40 Prozent des deutschen Energiebedarfs entfallen auf Wärme. Deshalb muss die Energiewende vor allem eine Wärmewende sein. Wie das funktionieren kann, zeigt das Beispiel HafenCity in Hamburg. Seit 2001 entsteht auf einem 2,2 km² großen Gelände des ehemaligen Hamburger Freihafens ein komplett neuer Stadtteil. Bis 2020 werden hier 12.000 Menschen eine neue Wohnung und 45.000 einen neuen Arbeitsplatz finden. Besonders interessant: das gesamte Quartier wird mit Fernwärme beheizt.
Die HafenCity Hamburg, eines der größten Stadtentwicklungs-Projekte Europas wird komplett mit Fernwärme versorgt.
Übergabestationen trennen Fernwärmenetz und Hausinstallation voneinander, schützen so vor Leckagen und sorgen für eine energieeffiziente Wärmeübertragung.
Modulare Fernwärmestationen der Baureihe DSA1MIDI erfüllen in mehr als 95 % aller Fälle die technischen Anschluss-Bedingungen der Energie-Versorgungsunternehmen. Bilder: Danfoss
Fernwärme ist eine umweltfreundliche Energie, die am Ort ihrer Nutzung weder Abgase noch Schadstoffe emittiert. Sie braucht keinen Brennstofftank, keinen Heizkessel und keinen Schornstein, sondern nur eine Übergabestationen, die das jeweilige Gebäude mit dem Fernwärmenetz verbindet. Als Abfallprodukt bei der Stromerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) gelangt die Fernwärme vom Kraftwerk mit hoher Temperatur und hohem Druck über ein Netz von Rohrleitungen zum jeweiligen Verbraucher.
Übergabestationen trennen das Primärnetz des Energieversorgers von der Hausinstallation, schützen vor Leckagen und sorgen für eine energieeffiziente Wärmeübertragung zum Heizen und Trinkwasser erwärmen. Je nach Wärmebedarf des Gebäudes, Nutzungs-Gewohnheiten seiner Bewohner und technischen Anschlussbedingungen des Energieversogers gibt es solche Stationen in unterschiedlichsten Ausführungen mit einem oder mehreren Heizkreisen, Anschluss für eine Trink-wassererwärmung und allen für den effizienten Betrieb notwendigen Regelkomponenten.