Klimagerechtes Bauen ist der Kern des sogenannten EcoCommercial Building Programms der Bayer MaterialScience AG und Partner. Ziel dieses Programms ist der Aufbau eines internationalen Standards für emissionsarme oder sogar Null-Emissions-Gebäude, da in diesem Bereich weltweit mit die größten Einsparungspotentiale von Energie und CO2 stecken. Dabei sollen die besten Materialien, Systeme und Technologien zusammengebracht werden, um im Einklang mit den klimatischen Bedingungen am jeweiligen Standort klimagerecht zu bauen. Neuer Partner dieses globalen Netzwerkes ist jetzt die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG geworden.
Stiebel-Eltron Geschäftsführer Karlheinz Reitze (links) sowie Firmeninhaber Dr. Ulrich Stiebel (Mitte)und Dr. Thomas Braig, Leiter des EcoCommercial Building-Programms, gaben in Hannover am 24.11.2010 die neue Kooperation der beiden Unternehmen bekannt.
„Wenn man Bayer nennt, denken viele zunächst einmal an Aspirin, doch Bayer HealthCare ist nur einer unserer drei Teilkonzerne , daneben gibt es noch Bayer CropScience und Bayer MaterialScience, den ich vertrete,“ erläuterte
Dr. Thomas Braig, Leiter des Programms bei Bayer MaterialScience für die Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA), zunächst einmal den Bayer-Hintergrund auf der Pressekonferenz am 24.11.2010 in Hannover über die Kooperation von Stiebel Eltron und Bayer MaterialScience .
Bayer MaterialScience
Mit einem Umsatz von rund 7,5 Mrd. Euro (2009) und etwas über 14.000 Beschäftigten weltweit, gehört Bayer MaterialScience mit zu den größten Polymer-Unternehmen der Welt, die unterschiedlichste Industriebereiche beliefern. In der Bauindustrie findet man die Rohstoffe hauptsächlich im Bereich Dämmmaterial, Scheiben, Bodenbeschichtungen aber auch in der Gebäudetechnik. Als elementaren Bestandteil der eigenen Wachstumsstrategie sieht man das Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, und hat vor allem die Reduktion der CO
2-Emissionen dabei im Blickpunkt, führte Braid im Weiteren aus. Zur Erreichung dieses Ziels verfolgt man drei gleichwertige Ansätze:
- Kontinuierliche Verbesserung der eigenen Produktionsprozesse und die Anlagentechnik, um dadurch Energie und CO2-Emissionen einzusparen. Inzwischen gibt es sogar auch Versuche CO2 als Rohstoff für Kunststoffe zu nutzen.
- Die Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Lösungen, die zum Klimaschutz beitragen. Als Beispiel kann man hier den Hochleistungsdämmstoff Polyurethan sehen. Als ein weiterer Beitrag zu diesem Ansatz gehört das „EcoCommercial-Building-Program“.
- Die gezielte Unterstützung von Forschungsprojekten zum Klimawandel und Klimaschutz.
“EcoCommercial Building-Program”
Im November 2009 hatte Bayer bekannt gegeben, dass man sein Nachhaltigkeits-Engagement deutlich verstärken wolle. Daraus entstand das sogenannte “EcoCommercial Building-Program”, denn das Thema Klimaschutz und die Reduktion von CO
2-Emissionen führte recht schnell zu den Gebäuden, da sie weltweit 40 Prozent des Energiebedarfs verbrauchen und damit 30 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verursachen. „Da macht es wirtschaftlich gesehen sehr viel Sinn auf den Betrieb von Gebäuden zu sehen“, macht Braig deutlich. „ Betrachtet man den Lebenszyklus eines Gebäudes machen die Unterhalts- und Energiekosten rund 80 Prozent der Lebenszykluskosten aus. Das bedeutet, dass es zahlreiche Möglichkeiten zum Klimaschutz bei gleichzeitiger Generierung von Umsatz gibt. Umweltgerechtes Bauen bringt auch wirtschaftlichen Nutzen“, so Braig weiter.
Aus diesen Erkenntnissen ist unter anderem das „EcoCommercial-Building-Program“ entstanden. Es hat zum Ziel, Entscheidungsträgern und Investoren zu einem möglichst frühen Planungsstadium energieoptimierte und nachhaltige Gebäudelösungen und maßgeschneiderte Produkte anzubieten, die auf der Fachkompetenz von Bayer MaterialScience und dem inzwischen weltweit aufgebauten Partnerschaftsnetzwerk basieren. Seit der Gründung ist das Partner-Netzwerk weltweit auf 22 Mitglieder angewachsen. Zu diesen Partnern gehört nun auch das Holzmindener Familienunternehmen Stiebel Eltron.
Stiebel Eltron
Das Konzept des „EcoCommercial-Building-Program“ steht für modernste Materialien, Lösungen, Systeme und Technologien im Bereich nachhaltiges Bauen , da verwundert es nicht, sich ein Unternehmen wie Stiebel Eltron mit an Board dieses weltweiten Expertennetzwerks zu holen. Stiebel Eltron verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Erneuerbaren Energien wie bspw. die Solar- und Wärmepumpentechnik. Die Holzmindener ergänzen das umfassende Angebot der Partner um seine bewährte Anlagentechnik für Warmwasser und Raumheizung, Klima- und Lüftungstechnik und Erneuerbaren Energien. Und hinzu kommt noch die Planungskompetenz aus dem Hause Stiebel Eltron, die besonders für das „EcoCommercial-Building-Program“ interessant ist, da die Mitwirkung und Beratung in der frühen Planungsphase von Bauprojekten von großer Bedeutung für ganzheitliche Lösungen und nachhaltiges Bauen ist.
Diese Betrachtung gilt bei Stiebel Eltron schon lange. „Diese Mitgliedschaft im ECB-Programm ist letztendlich eine konsequente Fortführung unserer Arbeit und unseres Verständnisses. Denn wir als Markt- und Technologieführer betrachten das Bauen schon seit langem als ganzheitlich und sind weg von Einzelbetrachtungen. Einzelbetrachtungen heißt, dass man nur die reine Gebäudetechnik sieht. Wenn wir aber Investoren überzeugen wollen, dann geht das nur mit ganzheitlichen Lösungen, denn nur damit lässt sich auch der Komfort sichern und die gewünschten Verbrauchswerte auch wirklich erreichen“, erläutert Karlheinz Reitze, Geschäftsführer von Stiebel Eltron.
Weitere Informationen zum „EcoCommercial-Building-Program“ finden sich
hier im Internet.