Der Nürtinger Elektrowerkzeug-Hersteller will an der Spitze der technologischen Entwicklung bei akkubetriebenen Maschinen bleiben. Nach den Weltpremieren von Akkupacks mit 4.0 und 5.2 Ah Kapazität in den Jahren 2012 und 2013 kündigte der Vorstandsvorsitzende von Metabo, Horst W. Garbrecht, für 2015 einen neuen Hochleistungs-Akkupack und die Entwicklung neuer Akku-Maschinentypen an.
„Wir halten an unserer Vision fest, Schritt für Schritt jedes wichtige Elektrowerkzeug auch als Akku-Version zu entwickeln und so die Profis in Handwerk und Industrie bei ihrer Arbeit unabhängig von der Steckdose zu machen“, erklärte der Metabo Vorstandsvorsitzende Horst W. Garbrecht Anfang Mai bei einem Pressegespräch in Rottweil.
Nachdem Metabo in den vergangenen zwei Jahren jeweils als weltweit erster Hersteller die Kapazitäten der Akkupacks auf zunächst 4.0 Ah und aktuell 5.2 Ah bei 18-Volt-Akkus vergrößert hat, werde laut Garbrecht 2015 der nächste große Sprung folgen. Im kommenden Jahr sollen neue Zellen verfügbar sein, die nicht nur höhere Kapazitäten ermöglichen. Sie hätten zudem mit mehr als 30 Ampere eine um 30 Prozent höhere Hochstromfähigkeit als die bislang eingesetzten Zellen. „Wir wissen heute schon, dass wir dank der ausgefeilten Elektronik unserer Ultra-M-Technologie eine neue Zelle bereits sehr kurz nach ihrer Verfügbarkeit einsetzen können. Deshalb müssen wir auch nicht alle Details der Zelle kennen, um mit der Entwicklung neuer Elektrowerkzeuge beginnen zu können“, erklärte Garbrecht. Mit der künftigen Zellgeneration werden nach seinen Angaben Elektrowerkzeuge möglich, die mit einem 18-Volt-Akku eine Leistung bringen können, die der einer kabelgebundenen Maschine mit 1300 Watt entspricht. Aktuell liegt dieser Wert laut Garbrecht noch bei knapp 1000 Watt.
Neue Anwendungsgebiete für akkubetriebene Maschinen
„1000 Watt reichen schon für viele akkubetriebene Elektrowerkzeuge. Unsere Akku-Bohrschrauber oder Akku-Stichsägen beispielsweise stehen der Leistung ihrer kabelgebundenen Pendants in nichts nach. Aber
bei sehr leistungsintensiven Typen wie beispielsweise Winkelschleifern
wird vor allem im industriellen Dauereinsatz manchmal noch mehr verlangt,
als die heutigen Akku-Maschinen bieten können. Mit dem neuen
Zelltyp ändert sich das. Wir können ganz neue Anwendungen mit großem
Kundennutzen für akkubetriebene Maschinen ermöglichen. Bei
einer Dauerstromabgabe von 64 statt der aktuell maximalen 50 Ampere
liefern bei einem 18-Volt-Akku zwei parallel geschaltete Zellgruppen
eine mit einer Netzmaschine vergleichbare Leistung von rund 1300
Watt. Bei einem 36-Volt-Akku sind es 2600 Watt – und das reicht dann
auch beispielsweise für einen Fünf-Kilo-Bohrhammer, eine große Kreissäge
oder einen leistungsfähigen akkubetriebenen Zweihand-
Winkelschleifer, an dem wir bereits arbeiten“, erklärte Garbrecht.
Auch die Entwicklung von Akkupacks für die neuen Zellen habe bereits
begonnen. Dank der hoch entwickelten Ultra-M-Technologie mit ihrer
Akku-Systemelektronik sei es nicht nur möglich, die neuen Zellen nach
Verfügbarkeit sehr schnell in allen Metabo-Maschinen einzusetzen. „Wir
sind uns zudem sicher, dass alle neuen Akkupacks auch weiterhin hundertprozentig
kompatibel zu allen Elektrowerkzeugen und Ladegeräten
von Metabo sein werden“, versicherte Garbrecht.