Immer mehr Kunden vertrauen beim Kauf von Holzpellets dem ENplus-Siegel. Neben der klimafreundlichen Herstellung der kleinen Presslinge aus Sägespänen ist die Brennstoffqualität für den komfortablen, sauberen Betrieb von Pelletheizung oder Kaminofen entscheidend. Schon 95 Prozent der in Deutschland hergestellten Pellets werden heute nach strengen ENplus-Vorgaben produziert. Konsumenten finden das ENplus-Zeichen beim Pelletkauf auf dem Lieferschein oder den Pelletsäcken. Mit der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH aus dem baden-württembergischen Öhringen (Hohenlohekreis) hat das Deutsche Pelletinstitut nun den 100. Pellethändler ausgezeichnet, der ENplus-Qualität liefern darf.
DEPI-Geschäfsführer Martin Bentele (re.) überreicht das
ENplus-Zertifikat an Roland Weissert, Geschäftsführer des
100. ENplus-Pellethändlers EDi Energie-Direkt Hohenlohe
GmbH. Bild: DEPI
„Wir freuen uns, mit EDi Energie-Direkt Hohenlohe ein traditionsreiches, innovatives Energiehandelsunternehmen
als 100. ENplus-zertifizierten Pellethändler zu begrüßen“, sagte Martin Bentele, Geschäftsführer
der Zertifizierungsstelle Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) bei der Zertifikatsübergabe an Geschäftsführer
Roland Weissert. Damit hochwertige Pellets auch als solche beim Kunden ankommen,
müsse von der Produktion über Zwischenlagerung bis zur Auslieferung die Qualität überwacht und der
Weg transparent sein. „ENplus ist damit Verbraucherschutz und Kundenservice in einem“, betonte Bentele.
Die durch ENplus garantierte Qualität sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass Heizen mit Holzpellets
in Deutschland beliebt wurde und den Vergleich mit fossilen Energien nicht zu scheuen brauche.
EDi Energie-Direkt Hohenlohe ist ein mittelständischer Brennstoffhandel mit rd. 50 Mitarbeitern. Mit mehreren
Silofahrzeugen werden in Nordwürttemberg nun hochwertige ENplus-Pellets ausgeliefert. Geschäftsführer
Weissert sieht das ENplus-Zeichen als Chance, die Kompetenz bei Anlieferung und Logistik
beim Kunden mit einem gut am Markt eingeführten und nachgefragten Siegel sichtbar zu machen.
In Deutschland wurden seit Einführung des ENplus-Siegels im Oktober 2009 bereits 34 Pelletproduzenten
mit 48 Werken zertifiziert. Damit tragen Ende 2014 annähernd 95 Prozent der gesamten deutschen
Pelletproduktion das ENplus-Siegel. Die Pellets dürfen allerdings nur als zertifizierte Ware gehandelt
werden, wenn dies durch einen der mittlerweile 100 ebenfalls ENplus-zertifizierten Händler erfolgt, der
regelmäßig Schulungen besuchen sowie ein internes Qualitätsmanagement nachweisen muss. ENplus-
Pellets sind in ganz Deutschland erhältlich. Nach DEPI-Schätzungen sind mittlerweile rd. 55 Prozent der
in Deutschland gehandelten Pelletmenge nach ENplus zertifiziert.
Augen auf beim Pelletkauf – Wie kann Zeichenmissbrauch erkannt werden?
Die hohe Nachfrage nach der ENplus-Zertifizierung führt leider auch dazu, dass das Zeichen zunehmend
von nicht zertifizierten Unternehmen missbräuchlich zu Werbezwecken verwendet wird. Insbesondere
wird im Internet oder in E-Mails damit geworben. Auch gefälschte Zertifikate wurden schon in Umlauf
gebracht. Geschäftsführer Martin Bentele vom DEPI empfiehlt Pelletkäufern daher, erstens beim Kauf
von Holzpellets nicht auf verdächtig niedrige Preise hereinzufallen. Die Ware ist häufig minderwertig.
Zweitens sollte immer überprüft werden, ob das Unternehmen wirklich nach ENplus zertifiziert ist. Eine
Liste mit allen Produzenten und Händlern in Deutschland und deren eindeutig zuordenbaren IDNummern
gibt es unter www.enplus-pellets.de. Kommt die Ware aus dem Ausland, kann die ID-Nummer
unter www.enplus-pellets.eu geprüft werden. Aktuell werden in Deutschland zwei Fälle von Zeichenmissbrauch
juristisch verfolgt. In beiden Fällen besteht eine einstweilige Verfügung gegen die Verwendung
des ENplus-Zeichens.
Weltweite Verbrauchersicherheit durch ENplus
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Internationalisierung wird Pelletqualität durch das ENplus-
Zeichen auch über die Grenzen vergleichbar. Deutschland ist weiter Pellet-Nettoexporteur, doch auch in
Ländern wie Italien, Österreich und Frankreich, wo sie ebenfalls fast ausschließlich zur Wärmeerzeugung
genutzt werden, sind die Presslinge auf dem Vormarsch. Die Produktion von Pellets (inkl. sog. Industriepellets
zur Stromerzeugung) stieg 2014 weltweit ggü. dem Vorjahr um ca. 8 Prozent auf rd. 25,5 Mio.
Tonnen (t) an, wobei zwei Drittel in Europa produziert wurden, gefolgt von Nordamerika sowie Russland.
2014 sind ca. ein Viertel der weltweit produzierten Pellets (6,5 Mio. t) ENplus-zertifiziert. Das ist ein
Wachstum von ca. 58 Prozent zum Vorjahr. Deutschland ist mit einem Anteil von einem Drittel der bedeutendste
Produzent von ENplus-Pellets. Weltweit sind heute 200 Produzenten zertifiziert (2013: 120). Gemanagt
wird die ENplus-Zeichennutzung vom European Pellet Council (EPC), der internationalen Vereinigung
der Pelletverbände, das beim europäischen Biomasseverband AEBIOM (Brüssel) angesiedelt ist.