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SzeneNews vom 29.05.2006

Paradigma Energie- und Umwelttechnik mit deutlichem Umsatzplus

Am Rande seines diesjährigen Partnertreffens in Hamburg präsentierte Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG am 12. Mai seinen Geschäftsjahresabschluss 2005.

Firmengründer Alfred T. Ritter bei der Eröffnung der Paradigma Jahrestagung 2006.
Firmengründer Alfred T. Ritter bei der Eröffnung der Paradigma Jahrestagung 2006.
Der Spezialist für ökologische Heizsysteme aus dem badischen Karlsbad, gegründet vom Schokoladen-Unternehmer Alfred T. Ritter, setzt seine Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf Konzernebene um 36 % auf rund 60 Mio. Euro. Die Produktlinie AquaSystem trug rund 80 % zum Umsatz im Geschäftsfeld Solarwärme bei. Die 1.000.000ste von Paradigma für den deutschen Markt produzierte Solarkollektorröhre ging im Rahmen des Partnertreffens als Auszeichnung an einen langjährigen Partnerbetrieb.

Rund 300 Paradigma-Partner – ausnahmslos Meisterbetriebe aus dem Bereich Sanitär Heizung Klima – waren am 12. und 13. Mai zum traditionellen Partnertreffen von Paradigma ins Hamburger Kongresszentrum CCH gekommen. Der Gründer von Paradigma, der Schokoladenunternehmer und heutige Hauptgesellschafter Alfred T. Ritter, nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick, stand doch die Gründung des Unternehmens in unmittelbarem Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor fast genau 20 Jahren.

„Tschernobyl war für mich ein Schlüsselerlebnis“, erinnerte sich Ritter. „Als ich wenig später auf eine Solarheizung umsteigen wollte, stellte ich fest, dass am Markt keine adäquaten Lösungen angeboten wurden. So entstand die Idee, selbst die Entwicklung und den Vertrieb ökologischer Heizsysteme voranzutreiben.“ Der Grundstein für das Unternehmen Paradigma war gelegt. Zwanzig Jahre später verkauft Paradigma seine Heizsysteme bis nach China. Zum europäischen Teil des Konzerns gehören neben der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG zwei weitere deutsche Gesellschaften sowie eine Vertriebsgesellschaft in Italien. Geschäftsfelder der Paradigma Energie- und Umwelttechnik, die im Jahr 2005 ihren Umsatz von 33 Mio. Euro auf 45 Mio. Euro steigern konnte, sind Solarwärme-Systeme, Holzpellets-Systeme und Gasbrennwert-Systeme.

Den größten Beitrag zum Umsatz im Geschäftsfeld Solarwärme lieferte wieder das von Paradigma entwickelte AquaSystem. Das im Jahr 2004 eingeführte AquaSystem macht es erstmals möglich, eine Solarwärmeanlage zur Warmwasserbereitung ohne weitergehende Umbauten an eine bestehende Heizungsanlage anzuschließen.

Anlagen, die seit 2005 verkauft werden, können jederzeit um weitere Kollektoren erweitert werden, zum Beispiel um zusätzlich zur Warmwasserbereitung auch die Heizung zu unterstützen. Seit Anfang des Jahres ist es sogar möglich, mehrere Solarkollektoren zu Kollektorfeldern von bis zu 30 m2 zusammen zu schalten. Hauseigentümer haben mit dem AquaSystem die Möglichkeit eines stufenweisen Einstiegs in die Nutzung der Solarenergie bis hin zur Deckung eines großen Anteils des gesamten Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung über die Sonnenenergie. Diese stehen damit nicht vor der Entscheidung, zunächst einmal ihre gesamte Heizungsanlage austauschen zu müssen. Paradigma hat so mit dem
AquaSystem ein völlig neues Marktsegment geschaffen und erfolgreich besetzt.

Das AquaSystem wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt Paradigma für diese bahnbrechende Neuentwicklung im März diesen Jahres den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehenen „Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk 2006“.

Im Rahmen des Partnertreffens zeichnete Paradigma nun selbst einen langjährigen Systempartner aus. René Reinhold, kaufmännischer Geschäftsführer, verlieh symbolisch die 1.000.000ste von Paradigma für den deutschen Markt produzierte Solarkollektorröhre an Dipl.-Ing. Thomas Schreiber von der Firma Schreiber Haustechnik aus dem niedersächsischen Rotenburg. Der 1961 gegründete Meisterbetrieb hat bereits in den 80er Jahren das Zukunftsfeld Solarenergie entdeckt. Mit Paradigma arbeitet Schreiber Haustechnik bereits seit 1992. Das Unternehmen gehört damit zu Paradigmas Systempartnern der ersten Stunde.

Firmengründer Ritter betonte zum Abschluss des Partnertreffens sein Ziel, mit Paradigma und der Verbreitung innovativer und hochwertiger Heizsysteme einen Beitrag zur Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen zu leisten. „Durch Solarwärme-Systeme von Paradigma wurden in den letzten zehn Jahren 230.000 Tonnen CO2 vermieden und 85 Mio. Liter Öl, das entspricht über 2.800 Tanklastzügen, eingespart“, erläuterte Ritter.

Für 2006 hat Paradigma sich ergeizige Ziele gesetzt. Dazu gehört die Erschließung weiterer Auslandsmärkte. Der Umsatz soll auf rund 100 Mio. Euro steigen. Um hierfür die Grundlage zu schaffen, wurde die Konzernspitze um einen weiteren Geschäftsführer verstärkt: Axel Nagel, bisheriger Geschäftsführer der Konzerngesellschaften RNO-Kesselfabrik GmbH & Co. KG und Ritter Solar GmbH & Co. KG, ist nun auf Konzernebene für die Bereiche Produktion und Logistik verantwortlich. Gleichzeitig übernehmen die bisherigen Konzern-Geschäftsführer Aufgaben bei RNO und Ritter Solar. Die Konzerngeschäftsführung, wie auch die Geschäftsführung von Paradigma Karlsbad, der RNO-Kesselfabrik und Ritter Solar, setzen sich somit wie folgt zusammen:
  • Klaus Taafel, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Sprecher der Geschäftsführung
  • René Reinhold, Kaufmännischer Geschäftsführer
  • Matthias Reitzenstein, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb
  • Axel Nagel, Geschäftsführer Produktion und Logistik.
Durch die eigene Herstellung der Holzpelletskessel und Solaranlagen durch die Konzerngesellschaften RNO und Ritter Solar gewährleistet Paradigma einen hohen Qualitätsstandard. Dieser hohe Qualitätsanspruch wird auch an regelmäßigen Schulungen der rund 670 Paradigma-SystemPartner sichtbar.

Auch hier hat Paradigma die Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen: in diesen Tagen wurde in der Karlsbader Zentrale ein neues Schulungszentrum eingeweiht.
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