Wie wird sich unser Bad in den nächsten 20 Jahren verändern? Was können und dürfen wir in Zukunft von unserem Bad erwarten? Mit diesen Fragen hat sich Villeroy & Boch zusammen mit Grohe und dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx in Frankfurt/Main beschäftigt.
Heutiges Bad von Villeroy & Boch. Bild: V&B
Das Ergebnis sind vier Visionen, die auf den aktuellen Megatrends „Individualisierung“,
„Gesundheit“, „Neo-Ökologie“ und „Konnektivität“ beruhen und in einer
umfassenden Studie zusammengetragen wurden. Als Grundlage für die Ergebnisse der
Studie diente eine repräsentative Umfrage durch das Marktforschungsinstitut YouGov,
bei der 1.075 Personen nach ihren Ansprüchen an das Badezimmer und ihren Vorstellungen
vom Bad der Zukunft befragt wurden.
Die komplette Studie wird in vier Teilen in den kommenden Ausgaben des Magazins
„mein schönes zuhause°°°“ vorgestellt. Den Anfang in der aktuellen November/
Dezember-Ausgabe macht das Multi-ID-Bad, das den Megatrend Individualisierung
konsequent weiterführt. Durch modulare und offene Systeme bietet dieses Badezimmer,
dessen Grundprinzip auf der absoluten Flexibilität sämtlicher Elemente beruht,
jedem Nutzer die Möglichkeit ein anfängliches „Blanko-Bad“ zu seinem ganz persönlichen
Bad zu machen, das sich an den individuellen Anforderungen seiner Nutzer orientiert.
Durch ein cloudbasiertes Steuerungssystem wird es darüber hinaus möglich sein,
seine individuelle Badkonfiguration auch unterwegs abzurufen. Auf diese Weise ist das
eigene Badezimmer immer mit dabei.
Die zweite Vision, die in der Studie vorgestellt wird ist das Healthness-Bad, das sich
am Megatrend Gesundheit orientiert und dem Nutzer die Möglichkeit zu einem individuellen
Gesundheitsmanagement bietet. Das Bad entwickelt sich dabei zum hauseigenen
Gesundheitscenter, das mit Hilfe von integrierten Biosensoren zum Beispiel im
WC, in elektrischen Zahnbürsten oder im Boden Körper- und Vitaldaten misst und
auswertet. Durch eine sogenannte Gamification wird es zudem möglich sein mit Hilfe
virtueller Trainer und Infografiken sein persönliches Trainingsprogramm ganz bequem
im eigenen Bad abzurufen.
Auf Grundlage des dritten Megatrends Neo-Ökologie ist die Vision des Zero-
Emission-Bads entstanden. Ziel dieses Bad-Typs ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen,
der durch den Einsatz von vollständig erneuerbaren Energien und einem intelligenten
internen Energiemanagement ermöglicht werden soll. Systeme zur Wärmerückgewinnung
sowie dezentrale, hauseigene Wasserkreisläufe und Aufbereitungssysteme
von beispielsweise Regenwasser sollen dafür sorgen, dass Bäder autonom und
energieneutral werden. Auch die Verwendung von natürlichen Baustoffen, wie Holz,
Naturstein oder Lehm wird zukünftig eine zunehmend wichtigere Rolle im Bad spielen.
Die vierte und letzte Vision der Studie beschreibt das Selfness-Bad, das dem Nutzer als
persönlicher Rückzugsort vom stressigen Alltag dient und Raum für bewusste Auszeiten
und gezielte Erholung bietet. Durch den Einsatz von Einrichtungsaccessoires,
Lichtelementen und Gerüchen wird eine wohnliche Wohlfühlatmosphäre erzeugt, die
den Nutzer entspannen aber auch stimulieren soll. Modernste Simulationssoftware ermöglicht
die Projektion von virtuellen Realitäten im eigenen Badezimmer. Dampf- und
Infrarot-Anwendungen helfen individuelle Therapiemaßnahmen zu verstärken.