Der fortschreitende Klimawandel intensiviert nicht nur die sommerlichen Temperaturen sondern auch die Bildung von Stürmen, Überschwemmungen und Schneefällen. So sieht mancher Bauherr mit Bangen dem kommenden Winter entgegen.
Keine leichte Konstruktion bei Schnee und Eis.
Die Heizkabel wurden in Kies eingebettet.
Vor allem in den schneereichen Klimazonen, wo im Vorjahr viele Flach- und Schrägdächer unter der meterhohen Schneelast einzustürzen drohten und in Panik freigeschaufelt wurden. Doch wie kann man gegen die Gefahr, die im Winter vom Dach ausgeht, vorbeugen?
Die Industrie bietet jetzt für Flach- und Schrägdächer elektrische Abtauheizungen an, wie sie sich für Garagenauffahrten und Außentreppen bewährt haben. Die Heizschleifen werden direkt auf Flachdächern und in Dachrinnen verlegt, schmelzen Eis und Schnee ab und leiten das Wasser in die gleichfalls beheizten Fallrohre.
Bei einem Schrägdach kann zusätzlich der Bereich der unteren Ziegelreihen beheizt werden. Das genügt, um den Schnee von oben nachrutschen zu lassen und so einen stetigen Abtauprozess zu gewährleisten.
Rechtzeitig vor dem Winter wurde bei Familie Servidio im Oberpfälzischen Neumarkt auf dem Hausdach die Dachheizung der AEG Haustechnik installiert. Das Wohngebäude ist über ein Flachdach mit zwei Dachluken mit einer Gastwirtschaft und einem Lagerraum verbunden.
Frank Servidio: “Problematisch waren im letzten Jahr die schneereichen Wintermonate und damit die aufgestapelten Schneemassen auf unserem Flachdach. Durch die verwinkelte Dachkonstruktion hatten wir mit einer gefährlichen Schneebildung zu kämpfen. Nicht ganz ungefährlich war dann oft das Freischaufeln des Flachdachs. Auf einer Seite hatten wir bereits den ersten Wassereintritt, da das Schmelzwasser nicht mehr abfließen konnte. Für Abhilfe sorgt jetzt die Schrägdach-/Dachrinnenheizung der AEG Haustechnik.“
Die verwinkelte Dachkonstruktion wurde mit dem Heizkabel DIC der Marke AEG Haustechnik ausgestattet. Insgesamt wurden 40 Meter Heizkabel in den Dachrinnen und 12 Meter in zwei Regenfallrohren verlegt. Unter der ersten Dachziegelreihe wurde zusätzlich ein acht Meter langes Heizkabel angebracht, das ein Nachrutschen der Schneelast verhindert. Auf der Problemstelle, dem Flachdach inklusive mit zwei Oberlichtern, sorgt das 68 Meter lange Heizband DIC 30/L 34 für eine rasche Abtauung der Schneemassen. PE-Abstandshalter gewährleisten einen gleichbleibenden Heizleiterabstand und eine gleichmäßige Wärmeverteilung.
Zur Einbettung werden die Heizkabel mit einer dünnen Kiesschicht bedeckt. Dies verhindert ein Verrutschen der Heizleiter. Die Regelung übernimmt der AEG Eismelder EM 30. Dieser bietet den Vorteil, dass zwei Feuchte- und Temperaturfühler separat angeschlossen werden können. Dies war erforderlich, da bei diesem Objekt verschiedene Sonneneinstrahlbereiche vorliegen. So konnte auf der Nordseite und auf der Südseite je ein Fühler separat verlegt werden.
Fazit
Mit Hilfe der Heizkabel, wird in Zukunft das Freischaufeln des Flachdachs der Vergangenheit angehören. Die Unfallgefahr von herabstürzenden Schneelasten bzw. stockenden Schneemassen auf dem Flachdach wird verhindert werden. Zudem kann wirkungsvoll Bauschäden durch eindringendes Wasser vorgebeugt werden.