Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „co2online“ engagiert sich seit 2003 aktiv für den Klimaschutz und informiert Verbraucher über Möglichkeiten der Energieeinsparung und damit der CO2-Reduzierung. Die vom Bundesumweltamt geförderte Initiative stützt sich dabei auf einen Pool von über einer Million energierelevanter Gebäudedaten des deutschen Wohnungsbestands. Ein Resultat der Analysen: Allein durch Heizkostenabrechnungen, die dem Mieter die Relation des Energieverbrauchs seiner Wohnung zum Durchschnittswert des Gebäudes vor Augen führen, könnte eine Minderung der Heizenergie um 5 bis 10 Prozent bringen!
Studien und Pilotprojekte bestätigen: Transparente, am besten monatliche Heizkostenabrechnungen animieren zum Energiesparen.
Durch Energiemonitoring die Verbräuche zu reduzieren kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern auch dem Geldbeutel der Mieter. Bilder: dena
Gemäß den Untersuchungen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft „co2online“ bietet die monatliche Verbrauchsdarstellung eines Haushalts von Raumwärme und die Warmwasserbereitung viel Einsparpotenzial an Primärenergie. Das bestätigt auch ein Pilotprojekt, das unter der Federführung der „dena“ (Deutsche Energie-Agentur) und dem Dienstleister „ista“ durchgeführt wurde. Demnach zeigt sich: Werden Mieter ganz aktuell über ihren Energieverbrauch informiert und diese Werte in Relationen zum Vorjahr, zum eigenen Durchschnittsverbrauch oder dem einer ganzen Liegenschaft gesetzt, wird energiesparendes Verhalten nachhaltig gefördert.
Verbräuche liefern Modernisierungsfahrplan
Transparentes Energiemonitoring bietet zudem für Wohnungseigentümer wertvolle Informationen, welche Effizienzmaßnahmen die wirtschaftlichsten sind. Im Rahmen der Datenzusammenstellung für die jährliche Heizkostenabrechnung lässt sich daraus unter anderem eine Effizienzbewertung der Heizungsanlage oder des gesamten Gebäudes ableiten. So wird auch erkennbar, welche Modernisierungen zu den größten Einsparungen führen. Beispielsweise lassen sich überproportional hohe Verluste in der Wärmeverteilung aufspüren und gegebenenfalls durch Dämmungen reduzieren. Oder der Vergleich von verbrauchter Endenergie und zugeführter Primärenergie macht den schlechten Wirkungsgrad eines alten Heizkessels ebenso deutlich wie die kurze Amortisation eines neuen Kessels.
Voraussetzungen schaffen
Gegenstand eines aktuellen Forschungsprojekts des Umweltbundesamt ist die Erarbeitung von Grundlagen für eine transparentere und auch unterjährige, mindestens monatliche Darstellung der Energieverbräuche für Raumbeheizung und Warmwasserbereitung. Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe, die sich aus Experten der Gesellschaften „co2online“ und „Öko-Institut“ zusammensetzen, sollen in eine novellierte Heizkostenverordnung einfließen. Dabei zeigt sich jetzt schon: Die wichtigste Voraussetzung ist ein einheitliches Datenformat der erfassten Verbräuche. Nur so lassen sich Benchmark-Analysen erstellen – zum einen gebäudespezifisch für jeden Haushalt, zum anderen auch für Vergleiche in größeren Maßstäben.
Stehen die Energieverbräuche als Standard-Datensatz vor, ließen sich darauf aufbauend zum Beispiel kostengünstige Internet-Lösungen etablieren, die Mietern zeitnah ihr aktuelles Nutzungsverhalten vor Augen führen – und damit direkt Sparimpulse liefern. Sinnvoll wäre dafür eine funkbasierte Verbrauchsdatenerfassung.
www.co2online.de www.bewusst-heizen.de