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Datenschutzhinweise

Sind Pelletheizungen ökologisch?
Verfasser:
Flora
Zeit: 18.10.2006 11:36:31
0
492939
Hallo,

aus folgenden Gründen halte ich selbst die Anschaffung einer Pelletheizung für bedenklich:

1. Pelletheizungen emittieren nicht nur Gifte wie Dioxin, Teer und krebserregende Kohlenwasserstoffe (PAH) in die Luft, sondern auch Feinstäube. So emittiert eine Pelletheizungen mit 4 to Jahresverbrauch im Schnitt die gleiche Menge Feinstaub wie etwa vier ungefilterte Dieselautos. So sind auch laut Umweltbundesamt Holzheizungen gleichermaßen an der Feinstaubemission beteiligt wie die Dieselfahrzeuge. Und dies nicht über Jahr verteilt, sondern konzentriert in den tendenziell luftaustauschärmeren Wintermonaten. Pelletheizungen müssen sich nun mal an modernen Gas- und Ölheizungen bzw. WP messen können und nicht an alten Holzöfen.

2. Die gut 6 Millionen m³ Nadelholzabfall der deutschen Sägewerke (Säge- und Hobelspäne, Schwarten und Spreißel) wurden bisher v.a. in der Spanplatten-, Papier- und Zellstoffindustrie weiterverwendet. Die Haushalte haben im Kampf um den Brennstoff mächtige Konkurrenten. Um die begrenzten Sägeabfälle, die zu Pellets gepresst werden, balgen sich auch die Zellstoff- und die Plattenindustrie. In Österreich kosten Pellets mittlerweile beinahe das Doppelte, 277 Euro je Tonne. Da Pelletkessel in der Anschaffung deutlich teurer sind, ist der Wettbewerbsvorteil inzwischen ganz verschwunden.

3. Ingesamt gesehen ist Biomasse auch längerfristig gesehen ein knappes Gut. So sind aus den 10,8 Millionen Hektar Wald in Deutschland bei einem jährlichen Zuwachs von etwa 6 m³ je ha und Jahr etwa 64,8 Millionen m³ Holz bzw. 151 Milliarden kWh Energie zu erwarten. Da jedoch etwa 75 % des genutzten Holzes zu höherwertigen umweltfreundlichen stofflichen Produkten verarbeitet wird, stehen zur thermischen Nutzung nur noch 37,7 Milliarden kWh pro Jahr zur Verfügung. Bei einem Primärenergieverbrauch in Deutschland von etwa 4.000 Milliarden kWh im Jahr deckt Holz somit nicht einmal 1 % des heimischen Energiebedarfs. Holz ist als knappes Gut demnach Energiepolitisch bedeutungslos, auch wenn Anstelle der bisherigen weitgehend natürlichen Wälder großflächig ökologisch sehr bedenkliche z.B. Hybridpappelplantagen aufgeforstet werden.

4. Pellets sind auch nicht wie meist genannt CO2-Neutral. Sie haben Laut GEMIS 4.2 (Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme) einen nicht erneuerbaren kumulierten Energieverbrauch von etwa 10 %. Hier werden trotz wissenschaftlich fundierter Untersuchungen in der Werbung bewusst falsche Aussagen gemacht.

Pelletheizer sollten deshalb sich selbst und anderen auch keine ökologischen Aspekte vorgaukeln:

1. Wie auch die allermeisten Beiträge in den einschlägigen Foren eindeutig belegen, sind Pelletheizer vornehmlich nur an einem günstigeren Brennstoff interessiert.

2. Die Problematik mit Feinstaub, Kohlenmonoxid etc. wird absichtlich oder blindäugig heruntergespielt - meist mit Hilfe der völlig veralteten 1. BImSchV. oder mit Hilfe von unzulässigen Vergleichen mit alten Holzöfen.

3. Sie weigern sich allermeist auch beharrlich gegen wirkungsvolle Energieeinsparmaßnahmen. Es wird, wenn überhaupt, allenfalls vielleicht ein bisschen Hauskosmetik betrieben, um an günstigere KfW-Kredite heranzukommen. Weitergehende Sanierungsempfehlungen werden dabei meist wieder mit Wirtschaftlichkeitsargumenten abgelehnt.

Schlussendlich haben Pelletheizungen eigentlich nur den ökologischen Vorteil, dass hier Holz sauberer verbrennt als in stinkenden und rauchenden und daher völlig inakzeptabeln Scheitholzheizungen.

MfG
Flora


Verfasser:
kicke
Zeit: 18.10.2006 11:54:14
0
492952
Welches Heizung halten Sie für unbedenklich?

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 12:05:40
0
492957
@ Flora

bei mir rennst du offene Türen ein....

jedoch bringt deine Kritik wenig, da sie nicht konstruktiv ist.

Jetzt stelle doch mal eine gangbare Alternative dar......und dann lass ich auch die Kritik gelten.

Meiner Meinung nach sollte man sowieso weniger Augenmerk auf die Brennstoffart richten, sondern mehr auf die Verringerung des Wärmebedarfes.

Wenn ich weniger brauche, dann verschmutze ich auch die Umwelt weniger!

Martin

Verfasser:
Energiesparer51
Zeit: 18.10.2006 12:14:11
0
492964
Den Weg haben wir beim Auto ja auch nicht eingeschlagen. Und wir werden es auch beim Wohnraum nicht tun. Das was eingespart wird, wird durch größere und mehr Autos kompensiert. Jedes zusätzliche große (und immer größere) auch gut wämegedämmte Einfamilienhaus braucht zusätzliche Energie und nicht weniger. Und wie beim Auto werden wir (zumindest die die sich es noch leisten können) immer mehr Energie für Klimatisierung verbrauchen.

Verfasser:
K.Vogel
Zeit: 18.10.2006 12:54:02
0
492997
Holz zu verbrennen ist auch nicht umweltfreundlicher als Öl oder Gas.

Wenn man allerdings die Anschaffungskosten betrachtet, dann scheiden Pelletsanlagen wegen der hohen Preise aus.

Ausserdem: Holz ist mindestens genauso teuer wie Öl oder Gas !
( Eine to. Holzbriketts sind incl.Zufuhr kaum noch unter € 250.-- zu bekommen !! )

Die beste Alternative und da stimme ich W.Havenith zu ist, durch entsprechende Dämmassnahmen
weniger zu verbrauchen.
Auch muß man im Winter nicht halbnackt in der Wohnung sitzen, man kann ruhige einen Pulli oder
eine Weste anziehen um sich wohl zu fühlen.

K.Vogel

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 12:58:30
0
492999
@ Energiesparer

75% des Gebäudebestandes sind Altbau!

Nicht jeder baut ein Neues Passivhaus.....

Und selbst die Neubauten sind nicht immer optimal gedämmt....

Martin

Verfasser:
feinmueller
Zeit: 18.10.2006 13:43:28
0
493039
Hallo Flora,

jetzt habe ich ein richtig schlechtes Gewissen.

Soll ich mir die Pelletheizung wieder rausreissen lassen und mit Atomstrom heizen? AKWs geben keinen Feinstaub ab (außer manchmal, siehe Tschernobyl).

Oder doch lieber mit Öl heizen? Öl scheint ja nicht so knapp zu sein wie Biomasse. Oder habe ich da was falsch verstanden? Oder wäre Koks die Alternative? Immerhin wird Koks im Ruhrgebiet fast subventionsfrei hergestellt!

Jetzt lass uns nicht im Regen stehn, Flora. Her mit der Lösung der globalen Probleme!

Mit freundlichen Grüßen

feinmueller

Verfasser:
stefans
Zeit: 18.10.2006 13:46:20
0
493042
Servus Flora,


der Martin hat die einzige allgemeingültige Wahrheit schon gesagt:

Energieverbrauch ist problematisch. In vielfältiger Hinsicht.

Alles andere ist leider ungleich schwieriger.

Nehmen wir uns als Beispiel den Feinstaub heraus.

Holzverbrennung hat einen unbestritten höheren Feinstaubausstoss PM10 zu folge als zum Beispiel Ölverbrennung.

PM10 tut den Atmungsorganen nicht gut. Besonders betroffen sind Kinder und alte Menschen, die nicht so stark ausatmen und so bis zu 2-3mal so stark belastet werden.

Es gibt aber noch feineres als die PM10 Fraktion. PM2,5 und noch viel feiner. So fein, dass der Dreck die Lunge beinahe ungehindert die Lunge passiert und sich in die Blutbahnen begibt.

Man sollte prüfen, wie sich der Feinstaubausstoss eines Ottomotors oder auch jeder anderen Verbrennung so anlässt. Ist wahrscheinlich noch problematischer.

Da hat man eben noch nicht hingesehen. Na ja, ein paar Leute schon.

Nix genaues sagt man aber noch nicht.



Stefan

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 14:01:03
0
493048
@ stefans

die nächste Abgasnorm kommt bestimmt!

Feinstaubgrenzwerte lassen grüßen

;-)

Wenn sich da mal nicht einige Holzheizer dran verschlucken


Verfasser:
Zyniker
Zeit: 18.10.2006 14:03:40
0
493052
Moin!
Ich habe die Lösung der Umweltproblematik:
Die eine Hälfte der Menschheit benutzt die andere Hälfte der Menschheit als Brennstoff, was zur Folge hat, dass a) die eine Hälfte ne warme Hütte hat und b) die andere Hälfte künftig nicht mehr zur Umweltverschmutzung beiträgt.
Die Frage ist nur, welche Hälfte man hernimmt.
Oder wir suchen uns die langzeitarbeitslosen Sozialhilfeempfänger der Unterschicht aus. Die haben dann wenigstens noch einen Wert und wenn's nur der Heizwert ist!
(Ich geb zu, ich hab heute ganz schlecht geschissen...!)

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 14:06:35
0
493056
Wie die deutsche Geschichte bewiesen hat, trägt dies keineswegs zu einer ökologischen Lösung der Feinstaubproblematik bei.

Ansonsten hättest du dir deinen Beitrag auch sparen können....

Das ist strafbar!

Verfasser:
mkienemu
Zeit: 18.10.2006 14:07:24
0
493057
Flora kann sagen, was er will: Pelletheizungen sind nach Solarenergie die ökologisch sinnvollsten Heizungsformen, wenn man denn schon heizen muss. Da der Mensch aber nicht nur ökologisch denkt, werden aufgrund der ökonomischen Situation Anreize zum Kauf geschaffen.
Legitim, diese zu nutzen.
Natürlich geht Energiesparen vor, das hat aber nichts mit der Heizungsvariante zu tun.

Verfasser:
Zyniker
Zeit: 18.10.2006 14:15:00
0
493066
Hallo Martin!
Was ist strafbar?
Als lanzeitarbeitsloser Sozialhilfeempfänger frustriert und zynisch zu sein?

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 14:20:35
0
493071
@ Zyniker

Es wäre starfbar,

wenn ich andere dazu auffordern würde, deinen organischen Container vor seiner natürlichen Entseelung zur Wärmeerzeugung zu Heizzwecken zu benutzen.

Ansonsten: Ich hab auch keinen Job mehr gefunden.....

Martin

Verfasser:
Holzi
Zeit: 18.10.2006 14:23:14
0
493072
@ Martin

Zitat:
"die nächste Abgasnorm kommt bestimmt!
Feinstaubgrenzwerte lassen grüßen
;-)
Wenn sich da mal nicht einige Holzheizer dran verschlucken"


Hallo Martin, dann bist Du sicher auch dafür, daß für Ölheizer eine CO2-Abgabe zu zahlen ist es reichen ja wenige cent pro liter..
es kommt viel mehr Geld in die Kassen!

Na gut es werden sich auch wesentlich mehr verschlucken..

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2006 14:35:40
0
493084
@ Holzi

auch wenn das auf meiner Seite so aussehen könnte......

Ich möchte nicht bis in alle Ewigkeit eine Ölheizung betreiben.....

vielmehr strebe ich danach, meinem Altbau mit Umweltwärme zu heizen... nur stimmen momentan die Randbedingungen noch nicht.

Kann mich aber nicht davon abhalten, meine Energiesparbemühungen Aufrecht zu erhalten.

Die nächste Energiesparmaßnahme ist schon beauftragt.

Martin

Verfasser:
stefans
Zeit: 18.10.2006 15:15:59
0
493127
@Martin

....genau, und ich hab meinen Pelletskessel auch nur weil mir im Winter kalt ist und nicht weil ich ein Umweltschützer bin...:-))

Was den Feinstaub bzw. die Grenzwerte betrifft, hab ich irgendwo leise klingeln hören, dass die EU die Grenzwerte ERHÖHEN will, nicht verschärfen.

Auch so können Probleme gelöst werden.

Aber du weisst ja warum.

Das sind Strategieen von Juristen...nicht dass du deine Stadt oder grosse Konzerne in wenigen Jahren wegen Gesundheitsproblemen verklagen kannst...

Aber unsre Naivität macht uns symphatisch...;-))


Stefan

Verfasser:
christian123
Zeit: 18.10.2006 18:56:45
0
493258
Welcher Brennstoff ist schon Ökologisch?
Ich hab meinen Pelletkessel weil mir im Winter sonst zu kalt wird und nicht weils ökologisch ist.
Ich weiß auch, dass Pellets ökologisch nicht perfekt sind, wegen lange Transportwege mit LKW, Energie für die Herstellung, Feinstaub, ...

Wo sind aber die Alternativen?
Bei der ganzen Diskussion bitte auch mal betrachten wo unser schönes Öl eigentlich herkommt.
In Sibirien sind Millionen von Hektar Land sind Öl verseucht und täglich laufen zig Tonnen Öl aus leckenden Pipelines aber niemanden interessiert es. Unsere Ölkonzerne sind hier auch mitverantwortlich, dass hier nichts passiert und die Rohre immer mehr vergammeln. Hauptsache der Rubel rollt.

Gegen diese Riesensauerei in Sibierien halte ich den Feinstaub für echte Peanuts. Nur die Öl- und Gaskonzerne machen Stimmung gegen Pellets. Genug Geld für Ihre Lobbyarbeit haben sie ja.

Gruß

Christian

Verfasser:
mpplanung
Zeit: 18.10.2006 20:00:21
0
493308
Was ist Ökologisch und was nicht ?
Mit dieser Frage kann man mindestens zwei Semester Philosophievorlesungen füllen.

Fakt ist nur, die Aussage das eine Pelletanlage ja so viel teurer sein muß als eine vergleichbare Oel- oder Gasanlage, erweckt bei mir den Eindruck das diese Leute wohl nur Oekofen oder Paradigma kennen,
denn man bekommt wirklich gute Anlagen mit Kombispeicher und solarer Heizungsunterstützung schon im Bereich von 10.000,00 €.

Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 18.10.2006 21:03:27
0
493352
@ all,

mit Flora wurde vor kurzem eben diese Diskussion in einem anderen Thread geführt.

Auf die Hinweise der völlig falschen Datengrundlage und die Nennung entsprechender Quellen
wurde nicht eingegangen, damit ist eine neuerliche Diskussion unnötig.

Martin hat natürlich Recht, aber das ändert nichts daran das die Behauptungen durch Flora wie beim letzten
Thread unrichtig sind und wie leider schon üblich im Forum wiedermal unwidersprochen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Verfasser:
Heinz Horbaschek
Zeit: 18.10.2006 22:04:42
0
493393
Hallo,
habe mich in letzter Zeit etwas mit den Emissionen von Heizungen befasst, auch mit Pellets, da jeder Modetrend nach Herdentrieb riecht. Also ein paar Fakten:
Momentan kostet die kWh bei Pellets schon mehr als beim Heizöl, realistische Wirkungsgrade der Heizungen angenommen! Es werden bereits Pellets importiert.
Pellets emittieren über 1000(!) mal mehr Feinstaub, 5 mal mehr Stickoxyde und mindestens 30 mal soviel CO wie eine moderne Ölheizung, abgesehen von anderen sehr giftigen Stoffen! (musste den Vergleich selbst erstellen, da die Werte immer für unterschiedliche physikalische Einheiten angegeben sind und die Holzlobby mit uralten Emissionswerten von Gas und Öl agiert - vollständige Liste kann angefordert werden).
Glücklicherweise regelt sich das Ganze bald über den Preis, die Zwischenepisode Pellets wird hoffentlich nicht lange dauern.
Der Trend geht sinnvollerweise zu synthetischen Heiz- und Kraftstoffen, die kompatibel zu heutigem Gas u. Öl eingesetzt werden können und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sein können.
So wie bei den KFZ.
Denkt doch bitte trotz aller Emotionen etwas an die Umwelt, vor allem im Namen unserer Kinder!
Der richtige Weg ist die Energieeinsparung - habe gerade eine neue, sparsame und umweltfreundliche Ölheizung installieren lassen und vorher alle meine 14 Fensterscheiben für nur 1150 Euro auf neuesten Isolationsstand gebracht sowie einige Dämmungsmängel am Haus beseitigt.
Nur noch eine Frage: wer will denn bei den KFZ zurück zum Holzvergaser, vielleicht ganz modern mit Pellets???
Gruß
Heinz

Verfasser:
stefans
Zeit: 18.10.2006 22:29:03
0
493414
Servus,


unglaubwürdig, ja schon lächerlich, diese einseitigen Jammereien...

Trag sie am besten den Baum und Waldruinen vor, die der sauere Regen zurückgelassen hat.

Und heb dir was auf, für die Umweltschäden, die alleine der Öltransport zu uns verursacht hat.

Die Absichlichen und die Unbeabsichtigten.

Schau mal, was dein taktender Ölbrenner auswirft, bevor sich die Verbrennung stabilisiert hat.

Steht das auch in deinen Prospekten???

Stell Fakten auf den Tisch. Dann können wir über substanzielle Dinge reden.


Stefan

Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 18.10.2006 23:10:46
0
493438
@ all,

auch der Heinz hat gleichlautendes Posting nun wiederholt eigestellt, auf Richtigstellung hat er nicht reagiert, eine Diskussion ist somit sinnlos.

Es ist aber schon ein wenig belustigend wie hilflos argumentiert wird. Natürlich bleibt bei nach Informationen suchenden Verbrauchern immer etwas an Verunsicherung durch solche falschen Behauptungen, nein, ich schreibe Lügen, immerhin kann Heinz seinen Krampf nicht belegen, soll er seine Liste doch öffentlich machen !

Unter dem Strich werden die Ölpreise aber dafür sorgen das weder die Papierindustrie noch andere Intustrieinteressenten das Holzheizen verhindern werden, nichteinmal einen neue Abgasnorm wird EU-weit am Holzheizen rütteln können.

Also kann man sich diese fadenscheinigen Argumentationen ohne faktische Inhalte getroßt durchlesen und daran lernen wie wenig Wahrheit bei Meinungsmache von Bedeutung ist.

Eine Frage quält mich aber doch, wie habe ich eigentlich meine Kindheit überlebt, wo im ländlichen Nordhessen doch in den 60igern tatsächlich zu 90 Prozent mit Holz geheizt wurde :-))))))))))))

Komisch, Pseudokrupp und ähnliches gab es damals nicht, das Kaff ( Naumburg in Hessen ) war im Gegenteil Kurort für Menschen aus dem Ruhrgebiet, auch im Winter wenn die damals natürlich noch einfachen Holzöfen mit Fleiß gefeuert wurden :-)))))

Und ähnlich soll es, wie merkwürdig, auch in den nördlichen europäischen Länder heute noch sein :-)))))

Ja ja, das Dioxin und das CO aus den Holzvergasern und Pelletkesseln, welche Tragödie für die Umwelt und für die Kinder, wo es doch das urgesunde Heizöl gibt :-)))))))))))))))

Biofuel, dolles Argument, da will man die Tonne Trockenmasse für 40-80 Euro kaufen :-)))))))))))))

Ist ja schön das es funktioniert so Diesel herzustellen, aber Holz verheizt man am ökologischten und auch ökonomischten möglichst unveredelt :-)))))) Natürlich sind dann die Investitionen von ein paar Konzernen gefährdet, aber das, mit Verlaub, ist mir absolut egal :-))))))))

10,8 Millionen ha, selbst wenn es nur 2 m³ Brennholz im Jahr wären, es ist mehr, dann genügt das für den Wohnraumheizung von beinahe 8 Millionen Menschen in Deutschland.
Unter sonst Gleichen !
Und Dämmung, niederige Raumtemperaturen, ordentliches Wärmemanagement, kleinere beheizte
Wohneinheiten, könnten ! diesen Wert verdoppelt.
Ob das der Industrie gefällt die damit Macht einbüßen würde ist mir herzlich egal :-)))))))))))

Und damit die entsprechenden Leser ganz abkotzen : Solar sinnvoll integriert kann bei gleichzeitig anderen sinnvollen Maßnahmen wie Dämmung und Regelung die Ergiebigkeit, unter der falschen Annhame das nur 2 m³ Brennholz im Jahr nachhaltig entnommen werden können, nomal um 20 Prozent steigern.
Das wäre dann die Möglichkeit der sinnvollen Wärme durch Holz für 20 Millionen Menschen, heimisches Holz wohlgemerkt.

Das diese Zahlen einigen Leuten ein Dorn im Auge sind ist schon klar.
aber jeder hier hat das Recht selbst zu rechnen. So schwer sind die Zahlen ja nicht, reine Multiplikationsaufgaben :-))))))))))))))))

Eines noch, ich habe 10 Jahre lang Kesselwartung betrieben, erzähle mir keiner wie toll sauber die Kessel ( Öl/Gas ) sind. Der Dreck im Kessel ist der geringste Teil, das meiste geht duch den Schornstein. Und dieser Ruß beim Ölkessel ist lungengängig.
Was die CO-Werte mancher Gasgeräte angeht wollen wir lieber schweigen. Davon absgesehen das CO in der Natur wenig bis keinen Schaden anrichtet und natürlich ein Vielfaches dessen entsteht was der Mensch durch schlechte Technik an CO freisetzt.

CO2 ist das Problem für die Natur und das Klima, nicht CO, da leigt die Gefahr in ganz anderen Bereichen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank



Verfasser:
Gerd Lackmann
Zeit: 18.10.2006 23:17:38
0
493440
Eindeutig ökologisch ist es doch sauber und sparsam zu heizen. Da ist Holz einfach sehr schlecht.
Richtig wurde auch schon gesagt, dass es auch nicht unbedingt die günstigste Art zu heizen ist. Aus Östereich kam letzte Tage die Meldung, dass Holzheizungen dort 25% des Feinstaubs verursachen und der Verkehr 9%. Wenn der Verkehr dann deswegen eingeschränkt wird, macht dies natürlich einen wirtschaftlichen Schaden. Man darf also fest damit rechnen, dass demnächst Heizungen mehr in die politischen Betrachtungen einbezogen werden müssen. Holzheizungen zu fördern, ist in meinen Augen Subventionsmissbrauch.
Am ökologischsten ist die gas- und flüssigförmige Verbrennung zumal es da bereits schon einen Hersteller mit vollständiger Abgaswäsche gibt, der dazu äußerst sparsam ist.
Ich schliesse mich Heinz Horbaschek an und bin der Meinung, dass syntetische Kraftstoffe bezahlbare Hilfe bringen. Es gibt für die Kohleverflüssigung schon seit dem lezten Weltkrieg Verfahren. Man sagte vor einigen Jahren, dass sich die Verarbeitung bei etwa 40 Dollar/ barrel rechnet und mittlerweile kostet das Fass schon 60.

Gruss
Gerd

Verfasser:
Flora
Zeit: 19.10.2006 00:09:54
0
493458
Hallo,

vergessen wir erst einmal die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger und das ständige Auf und Ab der Energiepreise – keiner der heutigen Energieträger kann langfristig unseren exorbitanter Verbrauch decken. Unweigerlich wird es zu weiteren Verwerfungen und weiteren Preisanstiegen kommen.

Wesentlich ist nämlich eines: Völlig unabhängig davon, wie man heizt – ob mit Öl, Gas, Pellets oder Wärmepumpe – man sollte in jedem Fall schauen, dass man mit so wenig Energie bzw. Heizmaterial wie möglich auskommt.

Die Frage des Heizmaterials ist bei unserem Energieverbrauch daher erst einmal von nachrangiger Bedeutung. Es ist in vielen Fällen gar nicht notwendig, gleich die ganze Heizung auszutauschen, nur weil man unbedingt auch auf den Biomasse-Boom aufspringen will. Meist ist eine energetische Sanierung der Gebäudehülle die wirtschaftlichere und ökologischere Investition.

Gruß
Flora

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Sind Pelletheizungen ökologisch?
Verfasser:
Flora
Zeit: 19.10.2006 00:09:54
0
493458
Hallo,

vergessen wir erst einmal die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger und das ständige Auf und Ab der Energiepreise – keiner der heutigen Energieträger kann langfristig unseren exorbitanter Verbrauch decken. Unweigerlich wird es zu weiteren Verwerfungen und weiteren Preisanstiegen kommen.

Wesentlich ist nämlich eines: Völlig unabhängig davon, wie man heizt – ob mit Öl, Gas, Pellets oder Wärmepumpe – man sollte in jedem Fall schauen, dass man mit so wenig Energie bzw. Heizmaterial wie möglich auskommt.

Die Frage des Heizmaterials ist bei unserem Energieverbrauch daher erst einmal von nachrangiger Bedeutung. Es ist in vielen Fällen gar nicht notwendig, gleich die ganze Heizung auszutauschen, nur weil man unbedingt auch auf den Biomasse-Boom aufspringen will. Meist ist eine energetische Sanierung der Gebäudehülle die wirtschaftlichere und ökologischere Investition.

Gruß
Flora
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