Auch 2009 setzt die SIEGER Heizsysteme GmbH den seit drei Jahren eingeschlagenen Weg fort, Wachstum durch strategische Partnerschaften zu sichern. Das Siegener Unternehmen bietet ein breites Programm, das neben modernster Gas- und Öl-Brennwerttechnik auch komplette Lösungen für regenerative Energien umfasst.
Jüngster Partner ist die Deinzer + Weyland GmbH, Fachgroßhandel für Gebäudetechnik, mit Zentrale in Worms. Vor über 60 Jahren mit Schwerpunkt im Pumpenbereich gegründet, baute das Unternehmen lange Zeit eigene Pumpenanlagen, Hebeanlagen und Druckerhöhungsanlagen. Noch immer genießen diese Erzeugnisse bei den Weinbauern in der Umgebung einen legendären Ruf. Viele der Anlagen funktionieren auch heute zuverlässig und sind ein Beweis für das schon damals hohe Qualitätsniveau.
Vom Anlagenbauer führte die Unternehmensentwicklung hin zur Heizungstechnik. Seit 1996 ist Deinzer + Weyland Komplettanbieter im Bereich Sanitär und Heizung. Auch heute ist das Unternehmen besonders stark bei größeren Anlagen im gewerblichen und industriellen Bereich und da auch bei Pumpen und Armaturen. Zur Unternehmensgruppe Deinzer + Weyland zählen derzeit 13 Standorte zuzüglich vier Standorte bei der Wolf GmbH, Stuttgart, und drei Standorte bei der G. Hoffmann GmbH, München.
Überdurchschnittliches Wachstum
Der Einzugsbereich umfasst Rheinland-Pfalz, Süd-Hessen, Luxemburg, Franken, ganz Bayern, Sachsen, Thüringen, Berlin-Brandenburg und Baden-Württemberg. Mit 400 Mitarbeitern erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 180 Mio. €. In den letzten 10 Jahren war eine ungewöhnlich dynamische Entwicklung zu verzeichnen. Deinzer + Weyland haben Marktanteile gewonnen und sich in dieser Zeit mit einer Ausnahme jedes Jahr besser entwickelt als der Markt. Ein guter Grund, den Geschäftsführer der Großhandelsgruppe zu befragen.
„Herr Theis, woran liegt dieses außergewöhnliche Wachstum?“
Geschäftsführer Dipl.- Ing. Roland Theis:
„Wir haben uns sehr früh damit beschäftigt, die Kosten in den Griff zu bekommen. Mit pragmatischen Strukturen und intelligenten Organisationsformen. Von den Kunden her sind es weiterhin schwerpunktmäßig die mittleren und größeren Unternehmen, denen wir unsere Leistung anbieten können – ohne die kleineren Handwerksbetriebe zu vernachlässigen. Die profitieren ebenfalls von unserem speziellen Konzept. Wir arbeiten anders als andere Großhandelsorganisationen nicht mit einem flächendeckenden Abhollagernetz, sondern wir haben ein großes Zentrallager, das aktuell sämtliche Niederlassungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern bedient. Zudem haben wir in Leipzig und rund um Berlin mehrere Lagerstandorte, die wir künftig ebenfalls in einem Zentrallager zusammenfassen.
Die Strategie, nicht überall Niederlassungen mit Abholstandorten zu gründen, hat natürlich dazu geführt, dass wir auf der Preisschiene sehr wettbewerbsfähig sein können, besonders bei den Kunden, die einen etwas höheren Organisationsgrad haben. Unsere Kunden sind überwiegend Handwerker und Anlagenbauer und überregional tätige Konzerne. Das sind eben die mittleren und größeren Unternehmen. Wir bieten ihnen ein Dienstleistungspaket, bei dem Preis und Leistung sehr gut zusammenpassen.“
„Jetzt sind Sie mit einer strategischen Partnerschaft in eine neue Dimension gestartet. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?“
Dazu Olaf Boller, Verkaufsleiter von Sieger:
„Man sondiert den Markt im Vorfeld. Wir haben geschaut, welcher mögliche Partner die Leistungen bringen kann, die wir gemeinsam nach außen tragen wollen. Allein die Anforderungsprofile sind heute ganz anders als noch vor einigen Jahren. Im Heizungsmarkt hat sich viel gewandelt. Es sind heute aufwändigere und technisch anspruchsvollere Produkte, die wir vertreiben. Da ist eine Akquisitionsleistung von beiden Partnern im Vorfeld
eines Verkaufs sehr umfassend. Wenn man hier mit einem Fachmann spricht, der von der Heizungsseite kommt, ist es für uns sehr gut, dass wir dieser Entwicklung Rechnung tragen können.
Zudem haben wir nach Synergien im Vertrieb gesucht, mit denen für beide Seiten weiße Flecken auf der Landkarte abgedeckt werden. Wir hatten in Bayern und im Rhein-Neckar-Gebiet große Vakanzen – ein Bereich, in dem Deinzer + Weyland besondere Stärken haben. Das passt wunderbar zusammen. Wir haben uns um die Zusammenarbeit beworben, haben eine gemeinsame Entscheidung getroffen und sind zum 1. September 2009 aktiv gestartet.“
Die Deinzer + Weyland Zentrale in Worms Foto: Sieger