Hallo zusammen,
seit ca. 8 Wochen betreibe ich auch einen Wamsler PO 56.
Beim Auspacken wurden bereits diverse Schäden festgestellt.
Nach der Inbetriebnahme, war sehr auffällig, dass der Lüfter enorme Geräusche produzierte und das Gerät aus meiner Sicht nicht warm genug wurde. Zu dem war der Pelletverbrauch sehr hoch.
Nach dem ich den Ofen reklamiert habe, kam der
Kundendiensttechniker raus und überprüfte als erstes den
Unterdruck.
Das Messgerät zeigte einen Unterdruck von ca. 200 an. Der Ofen darf jedoch nur ca. 130 haben. Bei der Regulierung des Unterdrucks nahm das Lüftergeräusch deutlich an Lautstärke ab und ist jetzt einigermaßen erträglich.
Die Absenkung des Unterdrucks hatte zu Folge, dass der Computer teilweise neu programmiert wurde. Die Einstellparameter hatte er auf einer Liste.
Nach Rücksprache mit dem
Schornsteinfeger ist dies nicht erlaubt.
Die Feuerstelle muss nach
Verordnung, sofort funktionsfähig sein und nicht noch extra eingestellt werden.
Aus meiner jetzigen Sicht, dürften die Bauhäuser keine Pelletöfen verkaufen, es sei denn, Sie liefern den Kundendiensttechniker zur / bei Inbetriebnahme gleich zwecks Einstellung mit.
Der erste Eindruck: Lüftergeräusch deutlich geringer und die
Temperatur des Raumthermometers kletterte deutlich höher. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Außentemperatur gut im Plus lag.
Die von mir reklamierte, gerissene bordeauxrote Keramikabschlussplatte wurde nicht anerkannt, da angeblich Serienzustand.
In der Beschreibung des Ofens ist leider nicht erwähnt, dass die Keramikabschlussplatte eine Reißlack ähnliche Lackierung aufweist.
Da, nach der Einstellung, der Pelletverbrauch nach wie vor aus meiner Sicht zu hoch war und die Brenndauer ebenfalls zu gering erschien, testete ich den Ofen in den 4 Heizstufen erneut.
Lt. technischen Angaben der Fa. Wamsler liegt der
Brennstoffverbrauch bei 0,53 – 1,84 kg/h.
Demnach müsste die Brenndauer 8 - 28 Stunden – bei 15 kg - betragen.
Von diesen Werten kann ich nur Träumen.
Mein Brennstoffverbrauch lag vor der Einstellung zwischen 0,81 kg/h und 0,87 kg/h und nach der Einstellung zwischen 0,79 kg/h und 0,85 kg/h.
Richtig ist allerdings auch, dass ich an einem Brennstoffverbrauch von 1,84 kg/h nicht heran komme. Möglicherweise ist hier der Grund zu suchen, warum die
Heizleistung unzureichend ist.
Brenndauer vor der Einstellung:
Heizstufe 1: 18:20 Stunden
Heizstufe 2: 18:10 Stunden
Heizstufe 3: 17:20 Stunden
Heizstufe 4: 17:25 Stunden
Brenndauer nach der Einstellung:
Heizstufe 1: 18:55 Stunden
Heizstufe 2: 17:30 Stunden
Heizstufe 3: 18:20 Stunden
Heizstufe 4: 17:55 Stunden
Die Daten wurden jeweils mit einem 15 kg Sack ermittelt.
An warmen Tagen (vor der Einstellung) wird der Raum - bei geschlossener Wohnzimmertür – ca. 27 Grad warm. (gemäß eingebautem Temperaturanzeiger des Ofens)
Die tatsächliche Raumtemperatur liegt bei 22 – 24 Grad, gemessen mit einem kalibrierten Messgerät der Marke Qtemp 300. (letzte Kalibrierung 10 / 2008)
Das Raumthermostat wurde auf 15 Grad eingestellt.
Der Ofen geht in keiner Sparfunktion über.
Da das Thermostat von 8 – 30 Grad eingestellt werden kann, versuchte ich mehrere Varianten: alle Ergebnislos.
Das Thermostat reagiert auf keiner Einstellung.
Der Ofen lässt sich nicht nach unten regulieren!
Da das Kabel des Fühlers relativ kurz ist, waren die Varianten nicht besonders groß.
Die Frage an den Techniker, wo der Fühler am Besten angebracht werden sollte, konnte dieser auch nicht beantworten.
Die Bedienungsanleitung sagt hier zu:
Der Ofen verfügt über einen integrierten Thermostaten, der die Heizleistung entsprechend der eingestellten Raumtemperatur (8 – 30 Grad) reguliert.
Dafür ist ein mitgelieferter Raumtemperaturfühler erforderlich, der entsprechend angebracht werden muss.
Die Temperaturregelung (Raumthermostat) ist aus meiner Sicht ein Witz.
Nach Aussage des Kundendiensttechnikers, könnte die evtl. Ursache, an den verwendeten Pellets liegen, da diese nicht nach
DINplus sondern nur nach DIN 51731 sind.
Daraufhin, überprüfte ich die Pellets in einem Labor auf Dichte und Aschegehalt mit folgendem Ergebnis:
Durchmesser der Pellets: 6 mm
Länge der Pellets: 10 bis 30 mm, vereinzelt bis 60 mm
Dichte: 1,17
Aschegehalt: 0,62 %
Der
Wassergehalt ist z. Z. noch in Prüfung.
Das Ergebnis liegt am Montag vor und werde es dann bekannt geben.
Die verwendeten Pellets entsprechen bis jetzt der DIN 51731
Zur Reinigung des Ofens kann ich nur sagen: Komplizierter geht’s nicht mehr.
Durch die Brennkammer und den verlegten
Rohren, ist es äußerst schwierig mit dem Staubsauger, zwischen Rohre und Brennkammer zu kommen.
Noch komplizierter ist es, die Rückwand, zwecks Reinigung aus zu bauen. (
Vorschrift gemäß Bedienungsanleitung) Der Ausbau des Aschekastens durch die
4 Innensechskantschrauben, hat zur Folge, dass wenn der Kasten vorher nicht abgesaugt wurde, die Asche in den Lüfter fällt, da er nach 3 Seiten offen ist.
Hier hätte man sicherlich eine andere Konstruktion wählen können.
Die Programmierung der Zeituhr lässt mit 2 Varianten ebenfalls zu wünschen übrig.
Es wurden noch weitere Versuche bei der jetzigen Eiszeit durchgeführt.
Das Wohnzimmer wurde vorgeheizt und der
Pelletofen zu geschaltet.
Das Wohnzimmer wurde auf einer Temperatur von ca. 15 Grad vorgewärmt.
Die Ergebnisse lassen sehr zu wünschen übrig.
Mein Pelletofen ist den Minustemperaturen bei Weitem nicht gewachsen. Ohne Zuschaltung der
Gasheizung müsste ich mich warm anziehen.
Aufgrund der technischen Daten aus den Prospekten und dem
Internet entschloss ich mich zum Kauf des Ofens der Fa. Wamsler.
Die Kaufentscheidung für den Wamsler ergab sich aus dem Raumheizvermögen (400 m³) und dem geringen Verbrauch. (0,53 – 1,84 kg/h)
Mein Ziel, die überschüssige, erwärmte
Luft, in die Küche und oder in den Flur zu leiten, ist fehlgeschlagen.
Der Wert für das angegebene Raumheizvermögen von 400 m³ - bei einem Wärmebedarf von 50 W/m² - kann ich nicht nachvollziehen. Selbst bei einem Wärmebedarf von 100 W/m² - also das Doppelte (Altbau) – müsste das noch zu erreichbare Raumheizvermögen, bei ca. 250 m³ liegen.
Mein Wohnzimmer hat ein Volumen von ca. 80 m³.
Bei meinem Haus handelt sich um einen denkmalgeschützten Altbau. Aufgrund des Denkmalschutzes wurden nur die Innenwände gedämmt und die Räume mit Marken - Thermopen –
Fenster versehen.
Die von mir durchgeführten Raum- und Außentemperaturmessungen wurden mit einem kalibrierten Messgerät der Marke Qtemp 300 durchgeführt. (letzte Kalibrierung 10 / 2008)
Aus meiner jetzigen Sicht, ist der Kauf der Pelletöfen ein Reinfall, da die Technik nicht ausgereift und man mit dem Ofen und all seiner Probleme allein gelassen wird.
Und jetzt meine Fragen:
Die Erste an die PO 56 Besitzer.
Ist der Lack der Keramikplatte an Euren Öfen auch gerissen?
Welche Pellets verwendet Ihr? Verwendet Ihr nur DINplus oder auch nach DIN?
Hat jemand schon ausgiebig getestet, ob sich der Verbrauch und / oder die Heizleistung bei Verwendung von DINplus oder DIN verändert?
Gruß
Josef