Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der aktuelle Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Öleinfuhren nach Ursprungsländern. Quelle: BAFA
Im November 2013 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 7,2 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland
eingeführt. Das waren 13,1 % weniger als ein Jahr zuvor (8,3 Millionen Tonnen). Der
Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im November
596,29 Euro und lag damit um 6,1 % unter dem Niveau des entsprechenden
Vorjahresmonats (635,14 Euro). Gegenüber Oktober (605,03 Euro) ist der
Grenzübergangspreis um 1,4 % gefallen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im
November auf 4,3 Milliarden Euro und lag damit um 973,0 Millionen Euro niedriger als im
Vorjahresmonat.
Im Vergleich des Zeitraumes Januar bis November 2013 mit der entsprechenden
Referenzperiode Januar bis November 2012
- sanken die Rohöleinfuhren um 3,3 % von 85,6 auf 82,8 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 50,7 Milliarden Euro um
4,6 Milliarden Euro niedriger aus; - lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 612,23 Euro
(vorher 646,02 Euro) im Schnitt um 5,2 % niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 33 Lieferländern (siehe Bild) waren im Jahr 2013 die
Russische Föderation (28,7 Millionen Tonnen), Norwegen (10,0 Millionen Tonnen),
Großbritannien (8,5 Millionen Tonnen), Nigeria (6,6 Millionen Tonnen) und Kasachstan
(6,5 Millionen Tonnen). 22,3 % der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum
aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 24,2 % wurden aus OPECMitgliedsländern
importiert.