| | Verfasser: ... der Martin. | Zeit:
05.06.2007 14:03:40 |
Hallo, . ich plane einen Wohnhaus-Neubau in 08 / 09. Gesamtfläche ca. 250 m2 (180 m2 + 70 m2 Einliegerwohnung). . Da ich von einem stillgelegten kleinen Bauerhoffe komm' und auf mein eigenes Holz aus dem Wald (oder noch zu pflanzendes Elefantengras etc.) zugreifen kann bin ich an u.a. auch einer Hackschnitzelheizung interessiert. (Hauptlagerfläche + kleiner Traktor für den Zwischentransport sind vorhanden). . Wer hat welche Erfahrungen mit Hachkschnitzelheizungen gemacht? Welche Hersteller sind zu empfehlen? Wer hat welche Probleme gehabt? Wie hoch sind die laufenden Kosten WIRKLICH? Hat jemand eine Kombination mit (wasserführenden) Kachelofen / Heizofen im Wohnzimmer + Solaranlage im Einsatz? . Nicht zögern Bitte! Lob und Tadel für jedes Kozept / Hersteller herzlichst willkommen! ... der martin.
|
| | Zeit:
05.06.2007 14:25:13 |
| |
Verfasser: Der wahre Daniel B. | Zeit:
05.06.2007 14:35:06 |
Hallo Martin, ich habe einen Hackschnitzelkessel von ETA. Zusätzlich habe ich eine solare Brauchwassererwärmung, damit der Kessel im Sommer ausbleiben kann... die solare Steuerung wird durch die Kesselsteuerung mit übernommen. Da die Anlage heute in Betrieb genommen wird, kann ich zur Anlage noch keine Erfahrungen mitteilen. Lediglich Erfahrungen mit dem Heizunginstallateur... Hier such Dir einen raus, der solche Anlagen schon mehrfach verbaut hat und zu dem nicht nur der Kopf, sondern auch der Bauch JA sagen... Ansonsten gilt auch für die Heizung das Geliche wie bei allen Gewerken auf dem Bau.... Ruhig bleiben, sonst dreht man durch... Beste Grüße, Der wahre Daniel B.
|
| | Zeit:
05.06.2007 14:54:25 |
Hallo Martin, voluminöses, also so etwas mit geringem Heizwert würde ich nicht für eine Heizung im EFH-Bereich nehmen. Holzvergaser und Solar passt sehr gut. Kessel mit Getreide-Feuerungen sind auch ganz interessant. Für Werkhallen und Großbetriebe der Landwirtschaft, aber für EFH nein. Wolle
|
| | Zeit:
05.06.2007 16:56:42 |
...sehe ich auch so. Bei einem EFH halte ich die zu installierende Technik für zu groß bzw. aufwändig und die Heizlast für zu gering (sollte bei einem Neubau zumindest so sein). Wenns denn automatisch gehn soll - nimm lieber Pellets. Ansonsten (gerade bei einem eigenen Wald) würde ich lieber einen Stückholzkessel als Holzvergaser empfehlen. Mit entsprechend großen Puffern läßt sich immer noch ein gewisser Komfort erreichen. Die Kombination mit einem Wasserführenden Kaminofen halte ich auch für 'übertrieben'. Nimm lieber einen 'normalen' Stubenofen (sei es als Heizkamin oder Kachelofen). Sonst besteht Dein Haus nachher nur noch aus Heizungen. :-)) Steck das ersparte Geld lieber in einen besseren Kachelofen mit entsprechend großen keramischen Zügen. Den Puffer mit einer Solaranlage zu ergänzen kann man natürlich in Betracht ziehen. Gruß Ingo
|
| | Zeit:
05.06.2007 20:00:10 |
Frage zu "voluminöses, also so etwas mit geringem Heizwert würde ich nicht für eine Heizung im EFH-Bereich nehmen." und ähnliche Stellungnahmen: WARUM ? Wo sind die Argumente ? * Sind die Baukosten für den Bunkerplatz zu hoch im Vergleich zur Einsparung im Betrieb ? * Sind Hackschnitzelheizungen samt Bunker zu wartungsintensiv ? * Ist die Versorgung mit Hackschnitzeln zu kompliziert und unsicher ? * Oder was im Detail könnte sonst noch gegen eine Hackschnitzelheizung im EFH sprechen ? |
| | Zeit:
06.06.2007 12:06:37 |
Hallo Rudolf,
Hackschnitzel sind wie Rohbraunkohle.
Wolle
..industriell ja, privat nein
|
Verfasser: ... der Martin. | Zeit:
06.06.2007 13:08:33 |
Hallo, . Sorry, das versteht ich jetzt nicht ganz: ..."Hackschnitzel sind wie Rohbraunkohle." ... . Wegen Feinstaub? Holz ist ein C02-neutraler Brennstoff, der im Rahmen einer normal ökologisch betriebenen Holzwirtschaft (wie das auf dem Lande ganz normal der Fall ist) als ökologisch sehr sinnvoll betrachtet werden kann. . Ist es ökologisch sinnvoller eine Wärmepumpe, eine Boiler und eine KWL einzubauen die dann zum Betrieb Strom benötigen? . Ausserdem: Ich unterstütze mit Holz keine weitere Industriesparte (mit zurätzlichen Gewinnspannen) ;-) . Eines ist aber natürlich ganz klar: Die Anschaffungskosten sind nicht zu unterschätzen! ( Angebote lass ich mir grad machen). Mich würd's interessieren, ob jemand eine der sehr kleinen Hackschnitzel-Anlagen im Einsatz hat? . Danke zwischendurch an alle Beteiligten! Sehr interessante Meinungen!!!!! |
| | Zeit:
06.06.2007 13:20:25 |
Wegen Feinstaub? Holz ist ein C02-neutraler Brennstoff, der im Rahmen einer normal ökologisch betriebenen Holzwirtschaft (wie das auf dem Lande ganz normal der Fall ist) als ökologisch sehr sinnvoll betrachtet werden kann."ökologisch betriebene Holzwirtschaft" ;-) "Auf dem Lande ganz normal" ;-) Jaja- die mit den Rückepferden & natürlich ohne Motorsägen ;-) jetzt fehlt nur noch das berühmte "Landschaftsschützer". Feinstaub ist ein Punkt, den man im Auge behalten sollte- die kommende Novellierung (>>SUCHE!) der 1. BImschV sieht da einiges an Verschärfungen vor. Also zumindest Platz für einen Partikelabscheider hiontendran einplanen. |
| | Zeit:
06.06.2007 13:49:43 |
Hackschnitzelheizanlagen hab ich mir selber schon angesehen. Für nen kleines EFH viel zu groß sowas. Ist denn der Schredder scon vorhanden ? Sonst kannste gleich nochmal 10.000 Euro einplanen. Desweiteren hab ich gesehen das die Hackschnitzel gerne mal schimmelig werden. Wer hat schon die Zeit das ganze Geäst erst zu trocknen und dann zu Schreddern ? Zum Volumen : 1000 Liter Heizöl entsprechen : 5-6 Raummeter Hartholz geschichtet, 7-8 Raummeter Weichholz, oder 12-15 Raummeter Hackgut. Scheitholz trocknet geschichtet viel besser als so ein Haufen Hackgut. Bei einem Holzvergaser kann man auch mal paar schippen Hackgut mein reingeben, das macht nix. Jedoch immer erst mal alles Schreddern zu müssen halte ich für übertrieben. Zumal gehen die Preise ab 20 cm Holzdurchmesser für Häcksler auch gut nach oben. Beim Holzmachen fällt mehr Stückholz an als Häckselgut. Wenn man so einen Häcksler nicht schon hat weil man beruflich mit Baumfällarbeiten zu tun hat, wäre das Geld in Solar und viel Speicher besser aufgehoben. Ebenso würde ich Wassergeführten Kaminofen sein lassen, den es ist schön wenn auch mal was ohne Strom funktioniert. So kann man den Ofen einfach nur zum Heizen nehmen und der Betrieb des Holzvergaser ist nur alle 3 4 oder 5 Tage mal fällig bei richtig Speicher dran. Grüße Andi
|
Verfasser: ... der Martin. | Zeit:
06.06.2007 14:18:52 |
Hallo, . @ sukram: ökologisch -> ja, dazu stehe ich: Obst und Gemüse aus ökologisch kontrolliertem Anbau wird ja schliesslich auch nicht mit einem Pferdekarren zu den Biomärkten kutschiert. Landschaftsschützer -> : Ja, fast! Ich forste in diesem Jahr tatsächlich mind. 1 Wiese neu auf! . ;-)) |
| | Zeit:
06.06.2007 22:23:48 |
@Holzandi
"Für nen kleines EFH viel zu groß sowas" --> Gibts ab 15kW, ausserdem noch modulierend.
"Ist denn der Schredder schon vorhanden ? " --> Es gibt heute schon vielerorts Lieferanten für ausreichend trockene Hackschnitzel
"Hackschnitzel gerne mal schimmelig werden" --> richtig, wenn man zu feuchte Ware einkauft bzw. selbst schreddert und dann nicht ausreichend trocknen kann.
Die mir bekannten besonderen Anforderungen bei Hackschnitzel sind: * Bunkerraum muß groß genug sein, faktor 3 mehr als entspr. Pellets * Einbringung in Bunker muß machbar sein, die meisten Lieferantern liefern im Kipplaster * Lieferant muß da sein, der ausreichend trockene und nicht zu grobe Ware liefern kann * Hackschnitzel sind - im gegensatz zu Pellets - noch biologisch intakt, d.h. enthalten Ungeziefer etc. Der Bunker muß also von den Wohnräumen getrennt sein. Diese Voraussetzungen sind nicht bei jedem gegeben, und dann wird eine Hackschnitzelheizung problematisch bzw unmöglich.
Gegen das Risiko mit Moder und Schimmel im Bunker bei nicht ausreichend trockener Ware könnte eventuell ein an den Bunker anschließbarer Bautrockner helfen, der für den Fall zu feuchter Ware in Reserve gehalten wird. Lieber ein paar Euro Strom zahlen, als einen Komposthaufen aus dem Bunker tragen zu müssen.
|
| | Zeit:
07.06.2007 11:43:35 |
...und die Austragungssysteme sind zwar besser geworden, aber es sind nun mal keine Pellets! Bei Hackchnitzel haben wir es mit einer viel unterschiedlicheren Fraktion zu tun. Die Fördertechnik wird bei weitem mehr beansprucht. 'Klemmer' sind wesentlich häufiger zu beseitigen - gerade wenn die Hackschnitzel nicht der geforderten Größe entsprechen. Eine kleine Anlage wird da mit Sicherheit mehr Ansprüche stellen, als eine große. Ich bleibe dabei: Eigener Wald vorhanden - Holzvergaser! Außerdem wird bei einer geplanten Einliegerwohnung der Platz für das Hackgutlager wohl eher klein ausfallen. Gruß Ingo
|
| | Zeit:
07.06.2007 12:24:12 |
@Schwani
Diesen Punkt sehe ich genauso wie Du: Wer selbst geerntetes Holz bzw. Elefantengras verheizen will, der dürfte wohl mit einer EFH-Hackschnitzelanlage wenig Freude haben. Denn er wird mit seinen Bord-Mitteln aus dem selbst geernteten Holz nie Hackschnitzel mit der geforderten Restfeuchte und Größe herstellen können. Der Versuch wird dann eher den Charakter einer Kompostierungsanlage annehmen. Und in einem voll gefüllten Bunker die verklemmte Schnecke freiräumen - der dabei vergossene Schweiss ist per se bereits eine Heizung ;-)
|
| | Zeit:
07.06.2007 12:29:46 |
Außerdem wenn man selber keinen Häcksler hat, biste schon wieder auf andere Leute angewiesen. Für Umsonst macht heute keiner mehr was. Denke mal das einer mit nem Häcksler und Trecker nicht für unter 40 Euro die Stunde antritt und dann nochmal 10 - 12 Liter Diesel dazu, damit Drehzahl auf der Zapfwelle ist. Also biste mit rund 50- 60 Euro dabei. Dafür kannste schon 2 Meter Holz fertig kaufen. Ich bin auch der Meinung das hier nen Holzvergaser mit Solar und reichlich Puffer die bessere Wahl ist. Holzvergaser brennt sauberer als Hackschnitzel, das betrifft auch die Reinigung der Wärmetauscherflächen. Bei 250 m2 Wohnfläche dürften rund 10 Meter Holz reichen, ist ja schließlich nen Neubau. Zudem kannste Holz einfach auf die Wiese packen, plane drüber fertig. Für Hackschnitzel brauchste nen geraden festen Boden, mit Dach drüber, kostet auch nochmal Geld. Grüße Andi
|
| | Zeit:
07.06.2007 14:10:09 |
Ich warte auf den nächsten Beitrag "Ich möchte mir ein Minikernkraftwerk für 5 kWh Stromverbrauch zu legen-ist das sinnvoll" Wolle ... Feinstaubdisskusion interessiert mich wenig, betrifft Lagerung, Feuerungsverhalten siehe Vorredner Getreidekessel???????????
|
Verfasser: ... der Martin. | Zeit:
08.06.2007 11:27:39 |
Hallo, . die Sachlage ist so: Probleme mit dem Lager gibts nicht, die alte Hofstelle wird komplett erneuert (eine Holz-Lagerhalle für Brennholz gehört da sowieso dazu). Daneben: Holz muss man mind. 8 - 12 Monate trocknen lassen! (Egal wie es verheizt wird). Sicher, Scheitholz ist einfacher und kostengünstiger zu lagern. . -> Die Grundzielsetzung ist und bleibt aber auch, dass die Heizung + Warmwaser vollautomatisch funktionieren sollte! (Altersaspekt + Bequemlichkeit). Daneben: Das Holz für den Vergaser muss ja schliesslich auch in den Keller getragen werden. (10 m3 sind auch nicht ohne). . Nächstes Wochenede werd' ich mir auf einer Messe Angebote für Hackschnitzelheizungen geben lassen. Und dann wird's sicherlich mehr KOSTEN-Fakten geben. . Man muss halt auch immer eine Gesamtkostenrechnung anstellen - bei einem Passivhaus oder Niedrigstenergiehaus sind die Kosten für die Dämmung ( Fenster, Türen etc.) und dem Gesamtkonzept (z.B. separate Belüftung für Kamin im Wohnzimmer, Verkleben von Parkett wg. Fussbodenheizung etc.) viel höher! Dafür kann man natürlich dann mit wenig Energie das alles recht gut beheizen ... Die meisten Bauherren scheitern natürlich am Platz für die Hackschnitzel und haben kein eigenes Holz. . Ist denn in diesem Forum keiner, der eine der kleinen Hackschnitzelheizungen hat - oder evtl. einen kombinierten Pallets-/Hackschnitzelofen im Einsatz hat?? . ;-)
|
| | Zeit:
08.06.2007 14:00:43 |
Hloo Ihr schmarrer
Ich habe schon über 10 Hackschnitzelheizungen in Ein und Zweifamilenhäuser eingebaut. Die ersten 1992 alle Anlagen laufen ohne Probleme. Bei eine Anlage hatten wir einmal einen Lagerschaden. Ganz normales Flanschenlager in jedem Landmaschinenhandel für 15 € zu bekommen. Eienen Hacker mit entsprechendem Schlepper so ab 150 PS kannst du ausleiehn Kosten ca 100 € pro STD in 2 Stunden ist dein ganzer Jahresvorat gackt. Lagerung kann ohne weiteres im freien erfolgen. Eine zusätzliche Solaranlage ist quatsch. Die Anlagen laufen auch im Sommerbetrieb problemlos. Anlagenempfelung "Hargassner" hat große Erfahrung
MFG hansgeorg
|
| | Zeit:
08.06.2007 14:18:51 |
Warum Holz in den Keller tragen ? Das Haus baut man so das der Keller Fenster über dem Erdboden hat. Fenster auf und die Rutsche dran, eine Gitterbox steht neben dem Holzvergaser und drausen holt man sich eine Gitterbox voll Holz. Drauf mit dem Holz auf die Rutsche und dann liegt das gleich neben dem Holzvergaser griffbereit. Andere hier haben ihren Holzvergaser ebenerdig stehen und fahren immer ne volle Gitterbox Holz direkt neben den Vergaser. Mußt mal hier gucken bei Suche Holzunterstand. Man kann halt nicht alles haben, vollautomatisiert trotzdem aber von keinem Abhängig und alles für billig ist einfach nicht. Wenn sowieso noch ne kleine Mietswohnung mit dabei ist, warum soll es dann wenn man mal 2 Wochen weg ist kalt sein ? Entweder muß der Mieter dann mal den Vergaser anwerfen oder nimmt halt ne Pellets Scheitholzkombi. Die Frage die sich doch stellt ist wie oft ist man denn im Winter 2 Wochen weg? Bei Massivbau und guter Dämmung gibts nen Temperaturverlust von 5 Grad. War das Haus vorher auf 25 Grad hochgeheizt und der Pufferspeicher voll merkt man davon nix, dann sind das immer noch 20 Grad im Haus. Heimkommen und sofort Duschen muß auch keiner. Holzvergaser anmachen und eben nochmal einkaufen fahren weil nach 2 Wochen sicher nix mehr da ist. Essen und dann kann man auch warm duschen. Wo ist das Problem ? Gibt ja auch Solar Durchlauferhitzer, die dann halt zur Not mal einspringen. Komfort hin oder her, mein Opa hat auch bis ans ende seiner Tage Holz gehackt. Damals gabs halt nur nen Ofen. Guck ich mir Öl, Gas, Strom oder Pellets an, das sind alles die gleichen Abzocker. Holz ist wenigstens noch ein gesunder Wettbewerb da. Die Automatisierung klappt irgendwann auch von ganz allein, wenn die Füße kalt werden laufen die schon. Und Holz oder Hackschnitzel in einer Halle kannste vergessen, da muß Luft und Sonne dran sonst wird es schimmelig. Ich glaube Du brauchst da erstmal gewisse Grundinformationen über alles was über Pellets hinausgeht. Viel Glück Andi |
Verfasser: Der wahre Daniel B. | Zeit:
08.06.2007 15:09:44 |
Hallo Martin, meiner persönlichen Meinung nach sind hier viele Vorurteile im Spiel, was Schimmel, Kompostierung, Solar, Austragung etc. angeht. Sicher ist jedoch, dass eine Hackschnitzelanlage (auch unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten) nicht unbedingt die günstigste Alternative ist; und wenn man keine Hackschnitzellieferanten oder erzeugertechnik in der Familie hat, sicher für ein EFH kaum rentabel. Dennoch, unter ökologischen Gesichtspunkten ist die fast CO2 neutrale Heizung sicher empfehlenswert. Mir war es einfach zu schwer, jedes Jahr zweistellige Raummeter Holz zu hacken und zu lagern (sieht auch nicht unbedingt schön aus). Es gibt auch Scheitholzanlagen, die an eine ziemlich große Pufferspeicher gekoppelt sind. Doiese werden dann 1x pro Woche aufgeheizt und amn muß nicht jeden Tag nachlegen... Da wir nen Hackschnitzellieferanten in der Familie haben, war diese Heizung für mich ne Alternative. Unser Kessel ist ein ETA mit 20KW, der mit nem 800l Pufferspeicher gekoppelt ist und zusätzlich nen 400l WW-Speicher aufheizt. Im Sommer, wo keine Heizung benötigt wird, wird das Brauchwasser durch die Kraft der Sonne erwärmt ( Flachkollektoren). Vorteil ist, dass alles aus einer Steuerung bedient wird. Reicht die Ktraft der Sonne nicht aus, wird durch den Pufferspeicher nachgeheizt... und wenn das nicht reocht, dann springt der Kessel an. Unser Haus ist nach KFW 60 Standart gebaut und die zu beheizende Wohnfläche beträgt ca. 250m². Wir haben hierzu die Doppelgarage unterkellert, worin sich der Heizraum und der 3,5x3,5m große Hackschnitzelbunker befindet. Dieser wird durch eine Luke im Garagenboden befüllt; d.h. der Lieferant fährt mit seinem Einachshänger rückwärts vor die Garage und kippt ab. Zu beachten ist hierbei, dass die Garagentore nicht zu niedrig ausfallen.... Dem Thema Kompostierung oder Schimmel wirkt man entgegen, indem der Hackschnitzelproduzent das Rohmaterail (meist Windbruch, Dünnholz oder Käferholz) vorher mindestens 1 Jahr lagert, bevor es geschreddert wird (dazu gibt es Vorschriften). Das ist dann so trocken, dass es beim Häckseln und abkippen staubt (Ein Nachteil ist der Staub). Außerdem den Bunker nicht zu groß machen oder nie komplett voll machen. Er sollte so diemensioniert sein, dass man mit 1 bis 2 Füllungen locker ein Jahr schafft. Der grund hierfür liegt einerseits darin, dass Hackschnitzel verkanten können und dann nicht nachrutschen. Zum 2. möchte ich im Fall eines zwar unwarscheinlichen, aber dennoch möglichen Problems mit der Austragung keine 20m² Hackschnitzel rausschippen. Der Staub bringt einen um... Das Thema Ungeziefer sehe ich nicht, da der Bunker eh staubdicht sein muß und sicher nicht direkt im Wohnbereich liegen wird. Alles Andere wird verfeuert... Das Problem sehe ioch eher, wenn ich die ungeschredderten Holzscheite im Keller oder der garage lagere. Was hier an Käfern und sonstigem Getier noch drinn steckt, darüber denke ich besser nicht nach. Die Austragungen waren früher tatsächlich ein Schwachpunkt, der inzwischen bei namhaften Herstellern aber behoben ist. Wichtig ist, dass Kessel und Austragung mind. für Hackschnitzel bis zur Größe G50 ausgelegt sind. In Bayern produzieren die Hackschnitzellieferanten aber meist nur die kleiner Größe G30, was Kessel und Austragung locker schaffen und weniger Geräusche im Betrieb verursacht. (Betriebsgeräusche der Förderschnecken und der Zellenradschleuse sind ein weiterer Nachteil, der sich aber durch clevere Aufstellung, Geräuschkapselung und -entkopplung sowie durch Wärme-Pufferung gegen null fahren läßt). Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch des Zentrums in Straubing oder so ein 'Heiztag' bei einem der Hersteller. Manchmal bieten Installationsbetriebe auch Vorstellungen von installierten Kundenanlagen an. So, da ich weiß, dass ich jetzt zerrissen werde, wünsche ich allen Lesern ein schönes WE und werde mir dann gleich mal ein kühles Hefe genehmigen, bevor nachher der grill angeschürt wird... Beste Grüße, Der wahre daniel B. |
| | Zeit:
08.06.2007 15:19:55 |
"Lieferant"? Hmmm... ***** 19 Prozent Ust. bei der Lieferung von Holzhackschnitzeln aus Wald- und LandschaftspflegeholzHANNOVER. - Bei der Lieferung von Holzhackschnitzeln ist der regelmäßige Steuersatz in Höhe von 19 Prozent anzuwenden. Dieses ergab eine im Auftrag eines Mandanten der Kanzlei Moritz-Pikl-Winterlich RA StB WP, Northeim beantragte unverbindliche Zolltarifsauskunft für Umsatzsteuerzwecke bei der zuständigen Zolltechnische Prüfungs- und Lehranstalt der Oberfinanzdirektion Nürnberg. Im Ergebnis wurde hierbei darauf hingewiesen, dass für die umsatzsteuerliche Beurteilung sowohl die spätere Verwendung als Brennmaterial als auch die Herstellung des Häckselguts aus Holzabfällen des Holzeinschlags sowie aus sogenanntem Landschaftspflegeholz z.B. aus der Räumung von Verkehrswegen (Autobahnen, Schienenverkehr) unbeachtlich ist. Den rechtlichen Hintergrund für die umsatzsteuerliche Beurteilung stellt die Regelung in § 12 UStG, wonach die Lieferung von „Holz“ lediglich in den in Anlage 2, lfd. Nr. 48 zu § 12 Abs. 2 UStG genannten Fällen zu dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent erfolgt. Die zitierten Unterpositionen der Kombinierten Nomenklatur, für welche eine umsatzsteuerliche Privilegierung vorgenommen wurde, verweisen jedoch gerade nicht auf „Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln“. Die umsatzsteuerliche Schlechterstellung von Waldhackschnitzeln z.B. gegenüber Holzhackschnitzeln aus Holzabfällen aus holzverarbeitenden Betrieben wurde auch durch eine Stellungnahme des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) nochmals bestätigt, die zu Beginn des Jahres 2007 auf Anfrage des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. abgegeben wurde. (www.energiecontracting.de) ****** |
| | Zeit:
08.06.2007 22:39:38 |
Wenn wir Bäume fällen interresiert uns nur das Brennholz, alles was unter 8-10 cm ist kommt in den Schredder und fliegt in die Böschung oder Wald. Der Schredder ist nur dafür da um das lästige Geäst loszuwerden. Einige Leute holen sich das um es auf die Blumenrabatten zu geben, manche mögen das auch trocknen ums zu verfeuern. Irgendwelches Kleinklein lohnt sich da einfach nicht, nicht mal fürn 2-3 Familien Haus. Anlagen die ich gesehen hab haben 600 Kw , sowas feuert alles vom Weihnachtsbaum bis zur geschredderten Baumwurzel durch, das ist aber nix fürn Microheizkosmos von nem Haus mit Einliegerwohnung. Nach meinen Daten ist selbst für unseren Altbau die Gasheizung mit 25 Kw für 3 Wohnungen zu groß, und so ein HDG Euro 30 wäre da ne Rakete die ich bei 3000 Liter Puffer nur mit Pappel oder Fichte füllen bräuchte. Wohlgemerkt Altbau unisoliert. In einem Neubau mit 250 m2 reicht nen 20 - 25 kw Holzvergaser mit reichlich Puffer und Solar dicke. Ich verfeuer in einer Altbau Wohnung mit der hälfte Qm doppelt soviel Holz wie mein Bruder braucht um nen ganzes Haus zu heizen, eigendlich hat der diesen Winter den Ofen aus Lust und Laune mal angemacht. So ne dick isolierte Hütte mag zwar schön sein aber mir würde das langweilig werden wenn ich da nich mal nen Heizer machen kann. In einem Niedrigenergiehaus reicht eigendlich nen Kaminofen und Warmwasser über Gastherme. Da braucht es keine dicken Instalationen. Grüße Andi
|
| | Zeit:
09.06.2007 08:55:21 |
So ne dick isolierte Hütte mag zwar schön sein aber mir würde das langweilig werden wenn ich da nich mal nen Heizer machen kann.
...hoffentlich wirds bald wieder Winter!
;-))
Gruß Ingo |
Verfasser: ... der Martin. | Zeit:
13.06.2007 17:28:31 |
Vielen Dank für alle Meinungen. @ Der wahre Daniel B.: Darf man fragen, wieviel Du für deine ETA-Heizung insgesamt (ohne FBH, Radiatoren etc.) bezhalt hast? |
| | Zeit:
13.06.2007 20:40:50 |
@ Daniel B.
wer soll dich zerreissen Du hast den besten Beitrag zum Thema geschrieben.
@ ...der Martin
Bei deinen gegebenheiten würde ich dir zu einer Hackgutheizung raten. Sieh dir einen Hargassner an. Mi diesen Anlagen hab ich nur die besten erfahrungen gemacht.
In eine Neubausiedlung passt natürlich keine Hackgutheizung. Wie willst du da mit den dem Hackgut hantieren, LKW, Schlepper , evtl. Radlader. oder gar ein richtiger Hacker. Vieleicht sind einige die dir hier von Hackgut abraten nicht in der glücklichen Lage und haben Gebäude und Platz für eine solche Anlage zur verfügung.
Auch das Thema eigener Hacker kann ich nicht nachvollziehen. Den lässt man zum Stundensatz anrollen. Wenn du dein Material günstig lagerst und der Hacker richtig steht bläßt er dir das fertige Hackgut gleich in den Bunker. Stundenleistungen von 150 m³ Hackleistung hab ich selbst schon gesehen. Also das Geld für den Baumarkthacker spar dir lieber und lass den Lohnunternehemer zum Hacken kommen.
Ach nochwas mit deiner Hackgutheizung (ich kann jetzt nur von Hargassner sprechen) kannst du natürlich auch Pelletts verheizen. Solls wirklich mal an der Raumaustragung zwicken (was eigentlich nicht möglich ist da bei einer Hargassner nichts zwickt) kannst du mit Stückholz auch Notbetrieb machen.
Gruß
papa
|