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SzeneNews vom 04.04.2014

Die schwebenden Riesen von Heidenau

Heike Sabel berichtet in der Sächsischen Zeitung über die Neuerungen beim Spezialbehälterbau bei Dehoust.

Blick in die alte Fertigungshalle mit Lagerbehältern und Pufferspeichern.
Blick in die alte Fertigungshalle mit Lagerbehältern und Pufferspeichern.
Anlagenmechanikermeister Falko Terlecki dirigiert per Fernbedienung den Kran, der den großen Behälter auf den Lkw bugsiert. Dank erweiterter Halle ist jetzt noch mehr Platz für noch mehr Behälter, die damit schneller ausgeliefert werden können. Bilder: Steffen Unger
Anlagenmechanikermeister Falko Terlecki dirigiert per Fernbedienung den Kran, der den großen Behälter auf den Lkw bugsiert. Dank erweiterter Halle ist jetzt noch mehr Platz für noch mehr Behälter, die damit schneller ausgeliefert werden können. Bilder: Steffen Unger
Behälter über Behälter: Kleine und große, helle und dunkle, für Heizöl, Kraftstoff, zum Kalt- und Warmhalten, unterirdisch oder überirdisch verbaubar, für Großkunden und Einzelhändler. Und weil die immer mehr und immer größere Behälter bestellen, hat Dehoust in Heidenau jetzt an die bestehende Werkhalle angebaut.

Betriebsleiter Ronny Landgraf freut sich über mehr Produktionsfläche, vor allem weil jetzt auch ein 30- Tonnen-Kran dort arbeiten kann. Mehr Platz bedeutet mehr Kapazität. Damit können noch mehr Behälter gleichzeitig produziert und verladen werden. Zwischen 350 und 400 Spezialbehälter im Jahr, also im Durchschnitt einer täglich, verlassen den Heidenauer Betrieb. Hinten in der Halle lagern die Stahlbleche, aus denen die einzelnen Teile für die Behälter, Schüsse genannt, gewalzt werden. Diese werden zum Rohling zusammengefügt und mit An- und Einbauten vervollständigt. Je nach Auftrag, geht es danach zum Strahlen und Lackieren. Wünscht der Kunde es, erhalten die Behälter eine hochwertige Isolierung.

Der 60-Kubikmeter-Wärmespeicher zum Beispiel hat eine Leiter, damit man zur Bedienung der Armaturen oder zur Wartung hochsteigen kann. Groß und mächtig steht der fast fertige Behälter in der Halle. Dahinter ein noch größerer. 80 Kubikmeter fasst er, in ihm wird Bitumen für den Straßenbau gelagert. Dagegen wirkt der 20-Kubikmeter-Heizölbehälter direkt klein. Dafür ist der schon lackiert.

Die Behälter für Heizöl fassen zwischen drei und 100 Kubikmeter, die für Kraftstoff ebenfalls bis zu 100 Kubikmeter. Während 2012 noch viele kleinere Behälter verkauft wurden, waren voriges Jahr mehr größere gefragt. Einer der größten bisher in Heidenau hergestellten Behälter fasst 150 Kubikmeter und musste nur bis Dohna in die Fluorchemie GmbH gefahren werden. Vom Blech zum fertigen Behälter dauert es im Schnelldurchlauf zwei Wochen, sagt Ronny Landgraf. Natürlich ist das immer abhängig von den Wünschen des Auftraggebers. Von wegen, ein Behälter sieht - mal abgesehen von der Größe - aus wie der andere. Bei dem 60 Kubikmeter fassenden Wärmespeicher ist die Isolierung zum Beispiel zwanzig Zentimeter dick. Aus einem Standardsortiment werden die Behälter je nach Kundenwunsch projektiert, sagt Landgraf. Wichtig ist, dass auch die nicht genormten Größen sicher sind. Wenn es sein muss, auch für Erdbebengebiete.

Transport mit Polizei-Begleitung

Im Prinzip kann das Dehoust-Unternehmen mit dem Stammwerk in Leimen, einem Werk in Eitorf, dem Stahlwerk Nienburg und dem Standort Heidenau ein Haus mit den wichtigsten Behältern ausstatten - für Sanitäranlage und Heizung, nur der Mülleimer zählt nicht dazu. Heidenau ist für die Stahlbehälter zuständig.

In Heidenau arbeiten etwa 40 Leute, vorwiegend Schweißer und Monteure. Vorwiegend im Einschichtsystem, mehrmals im Jahr aber auch in zwei Schichten. Dieses Jahr hat Dehoust zum ersten Mal keine Lehrlinge, nachdem die letzten zwei im Januar ausgelernt haben und übernommen wurden. "Wir sind für das nächste Ausbildungsjahr wieder auf der Suche", sagt Ronny Landgraf. Ausgebildet werden die jungen Leute als Anlagenbauer, eingesetzt in der Regel als Schweißer.

Dehoust entstand im ehemaligen Rohrleitungsbau auf der Dürerstraße, direkt an der Bundesstraße. Nach der Wende wurde daraus die RCE Sachsen GmbH, die 1992 von Dehoust übernommen wurde. Ilse und Herbert Dehoust hatten das Unternehmen 1958 in Leimen gegründet.

Wenn wieder ein Behälter fertig ist, kommen die Spezialtransporter. Einen 20 Meter langen Behälter zu transportieren, bedarf schon besonderen Geschicks. Beim Verladen, Rangieren und Fahren. Manchmal ist dafür schon polizeiliche Begleitung notwendig, zum Beispiel, als der Riesenbehälter nach Dohna gefahren werden musste. Das war zwar nicht weit, aber aufgrund der Straßen nicht ganz einfach.
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Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen" kennt wohl keiner mehr. Ihr habt keinen Brennwertkessel der moduliert...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt...
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