkasse bekannt. Nach dem Einscannen des Artikelbarcodes erscheint die Preisinformation.

Eine unrühmliche Ausnahme bei Anwendung und Nutzung des EAN-Codes in Deutschland bildet aus Sicht des SHK-Handwerks der SHK-Großhandel. “Wir haben schon im Herbst letzten Jahres bei einer Branchenumfrage festgestellt, dass der Großhandel die von den meisten Herstellern übermittelten EAN-Nummern für die einzelnen Produkte nicht an das Handwerk weitergibt. Geändert hat sich daran bis heute leider nichts“ sagt Bruno Schliefke, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED).

Der Großhandel ersetze weiterhin in den meisten Fällen die EAN-Codierung durch eine eigene Bestellnummer und durch einen eigenen Strichcode. Dies erschwere dem einzelnen Handwerker insbesondere die elektronische Auftragsbearbeitung. Bei genereller Nutzung der EAN und auf Basis des gängigen Datenaustauschformates GAEB 2000 sei es möglich, Preisanfrage, Preisangebot, Bestellung und Auftragsbestätigung elektronisch und damit weitgehend automatisiert durchzuführen.

„Die unterschiedlichen Artikelnummermodelle des SHK-Großhandels führen dagegen oft zu falschen Artikelzuordnungen, bedingen Fehlbestellungen und verursachen vermeidbare Kosten“, betont Bruno Schliefke.

Damit sich dies so schnell wie möglich ändert, startet der ZVSHK/GED im Frühjahr eine Aufklärungsoffensive bei seinen Mitgliedsunternehmen. „Da der Großhandel sich in Sachen EAN bisher wenig kooperativ zeigt, setzen wir jetzt auf eine allumfassende Aufklärung unserer mittelbar angeschlossenen 30.000 Innungsbetriebe“, erläutert der Präsident die Zielsetzung des Zentralverbandes. Mit neuen Informationsmaterialien zu den Optimierungsmöglichkeiten durch den EAN-Code sollen die Fachbetriebe für das Thema sensibilisiert werden.

Eine multimediale Präsentation und ein extra entwickelter Informationsfolder stellen die Nutzungsvorteile der EAN heraus und geben den Innungsbetriebe eine Vielzahl an Argumenten für eine einheitliche EAN-Codierung in der Branche an die Hand.

„Wir erwarten, dass unsere Materialien in vielen regionalen Innungsveranstaltungen zum Einsatz kommen und unsere Fachbetriebe von den Optimierungs- und Kostenvorteilen der EAN überzeugen werden“, erklärt Bruno Schliefke. Gegenüber ihren jeweiligen Großhändlern sollen die SHK-Fachbetriebe nachdrücklich die EAN für ihre bestellten Materialien einfordern.

„Der Handel wird sich nicht dauerhaft gegen die Wünsche seiner Kunden sperren können. Je nachdrücklicher unsere Mitgliedsunternehmen die EAN fordern, desto schneller werden wir die EAN im SHK-Großhandel erreichen“, ist Schliefke optimistisch.
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