Eine von der figawa e.V. beauftragte und jetzt veröffentlichte Studie über das Leistungsvermögen von Warmluftheizungen zeigt, dass diese Technik gerade für großvolumige Hallen allen Anforderungen nach größtmöglicher Behaglichkeit und hoher Effizienz gerecht wird.
Die Praxisstudie, durchgeführt vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung, Dresden, unter der Leitung von Prof. Dr. Bert Oschatz, untersuchte 7 großvolumige Hallen mit Deckenhöhen über 4m, die mit fachgerecht installierten Warmlufterzeugern und entsprechenden Warmluftrückführungen ausgerüstet waren. Diesen Heizsystemen wird vielfach unterstellt, dass Zugluftströme, Temperaturdifferenzen und Wärmepolsterbildungen im Deckenbereich der gewünschten Behaglichkeit und energetischen Effizienz im Wege stehen.
Mit einem speziellen Messverfahren zu den Behaglichkeits-Prüfungen wurden die Strömungsgeschwindigkeiten in den Aufenthaltsbereichen bewertet und als niedrig und damit sehr angenehm empfunden. Als ebenso angenehm wurden die Temperaturen an den Arbeitsplätzen erlebt. „Hindernisse“ wie Regale oder Tragwerkstützen wurden gut um- oder durchströmt, so dass keine Verschattungen auftraten. Insgesamt zeigte sich eine sehr gleichmäßige Temperaturverteilung über die gesamte Fläche. Die Strahlungstemperatur-Differenzen zwischen dem oberen und dem unteren Halbraum betrugen zwischen 1 und 5 K, ein äußerst geringer Wert, durch den unbehagliche Strahlungsasymmetrien auszuschließen sind.
Auch die energetische Bewertung ergab überzeugende Resultate. Bei fachgerechter Konstruktion sind selbst über große Höhen sehr geringe Temperaturdifferenzen realisierbar, Wärmepolster treten nicht auf. Diese Erkenntnis ist nicht nur energetisch von Bedeutung, sondern auch für hohe Hallenbauten essentiell, wo große Temperaturunterschiede in der Vertikalen nicht entstehen dürfen, z. B. durch die Anforderungen des Lagerguts oder zum Ausschluss von Fertigungstoleranzen. Durch genaue Abstimmung der Anlage sind noch weitere Effizienzsteigerungen möglich: So kann z.B. durch eine Absenkung der Ausblastemperatur gleich mehrfach Energie eingespart werden, da die Vorlaufzeit verkürzt und die Wärmerückführung entlastet wird. Dabei bleiben die Behaglichkeitswerte unverändert gleich. Auch der Einsatz von Brennwerttechnik erschließt Energieeinsparpotenzial.
Die Ergebnisse der Studie widerlegen nicht nur Vorurteile zu Warmluftheizungen, sondern zeigen darüber hinaus, dass diese Systeme die Anforderungen der gültigen Norm mühelos erfüllen, teilweise sogar übererfüllen.
Prof. Dr. Bert Oschatz: „Die gemessenen Lufttemperaturanstiege korrelieren mit den entsprechenden Standardwerten nach DIN V18599:2011-12 – marktgängige (Hallen) Luftheizungen können gut durch die Norm abgebildet werden.”
Planer, Bauherren und Betreiber von Hallengebäuden sind gut beraten, sich umfassend über das große Leistungsspektrum von Warmlufterzeugern zu informieren, denn die EnEV 2014 begünstigt dezentrale Hallenheizungen! Ein zusammenfassender Folder zur iTG-Studie kann über die Figawa bezogen werden.