Um zehn nach zehn Uhr am vergangenen Freitag war es dann so weit, und gemeinsam per Knopfdruck starteten Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, Inge Stiebel, Dr. Ulrich Stiebel und Umweltminister Hans-Heinrich Sander die Produktion in der größten Wärmepumpen-Fabrikation Mitteleuropas.
Dr. Ulrich Stiebel sieht auch weiterhin große Wachstumsraten im Wärmepumpen-Markt.
Ministerpräsident Christian Wulff, Inge Stiebel, Dr. Ulrich Stiebel und Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander starteten gemeinsam per Knopfdruck die Produktion in der größten Wärmepumpen-Fertigungshalle Mitteleuropas
Ministerpräsident Christian Wulff informiert sich über Details der Wärmepumpenproduktion in der neuen Halle bei STIEBEL ELTRON.
Mit einer Investitionssumme von mehr als zehn Millionen Euro hat das Holzmindener Unternehmen STIEBEL ELTRON die größte und modernste Wärmepumpen-Fertigungshalle Mitteleuropas errichtet. Innerhalb von nur sieben Monaten entstanden bereits 6000 Quadratmeter Produktionsfläche in der ersten Baustufe. Schon während des Hallenbaus hier am Stammsitz des Unternehmens konnten 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Fertigungstakt in dieser modernsten Produktionshalle beträgt je nach Wärmepumpenmodell zwischen 20 bis 90 Minuten und bei Volllast sind etwa 70 bis 80 Mitarbeiter tätig. Zukünftig sollen in der neuen Produktionsstätte auf fünf Fertigungslinien bis zu 40.000 Wärmepumpen pro Jahr hergestellt und über die weltweite Vertriebsorganisation vermarktet werden. Etwa 70 unterschiedliche Wärmepumpen-Typen werden in Holzminden für Deutschland und die internationalen Märkten gefertigt. Und diese Zahl soll sich in den nächsten Monaten durch neue Produkte und Spezialausführungen nahezu noch verdoppeln.
Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Presse, Teilen der Belegschaft und der am Bau beteiligten Firmen nahmen Ministerpräsident Christian Wulff, Inge Stiebel, Dr. Ulrich Stiebel und Umweltminister Hans-Heinrich Sander die Produktion in der Halle 1, der Dr.- Theodor Stiebel-Halle, in Betrieb. In seiner Begrüßung zuvor hatte Firmeninhaber Dr. Ulrich Stiebel insbesondere auch den Mitarbeitern und dem Betriebsrat für die große Unterstützung mit Hilfe des Standortsicherungsvertrages gedankt. „Diesen wegweisenden Schritt in die Zukunft konnten wir nur mit Ihrer Unterstützung gehen. Und es ist der richtige Schritt – angesichts der zu erwartenden Wachstumsraten im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere im Wärmepumpensektor, bin ich mir sicher, wird auch diese Halle bald wieder zu klein sein.“
Für die Planung und den Bau der Fertigungshalle waren auch die Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz für das Unternehmen wichtig. „Wir haben auch in der Halle selbst alles getan, um Energieeinsparung und Umweltschutz umzusetzen“, so Dr. Stiebel bei der Eröffnung. Die Halle wurde in Niedrigenergiestandard errichtet, was für Bauwerke dieser Größenordnung keineswegs selbstverständlich ist. Freiwerdende Abwärme wird über eine leistungsstarke Wärmerückgewinnungs-Anlage für Heizzwecke genutzt. Allein diese Maßnahme bringt pro Jahr einige zehntausend Euro Energieeinsparung.
Christian Wulff zeigte sich in seiner Ansprache besonders beeindruckt von der positiven Geschäftsentwicklung bei STIEBEL ELTRON, einem seit Jahrzehnten niedersächsischen Unternehmen, welches durch konstante Firmenpolitik in Familienbesitz gehalten werden konnte. Für die Zukunft sieht er das Holzmindener Unternehmen mit seinem anspruchsvollen, Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprogramm gut gerüstet.