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News vom 11.06.2014

Das Badzimmer behinderten- und altersgerecht gestalten

Es gibt Menschen, die körperlich eingeschränkt sind. Diese brauchen teilweise besondere Vorkehrungen, um sich weiter alleine zurechtzufinden. Bei älteren Menschen, denen das Gehen langsam schwer fällt, ist dies zu beobachten, aber auch bei Menschen mit Behinderungen. Daher ist es wichtig, dass einige Bereiche im Haus so gestaltet sind, dass sich auch gehbehinderte Personen darin zurechtfinden können - unter anderem die Küche, die Treppe oder auch das Badezimmer.

Abbildung 1: Das Haus muss nicht von Anfang an altersgerecht geplant werden - auch im Nachhinein kann die Barrierefreiheit erreicht werden.© Marco2811 - Fotolia.com
Abbildung 1: Das Haus muss nicht von Anfang an altersgerecht geplant werden - auch im Nachhinein kann die Barrierefreiheit erreicht werden.© Marco2811 - Fotolia.com
Der erste Raum benötigt beispielsweise einen Ofen auf Augenhöhe, die Treppe sollte am besten mit einem Lift ausgestattet sein. In letzterem ist die Barrierefreiheit sogar besonders ratsam, da es den Menschen ein Stück weit Eigenständigkeit zurückgibt, wenn sie keine Hilfe dabei brauchen, auf die Toilette zu gehen oder in die Badewanne zu steigen.

Viele denken beim Bau des Hauses nicht daran, diesen Raum barrierefrei einzurichten - auch eine Umrüstung im Nachhinein ist aber nicht weiter aufwendig. Verschiedene Ratgeber bieten handfeste Tipps zum Umbauen des Badezimmers an, damit sich die Bewohner des Hauses in jeder körperlichen Verfassung darin zurechtfinden.

Einstiege auf Bodenebene

Abbildung 2: Eine ebenerdige Dusche ist sehr gut für gehbehinderte Menschen zu benutzen.© effe45 - Fotolia.com
Abbildung 2: Eine ebenerdige Dusche ist sehr gut für gehbehinderte Menschen zu benutzen.© effe45 - Fotolia.com
Eine Badewanne hat einen hohen Rand, über den der Einstieg erfolgt; bei einer Dusche ist dieser kleiner, aber immer noch vorhanden. Menschen, die nicht mehr gut Höhen überwinden können und auch beim Treppensteigen Probleme habe, werden hier nur schwer alleine zurechtkommen. Daher ist es ratsam, die Duschen bodengleich zu bauen. Dadurch entsteht kein Rand, sodass der Bewohner nicht stolpern kann. Bei einer Badewanne ist dies schwieriger. Hier bietet es sich meist an, einfach eine Tür in den Rand setzen zu lassen.&

Eine kleine Kante ist dann weiterhin vorhanden, aber der Einstieg ist durch die Tür sichtlich erleichtert. Durch die bodengleiche Dusche kann es passieren, dass die Armaturen zu hoch angebracht sind - in diesem Fall kann der Boden leicht angehoben und wie eine Rampe zur Tür hin wieder auslaufen, sodass der Höhenunterschied ausgeglichen wird. Wer nicht mehr lange Stehen kann, sollte sich außerdem überlegen, einen Klapphocker in Dusche oder Wanne zu montieren.

Haltegriffe und rutschfeste Fliesen für die Sicherheit

Um sich überall sicher bewegen zu können, ist es wichtig, Haltegriffe zu montieren, empfiehlt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) gegenüber selbst.de. Diese sollten am besten in jeglicher Position einrasten können; ein stufenloses Verstellen ist daher wichtig.

Abbildung 3:Haltegriffen an der Toilette sorgen dafür, dass die Bewohner sich einfacher hinsetzen und wieder aufstehen können.© modul_a - Fotolia.com
Abbildung 3:Haltegriffen an der Toilette sorgen dafür, dass die Bewohner sich einfacher hinsetzen und wieder aufstehen können.© modul_a - Fotolia.com
An der Toilette, aber auch am Waschbecken sowie an Wanne und Dusche sind diese angebracht. Die Rutschgefahr wird so zusätzlich verringert, da die Bewohner durch die Griffe einen festeren Stand haben. Um diese noch weiter zu verkleinern, sollten im gesamten Bad rutschfeste Fliesen sein. Auch bei Nässe müssen sie den Füßen genug Halt bieten, sodass ein Ausrutschen unwahrscheinlich ist. In der Badewanne sind nur schlecht Fliesen zu verlegen - hier helfen rutschfeste Matten, um die Unfallgefahr zu mindern.


Höhenunterschiede ausgleichen
Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, Höhenunterschiede bei Badewanne und Dusche zu verringern, um einen einfacheren Einstieg zu gewährleisten. Diese Unterschiede sind auch bei der Toilette und dem Waschbecken auszugleichen. Wenn sich die betroffene Person nicht so weit, wie das bei einer normalen Toilette der Fall ist, nach unten setzen muss, kommt sie sehr viel besser wieder in den Stand und braucht dazu keine Hilfe - ein Stück Eigenständigkeit ist also wiederhergestellt. Beim Waschbecken ist es ratsam, wenn es höhenverstellbar ist. Wer nicht mehr lange stehen kann, kann sich so auf einen Stuhl setzen und im Sitzen seine morgendliche Toilette verrichten. Dafür muss allerdings auch der Spiegel in der Höhe angepasst werden, wie dieses Planungshandbuch (Auszug) beschreibt.

Barrierefreies Badezimmer planen

Dusche

Bodengleich; Klapphocker an der Wand installieren; Haltegriffe

Badewanne

Tür in Rand einlassen; Haltegriffe

WC

Erhöhung durch Aufsatz; Haltegriffe

Waschtisch

Höhenverstellbar; Spiegel anpassen; Haltegriffe


Abbildung 4: Wer schlecht zu Fuß ist, kann mit einem Treppenlift die oberen Stockwerke eines Hauses einfacher erreichen als über die Treppe.© tibanna79 - Fotolia.com
Abbildung 4: Wer schlecht zu Fuß ist, kann mit einem Treppenlift die oberen Stockwerke eines Hauses einfacher erreichen als über die Treppe.© tibanna79 - Fotolia.com
Tipps für Barrierefreiheit im Badezimmer und im restlichen Haus:
  • Ausreichend Bewegungsflächen planen; neben dem WC beispielsweise 95 Zentimeter.

  • Zugangstür öffnet sich nach außen.

  • Eventuell verwendetes Glas, beispielsweise für die Duschabtrennung, ist bruchsicher.

  • Alle wichtigen Räume befinden sich im Erdgeschoss oder sind mittels Treppenlift zu erreichen.

  • Bewohner muss sich in der Küche nicht bücken, um an Geschirr, Vorräte oder den Backofen zu gelangen.

  • Es sind keine hohen Türschwellen vorhanden.

  • Das Bett ist höhergestellt, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern.



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