Was im Frühjahr 1958 in Leimen bei Heidelberg begann, hat sich zu einem europaweit tätigen Unternehmen weiterentwickelt.

Am 01. April 1958 übernahmen die Eheleute Ilse und Herbert Dehoust die angeschlagenen MILA Metallwerke in der Wilhelm-Haug-Straße. In dieser Firma wurden Teile für die Zweiradindustrie gefertigt und verzinkt bzw. galvanisiert. Sehr schnell wurde die Produktion auf Heizölbehälter umgestellt, denn dieser neue Brennstoff war gerade dabei den Heizungsmarkt zu erobern. Zentrale Ölheizungsanlagen, die den preiswerten Brennstoff vom Keller in die Öfen in der Wohnung beförderten, waren weitaus bequemer als der hergebrachte Kohleofen. Mehr Komfort in der Raumheizung war schon damals ein Thema. Mit industriell hergestellten Behältern von 500l bis 1000l und später bis 2000l wurde dieser Markt bedient. Mitarbeit in den entsprechenden Normungsgremien und Verbänden sicherten Dehoust recht schnell eine Marktstellung nicht nur in Deutschland, sondern auch im angrenzenden Ausland. Auffangwannen aus verzinktem Stahlblech und verschiedenes Zubehör rundeten das Angebot für den Sanitär- und Heizungsgroßhändler und den wichtigen Partner Heizungsbauer und Installateur ab.
Bald wurden die Werkshallen zu klein und die Erweiterung in der Wilhelm-Haug-Straße wurde durchgeführt. Noch heute stehen die damals großen Werkshallen auf der Ecke St. Ilgener Str./ Wilhelm-Haug-Straße und werden von den Stadtwerken genutzt.
Zwischenzeitlich hat man ein Werk in Nienburg an der Weser im hohen Norden übernommen. Dort werden auch zylindrische Lagerbehälter aus Stahl bis 100.000l produziert. Technischer Fortschritt machte auch bei der Entwicklung von Heizölbehältern nicht Halt. In Leimen hat man sich entschlossen 1970/72 im neuen Industriegebiet Gutenbergstraße eine komplett neue Produktion aufzubauen. Kunststoff war das große Schlagwort. Heute werden auf fünf Großblasanlagen unterschiedlichste Produkte für die verschiedensten Anwendungen produziert. Kernprodukte sind weiterhin Kunststoffbehälter zur Lagerung von Heizöl und anderen aggressiven Medien sowie Regenwasserbehälter. Die Sicherheit zur Lagerung stand immer im Mittelpunkt von Dehoust. So ist man auch maßgebend an der Entwicklung von doppelwandigen Heizöltanksystemen für die Kellerlagerung beteiligt. Diese Behälter bieten mehr Sicherheit als gemauerte Auffangwannen. Die automatisierte Fertigung mit hohem Qualitätsstandard liefert täglich mehrere Hundert dieser sicheren doppelwandigen Behälter.
Die bis Ende der 90er Jahre auch in Leimen produzierten Großtanks aus Stahl hat Dehoust in das neue Werk Heidenau bei Dresden ausgelagert. Die ehemalige Produktionshalle in Leimen wird heute auch von Spritzgussmaschinen und Blasmaschinen gefüllt.
Dehoust beschäftigt in Leimen mehr als 80 Mitarbeiter und im Gesamtunternehmen über 180 Mitarbeiter. Die Entwicklung sehen die Geschäftsführer Wolfgang Dehoust und Ute Dehoust-Stemmler positiv. Durch den Erwerb eines angrenzenden Grundstückes sind auch Erweiterungen in Leimen möglich. Die großvolumigen Behälter beanspruchen eben viel Lagerplatz und nur großzügige Vorproduktion sichert die Lieferfähigkeit.
Die Geschäftsleitung hat auf eine große Feier zum Jubiläum verzichtet. In einer kleinen Feierstunde mit der Belegschaft wurde den Arbeitnehmern für die langjährige Zusammenarbeit gedankt. Der Tradition zu Weihnachten folgend wird eine soziale Einrichtung mit einer großzügigen Spende bedacht.