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Datenschutzhinweise

zentrale KWL mit Rotatiosnwärmetauscher
Verfasser:
Himmi
Zeit: 17.11.2004 15:34:15
0
112508
Hallo Lüftungsspezialisten,

wie schon so oft gelesen ein Neu-Häuslebauer der mit dem Gedanken spielt eine KWL einzubauen und dann in der Informationsflut von Anbietern und diverser Foren erschlagen wird...
Deshalb meine Frage, ob Ihr einem Laien hier etwas auf die Sprünge helfen könnt.
Von den Vorteilen einer KWL bin ich schon überzeugt, aber die hier diskutierten Nachteile mancher Systeme gibt mir schon zu denken, was wohl die richtige Lösung ist. In vielen Beiträge habe ich von dem Ökolüfter gelesen und mir das Ding mal auf der Internetseite angesehen. Ob man solch ein Teil jetzt in die Scheibe einbaut oder nicht ist ja Geschmackssache (und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten bzw. im Forum diskutieren). Die technischen Daten allerdings lassen sich wohl schon sehen, nur verstehe ich nicht, warum man ein solches System (Rotationswärmetauscher, der aus meiner Laiensicht wohl die beste Lösung ist) nicht in ein zentrales System oder wenigstens in ein (etwas unauffälligeren) Mauerkasten einbaut. Ausserdem erstaunt mich auch ein wenig der Preis ??? So sind wohl für maximal 200m3/h stolze 1500 Eur netto fällig (für 2 Lüfter in einer kleinen rotierenden Waschmaschinentrommel - ich weiß jetzt übertreibe ich !!!).
Aber mal im Ernst, ist das Teil wirklich so gut oder hat eine zentrale Lösung z.B. von Villavent VMx einen Haken, den ich bisher übersehen habe ???
Kennt jemand diese Kiste und hat schon Erfahrungen damit gesammelt oder vielleicht mit vergleichbaren Geräten ?
Würde mich freuen, wenn Ihr mir aus dem "unbelüfteten Dunkel" helfen könntet. Oder mich vielleicht auch davon überzeugen könnt, dass der Ökolüfter sein Geld (und die Einbauoptik) wert ist. Versteht mich nicht falsch - ich will hier niemanden auf die Füße treten (Richtung Ökolüfter), kritische Fragen zeigen doch nur das Interesse :-).

Gruß,
Himmi

Verfasser:
Himmi
Zeit: 17.11.2004 15:49:27
0
112515
kleiner Nachtrag (bin eben erst am Anfang der Materie): Ich meinte natürlich VRx von villavent, nicht VM...

Gruß,
Himmi

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 17.11.2004 16:03:47
0
112518
@Himmi

Einbau in der Mauer ist möglich, allerdings mit einigem Aufwand verbunden. Wenn sie die Optik soooo gräßlich finden müssen sie diesen Weg halt gehen. Der Fenstereinbau hat neben den fest kalkulierbaren Kosten den Vorteil, dass das Gerät "ständig" unter Kontrolle ist. Ferner sorgt das Licht (durch den UV Anteil) für Hygiene.

>Ausserdem erstaunt mich auch ein wenig der
>Preis

Was kostet denn eine vergleichbare zentrale Anlage fix und fertig installiert?

Damit sie sich mit dieser Frage nicht zu viel Arbeit machen, ein wirklich _vergleichbares_ System gibt es nicht. Die geringe spezifische Leistungsaufnahme (unter 0,1W/m³) sowie die einstellbare Feuchterückgewinnung sind Alleinstellungsmerkmale.

>Kennt jemand diese Kiste und hat schon Erfahrungen
>damit gesammelt

Ich habe drei von den "Kisten" im Einsatz. Sie können mich gerne in Köln besuchen und sich das Gerät mal anschauen. Dann wird vielleicht ihre Bewertung von "2 Lüfter in einer kleinen rotierenden Waschmaschinentrommel" etwas anders ausfallen ;-)

Kalkulieren sie bei einem Vergleich auch mal die laufenden Kosten für Strom und Filter (die beim Ökolüfter nicht anfallen da man den Wärmetauscher, der auch als Filter fungiert, reinigt).


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
gretel
Zeit: 17.11.2004 16:05:54
0
112519
Hallo ,

also Haken sind bei dezentralen Systemen ganz klar die Rohrleitungen , bzw. allgemein gesagt die Luftführungen in und aus den jeweiligen Räumlichkeiten.
Dazu ist einfach die Drucküberwindung vom Zentralgerät aus nötig - und das kostet (Energie und somit Geld , auch Filter , Nachheizung - Frostschutz etc.. nicht vergessen.)
-
Beim Dezentralen , wie Ökolüfter kommt man das Jahr über auf 50-60,00 EUR pro Gerät.

Ist irgendwie übersichtlich !
Und der Herr Stolz kann über Grundrissplan auch eine ausgeklügelte Luftführung anbieten - wer macht das sonst !(meist inbegr. hier aber lieber nachfragen !)
-
Zu Geräte
http://www.villavent.de/ VR mit Rotoationswärmetauscher kann ich leider noch nichts sagen , sind evtl. für mich zu neu !
Kenne als Mitanbieter nur Homevent mit Rotationstauscher von www.hoval.de.
Die sind laut technischen Daten wirklich gut !
Bei villavent kenne ich jetzt keine Preise , weis auch nicht den Vertriebsweg ,etc...

Gruss
Gretel

Verfasser:
Solder
Zeit: 17.11.2004 16:25:59
0
112523
Hallo,

ich hatte auch schon mit dem Gedanken des Öko-Lüfter-Einbaus gespielt. Aber eigentlich ist das auch nur was für Bastler, wenn man nicht gerade in der Nähe von Köln wohnt und bei Mauereinbau sowieso. Schade eigentlich, aber meine Frau ist strickt dagegen, daß ich so ein Teil selbst einbaue wg. Garantie etc. Immerhin handelt es sich um ein neu zu bauendes Haus und ich meine die Gewährleistungsfrage stellt sich da schon. Den Ökolüfter sollte es für Mauereibau in einer Kiste geben. Zwei Rohre dran, die man absägen kann um die richtige Länge bis draußen zu haben. Fertig. Aber so kann ich ihn leider nicht einsetzen. Die Hausbaufirma bietet seit neuestem das Pluggit-System an. Das werde ich nehmen. Ist immer noch besser, als die WP-Systeme mit dezentraler Frischluft.

Zu dem Feuchtigkeitsproblem im Winter: Komisch, daß es nur bei Lüftungen auftritt. Würden alle Bewohner von Wohnungen ohne KWL im Winter wie von Experten empfohlen lüften, dürfte die Luftfeuchtigkeit auch unter 30% liegen. Macht aber offenbar keiner. Ich nehme auch an, daß es dann ziemlich kalt wär in den Wohnungen.
Ich hoffe deshalb, daß ich mit intelligenter Nutzung (Berücksichtigung von Bedarf und aktuellem Wetter) des Pluggit-Systems auch hinkomme und die Luft nicht zu trocken wird.

Solder.

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 17.11.2004 19:39:49
0
112586
@Solder

Der Ökolüfter ist nur was für Bastler?? Das müssen sie mir erklären. Ich habe da jedenfalls bislang nicht dran gebastelt.

Die Gewährleistungsfrage sehe ich entspannt. Am Ökolüfter ist nichts dran was nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt wäre. "Sollbruchstellen" wie bei anderen Geräten gibt's keine. Insofern macht der Ökolüfter auf mich eindeutig den Eindruck, dass er 20 Jahre und länger hält.

Ansonsten kann ich nur sagen dass Herr Stolz sich für seine Kunden immer Zeit nimmt. Da wird nix schnell schnell verkauft sondern vorher steht eine intensive Planung. Wenn er ein ungutes Gefühl hat sagt er das.

Und nochmal zurück zur Gewährleistung: bei mir war ein Propeller defekt (am Dämpfungselement abgerissen). Im Nullkommanichts hatte ich Ersatz. Großkonzerne sind in der heutigen Zeit nicht unbedingt ein Garant für immerwährende Gewährleistung und schnelle Abwicklung...

Mein persönliches Fazit: lieber ein optimales Produkt eines kleinen Herstellers als ein mäßiges Großserienprodukt.

>Zu dem Feuchtigkeitsproblem im Winter: Komisch, daß
>es nur bei Lüftungen auftritt. Würden alle Bewohner
>von Wohnungen ohne KWL im Winter wie von Experten
>empfohlen lüften, dürfte die Luftfeuchtigkeit auch
>unter 30% liegen

So ist es!! Und das ist auch der Grund, warum man mit Wirtschaftlichkeitsrechnungen äußerst vorsichtig sein muß. Wenn jemand bisher im Winter "nicht" gelüftet hat, wird er trotz bester Wärmerückgewinnung seine Heizkosten evtl. nicht wie erhofft senken können. Aus dem Grund sollte man in der Kalkulation die gleichen Luftwechselraten zugrunde legen, auch wenn diese vorher nicht erreicht wurden. Oder mit CASAnova das Haus simulieren und so die tatsächliche Luftwechselrate ungefähr bestimmen.

>Ich hoffe deshalb, daß ich mit intelligenter
>Nutzung (Berücksichtigung von Bedarf und aktuellem
>Wetter) des Pluggit-Systems auch hinkomme und die
>Luft nicht zu trocken wird.

Nicht hoffen sondern rechnen. Die mittleren Luftfeuchtigkeitswerte für ihre Region sollten sich besorgen lassen, im Zweifelsfall nehmen sie bundesweite Mittelwerte aus dem Recknagel. Dann brauchen sie noch die inneren Feuchtegewinne (2L pro Person und Tag als Ausgangswert) und die im Haus angestrebte Luftfeuchtigkeit. Und dann ausrechnen wieviel Luft sie sich gönnen dürfen. Wird nicht viel sein... Der "passive" Dr. Feist gibt sich aus diesem Grund mit einer Luftwechselrate von 0,3/h zufrieden.


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 17.11.2004 20:02:05
0
112599
@Himmi

Kurz noch zu Villavent / Systemair VR: die Geräte arbeiten zwar mit einem Rotationswärmetauscher und haben daher kein Vereisungsproblem (sprich der Erdwärmetauscher kann entfallen).

Die Feuchterückgewinnung basiert aber _nicht_ auf Sorption. Somit ist ein Unterschreiten der Taupunkttemperatur erforderlich damit die Luftfeuchtigkeit im Wärmetauscher kondensiert und dann wieder verdampft werden kann. Systemair schreibt selber "ein extrem trockenes Innenklima in den kalten Phasen kann entschärft werden". Wenn das Produkt das Problem _lösen_ würde stünde dort nicht "entschärft".

Mir scheint der Ansatz von Hoval's Homevent erfolgversprechender, denn dort ist der Wärmetauscher sorptiv beschichtet. Allerdings traue ich dem Braten nicht so ganz. Die Regulierung erfolgt nämlich über die Drehzahl des Rotationswärmetauschers. Ändert man die Rotationsgeschwindigkeit des Wärmetauschers relativ zum Volumenstrom, verändert man nicht nur den Grad der Feuchterückgewinnung, sondern dies hat auch Einfluss auf die Wärmerückgewinnung. Es kann also durchaus sein, dass die Wärmerückgewinnung aufgrund einer "falschen" Drehzahl nicht optimal ist.


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Martin Asrav
Zeit: 17.11.2004 21:41:23
0
112646
Hallo,

das Feuchtigkeits, bzw Trockenheit nur ein Problem der
mechanisch belüfteten Häuser ist, stimmt aber nicht.

Dieses "Problem" haben Häuser mit Fensterlüftung auch.

Und wenn man dem entgegenwirkt indem man wenig die Fenster öffnet, ist dies nichts anderes als wie wenn man den Luftwechsel der KWL im Winter reduziert.

Nur das man es mit dem Fenster halt nicht so gezielt machen kann.

Im übrigen verstehe ich immer noch nicht den Wunsch, den Ökolüfter in die Mauer einzubauen??

Erstens iss er ja auch da sichtbar, zweitens ist das Ding ja auch nicht hässlich und drittens (am wichtigsten), wenn ich schon irgendwo meine Hülle abschwäche, dann noch nicht am stärksten Punkt.

Das Fenster kann noch so gut sein, niemals jedoch sogut wie die Mauer. (außer ev. Nachkriegshaus mit Passivhausfenstern)
Also laß ich doch die Mauer ganz, das Teil kommt ins Fenster, so wie es gedacht ist und fertig.

Wenn hinterher mal was dran ist, muß man am ende noch ne Leiter anstellen um dranzukommen.


Gruß Martin Asrav

Verfasser:
Martin Asrav
Zeit: 17.11.2004 21:45:20
0
112650
etwas hatte ich vergessen.

Zitat "(für 2 Lüfter in einer kleinen rotierenden Waschmaschinentrommel - ich weiß jetzt übertreibe ich !!!).

Ein Zentrallüftungsgerät ist nur unwesendlich teurer
und ist im endeffekt auch lediglich ne Blechkiste, die mit Styropor ausgekleidet ist und 2 Lüfter drin.....

Gruß Martin Asrav

Verfasser:
Ökolüfter
Zeit: 18.11.2004 03:25:16
0
112739
Mauereinbau: Da sage ich immer, ein Fenster ist ja in der Regel in eine Mauer eingebaut. Wenn in das Fenster ein Gerät eingebaut ist, ist dies also auch in die Mauer eingebaut. Überlegt man sich, welche Bedingungen alle bei einem Wandeinbau eingehalten werden müssen (z.B. Zugänglichkeit, Luftführung) und hat die nach reiflich vier Stundnen Überlegung alle geschafft, stellt man fest: is ja schon wieder ein Fenster geworden.

Die Zeit kann man sich ersparen.

Es gibt aber eine tatsächlich ebenfalls sehr brauchbare Variante: Wandaufbau

Dies ist besonders günstig, wenn man eine ganze Wohnebene (bis etwa 80m²/Gerät) belüften möchte und gleichzeitig mehrere Räume zu belüften sind.
Hier wird in einer Wand ein wenigstens 40cm großes Loch, quadratisch oder rund, benötigt.
Dieser Durchbruch muß natürlich regenfest ausgeführt sein.
Raumseitig wird dieses Loch mit einer Klappe (50x50...60x60) (überlappend) verschlossen, in welche das Gerät im Originalzustand eingebaut ist. Die Klappe könnte man auch wandbündig einsetzen, dann muß die Öffnung etwas größer werden.
Rohre auf der Außenseite sind nicht erforderlich und es gibt bei normalen Wandstärken auch kein Vermischen der Außenluftströme.
Die äußere Öffnung bleibt bis auf ein sehr weites Maschengitter (Vögel) offen (aber keine Lamellen).

Der Raum, wo das Gerät eingebaut wird, kann ein völlig untergeordneter Raum bis hin zur Besenkammer sein. Jedoch muß er bestimmte Kriterien erfüllen und alles muß in "Absprache" mit den anderen zu belüftenden Wohnebenen gesehen werden (alle Geräte müssen auf einer einzigen, beliebigen Hausseite untergebracht werden, wenn die Stockwerke untereinander Luftverbund haben).

Bei bisherigen Planungen waren die geeigneten Räume meist Abstellkammer, Bad, Toilette. Nach Möglichkeit soll neben einem solchen Raum eine Küche, Toilette oder Bad liegen. Wohnzimmer oder SZ/KZ-Einbauten waren noch nicht nötig (die wären lärmkritisch und könnten dann nur mit 80-140m³/h "befahren" werden, während im anderen Fall 160-180m³/h vernünftig (Stromverbrauch) genutzt werden können)
Eine Besonderheit: Jedem belüfteten Raum steht bedarfsweise die gesamte Luftmenge zur Verfügung. Geburtstag im KZ geht ohne Fensterlüftung. Die Wärme bleibt im Haus.

Wenn alles grundrissmäßig klappt, ist die Lüftung in jeder Hinsicht "erledigt". Lärmbelästigung trotz sehr intensiver Belüftung aller Räume ist in den lärmsensitiven Räumen Null, nicht einmal Rauschen. Dafür ist es in der Besenkammer etwas lauter.

Platz wird nur oben benötigt,von Decke bis etwa 80cm unterhalb der Decke und von der Wand gemessen max. 23cm in den Raum. Da das Gerät durchsichtig ist, kommt sogar etwas Tageslicht in die Besenkammer.

In besonderen Fällen, wenn die Wand zu schmal ist (dumm gelaufen), besteht auch noch die Möglichkeit, mit einem nur 40x20cm² schmalem Durchbruch auskommen zu können. Vom Eck bis zu einer Fensterlaibung werden aber mindestens 45cm benötigt. Bei Wanddurchbrüchen muß auch immer noch die Statik geprüft werden.

Diese Variante ist bei Neubauten günstig, während der Fenstereinbau sich mehr für die Nachrüstung eignet (ich denke da an einen Wanddurchbruch im 4. Stock mit Straßenabsperrung etc.). Die Wartungszugänglichkeiten sind für beide Lösungen identisch.

Heute bis Sonntag gibts in Köln eine Messe (Haus & Wohnen). Vielleicht finde ich noch irgendwo meinen Stand.

Oleg Stolz
www.oekoluefter.de

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 18.11.2004 08:26:53
0
112762
@Martin Asrav

>das Feuchtigkeits, bzw Trockenheit nur ein Problem
>der mechanisch belüfteten Häuser ist, stimmt aber
>nicht.

Genau das hat "Solder" doch geschrieben?! Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;-)


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Solder
Zeit: 18.11.2004 09:31:58
0
112777
Hallo,

@slieser: Ökolüfter im Fenster scheidet aus. Schon wegen der Rolläden. Diese werden elektrisch und. evtl. auch automatisch betätigt. Der Abstand zum Fenster müßte groß genug sein, damit er überhaupt am Öko vorbeikommt. Damit's dann auch bei heruntergelassenen Rolläden funktioniert ein Loch da rein? Niemals.
Zum Thema Garantie: Ich meine nicht die Garantie vom Ökolüfter sondern vom Haus. Wer baut mir denn den Ökolüfter fachgerecht ein - in die Wand? Und übernimmt dann die Gewährleistung das alles dicht ist und den Vorschriften entspricht? Ich wohne 500km von Köln weg. Da sind die Anfahrtkosten ziemlich hoch (und gelten ohnehin nur für Fenstereinbau). Der Einbau ist eindeutig das Problem. Ich finde, Herr Stolz bräuchte ein Vertriebsnetz bzw. Partnerfirmen, die den Einbau vornehmen können.

Solder

Verfasser:
Solder
Zeit: 18.11.2004 10:28:32
0
112795
Hallo,

@slieser: Mir ist noch was eingefallen zur Einsparung. Sicher kann die u.U. geringer ausfallen. Für die Berechnung des Verbrauchs nach EnEV spielt das keine Rolle. Da werden sicherlich Pauschalwerte genommen. Mit der KWL ergeben sich dann niedrigere Verbrauchswerte. So wie vorher keiner überprüft, ob man nun mit Fensterlüftung 0,8/h tatsächlich lüftet prüft dann auch keiner, wieviel Luft man mit der KWL wirklich austauscht oder ob man vielleicht trotzdem noch das Fenster aufmacht. Wenn man auf dem Papier Werte erreichen muß oder will ist das mit der KWL ok. Das soll nicht heißen, daß ich die KWL nur deshalb einbaue. Der Komfort dabei spielt schon auch eine Rolle.

Vergleichswerte jetzt zu später mit KWL sind schwer zu bestimmen. In unserer Wohnung haben wir ständig ca. 55-65% (auch im Winter). Allerdings sind wir tagsüber nicht zu Hause, da lüftet also niemand. In der Zeit könnte man die KWL auch abstellen (und 1h vor Rückkehr wieder einschalten). In einigen Räumen wird jetzt fast gar nicht gelüftet, da man erst alle Blumen aus dem Fenster räumen müßte - dafür ist die Tür offen um Austausch mit den Räumen zu haben die gelüftet werden. Mit KWL will ich doch mehr lüften als jetzt. Wieviel das dann wirklich ist werde ich sehen.

Feuchtewerte draußen kann ich mal erkunden. Tockenes und kaltes Winterwetter (unter 0°C) über mehr als 1 bis 2 Wochen - ich kann mich nicht erinnern wann wir das zuletzt hatten. In dieser Zeit müßte man die KWL dann drosseln und bei Schmuddelwetter wieder stärker lüften. Es kann eigentlich nur besser werden als jetzt.

Solder

Verfasser:
Himmi
Zeit: 18.11.2004 11:04:55
0
112806
Hallo,

zunächst vielen Dank für Eure Meinungen. Ich dachte mir ja schon, dass meine Bemerkung mit der Waschmaschinenetrommel provokativ verstanden wurde, aber Ihr wisst ja, war nicht ganz ernst gemeint :-)
Es kamen noch ein paar interessant Dinge zu meinem Meinungsbild, die den Ökolüfter in meiner Favoritenlösung weiter nach vorne rücken lassen.
Aber einige Fragen hätte ich da noch...
Wie wird denn die Luftstömung, also Verteilung im Haus sichergestellt. Bei einer zentralen Lösung wird an verschiedenen Stellen an- und abgesaugt. Bei der Besenkammerlösung in der Wand (man denke auch an die bessere Hälfte, die einen Fenstereinbau NIEMALS zulassen würde) frage ich mich, wie die ausgetauschte Luft das Bestreben erfährt aus der Bessenkammer ins Wohnzimmer gelangen zu wollen ? Lüftet die dann nicht nur die Besenkammer ???

Wie verträgt sich den der Ökolüfter mit offenem Kamin und Abzugshaube (und diese Kombination mit dem Schornsteinfeger) ?
Kann man da ggf. den Lüfter auch in günstiger Position zum Kamin plazieren um den Warmluftstromm beinflussen zu können?

@Herrn Stolz:
Wenn Sie mir verraten, ob Sie Ihren Stand auf der Messe gefunden haben :-), so würde ich mir die Sache gerne mal ansehen am Sonntag.

@Herrn Lieser:
Wie ich schon in anderen Beiträge gelesen habe, sind Sie vom Ökolüfter begeistert und haben zum Teil auch wirklich schlagende Argument aufgeführt (Sie bekommen aber keine Provision von Herrn Stolz :-)))).
Können Sie mir auch Nachteile vom Ökolüfter nennen ?
Sie sagten, dass die Villavent-Lösung den Grad der Feuchterückgewinnung über die Rotation des WT (und den damit verbundenen Nachteilen) steuern. Wie funktioniert dass bei dem Ökolüfter oder der Lösung von Hoval. (Zugegben ich habe die hier öfters zitierte Sorption - auch nach Studium der Anbieterinternetseiten - nicht verstanden. Der Thermodynamik-Schein liegt eben doch zu lange zurück:-).
Aber die Funktionsweise der Rotationswärmetauscher ist doch prinzipiell die Gleiche ???

Sie haben auch das Hygieneproblem aufgeführt - was natürlich beim Ökolüfter ein unschlagbarer Vorteil darstellen könnte, wenn es denn tatsächlich bei zentralen Lösungen besteht. Ich habe schon viele Diskussionen dazu gelesen und wundere mich ein wenig, dass es hier keinen Konsens gibt. Ist das jetzt wirklich ein Problem und wenn ja, wie lösen das die ganzen gewerblichen Gebäude, die ja allesamt mit Lüftungsanlagen ausgestattet sind ???

Nochmals Danke für Eure Meinungen und Gruß
Himmi.











Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 18.11.2004 14:28:13
0
112881
@Solder

>Ich meine nicht die Garantie vom Ökolüfter sondern
>vom Haus. Wer baut mir denn den Ökolüfter
>fachgerecht ein - in die Wand? Und übernimmt dann
>die Gewährleistung das alles dicht ist und den
>Vorschriften entspricht

Lassen sie mal die Kirche im Dorf. Derjenige der den Ökolüfter einbauen würde, könnte z.B. vorher und hinterher eine Blower Door Messung machen. Dann hätten sie es schwarz auf weiß. Alternativ können sie mit dem Ökolüfter Undichtigkeiten des Hauses selber entdecken, indem sie nur den Abluftquirl anmachen und die Zuluftöffnung verschließen. Dann zieht's an den undichten Stellen rein. Aber das ist nichts für sie, nehmen sie sich lieber einen Fachbetrieb der alles aus einer Hand liefert.

>Allerdings sind wir tagsüber nicht zu Hause, da
>lüftet also niemand. In der Zeit könnte man die KWL
>auch abstellen (und 1h vor Rückkehr wieder
>einschalten).

Sie sollten die Lüftung besser durchlaufen lassen. Die Luft im Haus wird ja nicht nur durch die Bewohner belastet sondern auch durch Möbel, Bodenbeläge, etc. Diese Belastungen sollten kontinuierlich abgeführt werden.


@Himmi

>Wie wird denn die Luftstömung, also Verteilung im
>Haus sichergestellt.

Rufen sie Hr. Stolz an, er wird ihnen seine Lösung erläutern.

>man denke auch an die bessere Hälfte, die einen
>Fenstereinbau NIEMALS zulassen würde

Ich könnte jetzt provokant fragen, wodurch sich dann die Bezeichnung "bessere" eigentlich ergibt, aber das lasse ich mal ;-))

Zwei Dinge sollten sie in jedem Fall machen bevor sie einen Fenstereinbau zu den Akten legen: erklären sie ihrer Frau, das sie in Zukunft die Fenster mit den Ökolüftern nicht mehr putzen muß weil sie das bei der Reinigung der Geräte gleich mit übernehmen. Und (und der Punkt ist der wichtigere) zeigen sie ihrer Frau einen Ökolüfter im eingebauten Zustand! Fotos sind eine Sache, das Ding "live und in Farbe" gesehen zu haben eine andere.

>Sie bekommen aber keine Provision von Herrn Stolz

So ist es. Er ist mein persönlicher Haus-und-Hof-Physiker und muß mir immer alles ganz genau erklären, das ist "Strafe" genug für ihn ;-))

>Können Sie mir auch Nachteile vom Ökolüfter nennen

Na klar. Sie müssen das Gerät ungefähr alle 2 Monate sauber machen. Dazu gehört die Reinigung der Wärmetauschertrommel, das Abspülen der diversen Strömungsgleichrichter und der Propeller, sowie das Abwischen aller sonstigen Teile. Zeitaufwand pro Gerät etwa 30-45 Minuten. Dafür fallen aber keine Verbrauchkosten für Filter an.

Ein weiterer "Nachteil" ist die Optik. Wer das Gerät nicht im Fenster haben mag hat halt "Pech" gehabt ;-)

Und ncoh einen Haken gibt es: beim Einstellen der Feuchterückgewinnung (s.u.) müssen sie mitdenken.

>Sie sagten, dass die Villavent-Lösung den Grad der
>Feuchterückgewinnung über die Rotation des WT (und
>den damit verbundenen Nachteilen) steuern

Nein, diese aussage bezog sich auf den Hoval Homevent. Villavent (bzw. Systemair) hat keine "echte" Feuchterückgewinnung.

>Wie funktioniert dass bei dem Ökolüfter

Die Wärmetauschertrommel wird nach der Reinigung kurz durch eine CaCl2 Lösung gedreht. CaCl2 ist stark sorptiv, bindet also Feuchtigkeit. Es wird im Baumarkt ihres Vertrauens zur Entfeuchtung von Kellerräumen angeboten. Besorgen sie sich mal ein Körnchen und legen sie es auf die Fensterbank. Innerhalb kürzester Zeit bindet dieses CaCl2 Körnchen Feuchtigkeit aus der Luft, sie haben dann einen Wassertropfen auf der Fensterbank liegen. Und dieser bleibt dort liegen, und verstaubt. Sieht wirklich putzig aus ;-))

Wenn das CaCl2 im Wärmetauscher sitzt macht es dort nichts anderes: aus der relativ feuchten Abluft nimmt es Feuchtigkeit auf, und gibt diese an die relativ trockene Zuluft wieder ab.

Die Konzentration der CaCl2 Lösung bestimmt übrigens den Grad der Feuchterückgewinnung. Und den richtigen Zeitpunkt muß man abpassen. Ich habe die Trommeln letztes Jahr Mitte Oktober beschichtet. Für das DG (Büro) war das zu spät, da hier oben relativ wenig Feuchtequellen sind. Dieses Jahr ich die Trommel im DG bereits Ende September beschichtet, jetzt ist alles in Ordnung.

>[Hygiene bei zentralen Anlagen] Ist das jetzt
>wirklich ein Problem und wenn ja, wie
>lösen das die ganzen gewerblichen Gebäude, die ja
>allesamt mit Lüftungsanlagen ausgestattet sind ???

Schauen sie mal im Branchenbuch nach. Es gibt Firmen die Lüftungskanäle reinigen. Die gäbe es wohl kaum wenn kein Markt da wäre ;-)


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Jochen
Zeit: 06.02.2005 23:00:55
0
144195
Hallo,
ich schwanke auch zwischen Produkten von Villavwent und Hoval. Die Villavent Anlagen haben den Vorteil, dass Abzugshauben integriert werden könne. als Nachteil sehe ich, dass sie auf Wechselstrom laufen, zumindest die kleine 250er. Hoval scheint überlegen was Feuchterückgewinnung angeht. Leider finde ich von beiden nirgends Tests.

Verfasser:
Jan
Zeit: 20.06.2005 19:27:34
0
201526
HAllo Jochen,
hast Du dich zwischenzeitlich entschieden? Ich habe ebenfalls die beiden HErsteller ins Auge gefasst.
Viele Grüße,
Jan

Verfasser:
StephanL
Zeit: 23.06.2005 17:40:25
0
202993
Mal etwas Öl ins Getriebe....

Die Übersicht unter http://www.bauweise.net/grundlagen/technik/lueftung/enthalpie/markt.htm setze ich als bekannt voraus. Dass ich vom Ökolüfter viel halte sei ebenfalls als bekannt einzustufen und dass ich den Ökolüfter als Nachrüstgerät sinnvoll ansehe auch.
Beim Neubau bin ich trotzem Fan der zentralen Lösung mit Zentralgerät und Luftverteilung über Rohre. Glaubenskriege führt man in der Kirche.

Hoval hat einen beschichteten Rotor und gewinnt wärme zusatzlich wie der Ökolüfter nach dem Enthalpieprinzip zurück. Prinzipien kann mann unter www.oekoluefter.de nachlesen

Villavent hat ein Rotorwärmetauscher, allerdings keine Beschichtung, daher nur klassische Wärmerückgewinnung.

Ich sag immer wieder: Testzentrum für Wohnraumlüftung sollte ein Begriff sein.

Schauen Sie sichs an: http://www.tzwl.de/

Sie finden dort den Ökolüfter getestet - hat gut abgeschnitten - Sie finden auch die Mitbewerber - finden Sie schon Hoval?

Der Rest ist Philosophieren



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