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28.10.2013 12:58:10 |
Hallo Gemeinde, ich betreibe seit Juli letzten Jahres eine BWWP mit Edelstahlspeicher (V2A) und nun hat der Speicher ein leck. Die 22mm dicke Anode ist komplett aufgelöst. Die Anschlüsse sind mit Kunststoff-Alu-Verbundrohr realisiert. Der Hersteller sagt, der Kessel ist ein Totalschaden und es sei meine Schuld, da ich die Schutzanode nicht rechtzeitig (nach einem Jahr) kontrolliert habe. Man könne mir eine neue BWWP zum mit Emailiertem Speicher zum Vorzugspreis anbieten. Ich bon total vor den Kopf gestossen. Ich habe nun also knapp 2000€ für ein Jahr lang warmes Wasser in den Wind geschossen? Könnt ihr mir helfen? Ist das normal, dass wenn man das Wartungsintervall überschritten hat, man keine Garantie mehr hat? Gruß
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28.10.2013 13:33:12 |
ich nochmal, ich meinte natürlich Gewährleistung und nicht Garantie und die ist doch gesetztlich vorgeschieben und hängt nicht mit Wartungsintervallen des Herstellers zusammen?
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28.10.2013 13:51:59 |
edelstahlspeicher + opferanode ?
ich kenn einen derartigen speicherschutz für edelstahlspeicher nur in verbindung mit fremdstromanoden, die sich auch nicht verbrauchen.
welcher hersteller ist das den ?
sicher, dass das ein edelstahlspeicher ist?
was steht den in der wartungsanleitung zu dem thema anodenkontrolle?
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28.10.2013 14:00:57 |
Es handelt sich um eine Feinwerk Top Air 250L mit Edelstahlkessel und Solarwäremetauscher. Der Hersteller bestätigte mir am Tel, dass es sich um einen V2A Kessel handelt und dieser braucht eine Opferanode. Es ist eine Mg Anode verbaut, die jährlich kontrolliert werden muss. Aber es kann doch nicht sein, dass der Speicher innerhalb der 2 Jahre Gewährleistung "durchrostet" nur weil ich die Anode nicht im Juli gewechselt habe. Wir haben jetzt Oktober!
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28.10.2013 14:41:13 |
Da sollte man mal genau nachfragen, um was für einen Edelstahl es sich handelt V2A ist eine alte, ungenaue Bezeichnung - und das ich nix für Trinkwasser. Die genaue Werkstoffnummer ist da aussagekräftiger und nach alter Bezeichnung sollte es V4A (1.4571 o.ä) sein. Aber ich frage mich, welches Wasser eine Opferanode so schnell verbraucht.
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28.10.2013 16:37:11 |
Zitat von silverstonee  Aber es kann doch nicht sein, dass der Speicher innerhalb der 2 Jahre Gewährleistung "durchrostet" nur weil ich die Anode nicht im Juli gewechselt habe. Wir haben jetzt Oktober! Das es doch sein kann, hast du ja erlebt. Wenn der Hersteller schreibt "alle 12 Monate" und du machst das nicht, dann ist der Hersteller erst mal fein raus. Bei der 2-jährigen gesetzlichen Gewährleistung vom Verkäufer musst du nachweisen, daß die Anlage bei Auslieferung schon einen Mangel hatte (falsches Material, Anode zu kurz, ...). Das dürfte nicht einfach sein. Oliver
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29.10.2013 09:35:32 |
Ich habe in der Bedienungsanleitung nachgesehen, dort steht, dass man die Schutzanode regelmäßig kontrollieren soll, es steht jedoch keine genauere Zeitangabe dabei. Auf dem Gerät selbst, befindet sich ein Aufkleber, dass man die Anode spätestens nach einem Jahr kontrollieren soll. Es ist der Elektroheizstab, der durchgefressen zu sein scheint und nicht der Kessel selbst. Würde es Sinn machen, den Heizstab zu wechseln, oder würde dieser dann wieder nach einem Jahr durch sein. Ich kann doch nicht jedes Jahr den Heizstab und die Anode wechseln. Da muss doch etwas im Argen sein. Unser Wasser hat einen Chloridgehalt von 26mg/l. Laut Bedienungsanleitung sind bis zu 200mg/l erlaubt. Was kann das denn nun sein? Der Hersteller sagt, dass es an unserem wasser läge und dass man das nur in den Griff bekommt, indem man den Kessel gegen einen Emailierten tauscht. Stimmt das? Gruß
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29.10.2013 09:39:35 |
Bei wem hast du die Anlage gekauft, wer hat die eingebaut?
Oliver
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29.10.2013 10:30:48 |
Habe die Anlage direkt vom Hersteller bezogen und selbst, unter Anleitung eines befreundeten Sanitärfachmanns, eingebaut.
Laut Hersteller ist auch alles korrekt ausgeführt, denn das hat der natürlich auch gleich kontrolliert.
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29.10.2013 10:48:07 |
die Heizpatrone aus Kupfer und der Edelstahlspeicher vertragen sich nicht miteinander. Edelstähle liegen positiv gegenüber Kupfer und führen im Fall eines galvanischen Elementes zur Auflösung der Kupferbauteile. Deshalb wird auch bei der Verbindung von Kupfer mit nicht rostendem Stahl ein Überganggstück aus Messing oder Rotguss eingebaut.
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29.10.2013 11:17:42 |
aha, da kommen wir der Sache doch schon näher. Vielen Dank für den Hinweis. Hier ein paar Fotos dazu. [img] [/img] |
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29.10.2013 11:21:59 |
und hier noch ein Foto von der neuen und der 15 monate alten Opferanode [img] [/img]
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29.10.2013 21:50:14 |
>>ein Totalschaden ??
brauchst Du den Heizstab denn überhaupt? Lasse den einfach ausbauen und einen Nippel o.ä. statt dessen rein.
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30.10.2013 08:41:23 |
das hatte ich mir auch schon überlegt. Aber dann bleibt immer noch das Problem, dass mir das Ding jährlich ne Opferanode wegfrisst. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein! Vorher war ein Stiebel Eltron Kupfer-Speicher aus den 70ern verbaut, der brauchte nie ne neue Anode. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass da was nicht stimmt.
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30.10.2013 09:05:13 |
An dem VA Speicher braucht es eigentlich keine Opferanode. Beim Einsatz von VA Speichern wird schon lange darauf hingewiesen, dass man die Verschraubungen mit K´Stoff Distanzringen elektrogalvanisch entkoppelt. Das hat sich Übrigends auch bei den Hauptanschlüssen von Stahlpuffern, ob emailliert oder nicht durchgesetzt. Zur Einschätzung der Wasserqualität genügt der Chlorsalz-Wert nicht alleine. Hier kommt wohl einiges zusammen. Gruß JoRy
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30.10.2013 09:26:07 |
d.h. dass der Speicher einen konstruktiven Mangel haben muss, da er eine Opferanode braucht?
Der Speicher ist mit Kunststoff-Alu-Verbundrohr angebunden, das sollte doch als galvanische Trennung reichen?
Man sagte mir, dass ich für das Geld keinen "echten" Edelstahltank erwarten könne. Echte Edelstahlbehälter würden bei3000€ anfangen. Deshalb muss eine Opferanode eingebaut sein.
Wer kann mir helfen zu beweisen, dass der Speicher falsch konstruiert wurde?
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30.10.2013 09:58:17 |
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30.10.2013 10:15:13 |
Zitat von Frank_Pantry  vielleicht hätte ich genauer fragen sollen... Wer kann mir im Raum Freiburg die Anlage unabhängig begutachten?
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30.10.2013 11:06:13 |
Und was machste dann mit dem Gutachten?
Oliver
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30.10.2013 12:47:07 |
Zitat von OliverSo  Und was machste dann mit dem Gutachten?
Oliver Mich auf die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung berufen, denn dann ist bestätigt, dass das Produkt schon von Anfang an fehlerhaft (kombination Kupfer mit Edelstahl z.B.)war. Da mir die Erfahrungswerte fehlen: Kann man es noch als normal bezeichnen, dass eine Opferanode innerhalb eines Jahres verbraucht ist, oder sagt eure Erfahrung, dass das kein normaler Zustand ist?
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13.11.2013 08:28:43 |
Zitat von Expert35  die Heizpatrone aus Kupfer und der Edelstahlspeicher vertragen sich nicht miteinander. Edelstähle liegen positiv gegenüber Kupfer und führen im Fall eines galvanischen Elementes zur Auflösung der Kupferbauteile. Deshalb wird auch bei der Verbindung von Kupfer mit nicht rostendem Stahl ein[...] Hallo Expert35, kannst du deine Aussage für mich irgendwie belegen? Ich habe im Netz viel gesucht, aber soweit ich das sehen konnte, verträgt sich Kupfer mit V2A wohl schon. Ich würde mich freuen, wenn du das belegen könntest, weil wohl tatsächlich die Heizpatrone durchgefressen zu sein scheint. Gruß
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13.11.2013 09:23:27 |
Nach 15 Monaten so ein Schaden und Feinwerk versucht den Kunden darauf sitzen zu lassen. Toller Service. Das die Chinesen (Wotac) bei dieser Maschine Mist gebaut haben ist doch offensichtlich. Es darf doch nicht passieren das die Anode jedes Jahr gewechselt werden muss.
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13.11.2013 09:32:27 |
Zitat von silverstonee  Wer kann mir im Raum Freiburg die Anlage unabhängig begutachten? Raum Freiburg ist groß, geht's etwas genauer? mfG. Schmitt
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13.11.2013 09:33:07 |
Zitat von silverstonee  Zitat von Expert35  [die Heizpatrone aus Kupfer und der Edelstahlspeicher vertragen sich nicht miteinander. Edelstähle liegen positiv gegenüber Kupfer und führen im Fall eines galvanischen Elementes zur Auflösung der Kupferbauteile. Deshalb wird auch bei der Verbindung von Kupfer mit nicht rostendem Stahl ein[] Es ist wohl genau umgekehrt. Siehe hier oder hier.Es gibt auch hier Problemlösungen. Heizpatrone aus Edelstahl.Gruß Dietmar
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13.11.2013 21:14:27 |
Zitat von Idealist  Zitat von silverstonee  [...] Es ist wohl genau umgekehrt. Siehe hier oder[...] Hallo Dietmar, ich zitiere von der Seite des Deutschen Kupferinstituts die du verlinkt hast: " Mischinstallation von Kupfer und Edelstahl Kupfer ist aufgrund seiner Stellung auf der positiven Seite in der elektrochemischen Spannungsreihe durch andere Metalle nicht gefährdet. Der Zusammenbau von Kupfer mit Edelstahl gilt nach dem heutigen Wissensstand als unbedenklich. Mit Edelstahl sind die im Bauwesen üblicherweise verwendeten nichtrostenden Stähle der Werkstoffnummern 1.4301 ( Chrom-Nickel-Stahl) und 1.4401 (Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl) und 1.4571 gemeint. " Wie kommst du drauf, dass es genau umgekehrt sein soll? Gruß Sven
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