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News vom 27.04.2015

Nachhaltige (ökologische) Dämmstoffe

Was sind nachhaltige Dämmstoffe?
Angesichts der begrenzten Ressourcen unseres Planeten ist das Wort "Nachhaltigkeit" in aller Munde. Im Baustoffgewerbe versteht man darunter eine ressourcenschonende Nutzung von Materialien bei gleichzeitiger Beibehaltung des (ökologischen) Gleichgewichts. Bei den Dämmmaterialien sollte der Rohstoff also aus einer nachwachsenden Quelle stammen. Grundmerkmale dieser ökologischen Dämmstoffe sind also Umweltverträglichkeit und Verfügbarkeit, denn sie wachsen nach und sind biologisch abbaubar.

Welche ökologischen Dämmstoffe gibt es
Grundsätzlich kommen Thermohanf, Flachs, Kork, Holz, Zellulose, Schafswolle, Perlit, Schaumglas, Baumwolle, Schilf, Kokos, Stroh und Calciumsilikat am häufigsten zum Einsatz. Obwohl viele ökologische Alternativen zur Verfügung stehen, werden noch immer drei von vier Häusern mit Styropor gedämmt. Bei diesem Stoff handelt es sich jedoch nicht um eine nachhaltige Ressource, denn Styropor enthält Erdöl und gehört zu den Kunststoffen. Von den genannten Alternativen kommt Thermohanf die größte Bedeutung zu.

Die Vorteile von Thermohanf
Rohstoffe pflanzlichen Ursprungs wie z.B. Hanf und Flachs können zur Eigenheimdämmung sinnvoll eingesetzt werden, weil sie zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind. Hanf wird in Europa bereits seit Jahrhunderten angebaut und stellt an seine Böden keine großen Ansprüche. Er wächst sehr schnell und benötigt weder Spritzmittel noch Düngung. Der Hanf wird in einem speziellen Verfahren zu Hanfgarn verwebt und verdichtet. Das Material ist von Natur aus antibakteriell und pilzresistent, so dass keine Imprägnierung notwendig ist. Hanf eignet sich für den Dach-, Decken- und Wandbereich. Hanfdämmplatten können mithilfe einer Tischkreissäge einfach zugeschnitten werden. Pro Quadratmeter muss mit etwa 30 Euro gerechnet werden.


Was es zu beachten gilt

Nicht der Dämmstoff mit der höchsten Dämmwirkung ist am effektivsten, sondern der mit den besten Umweltbedingungen entscheidet über Gedeih und Verderb der geplanten Isolation. Grundsätzlich sollte sich immer die Frage gestellt werden, was gedämmt werden soll und welche Eigenschaften von diesem Isolator gefordert werden. So entscheidet sich je nach Ort und äußeren Umwelteinflüssen welcher Dämmstoffe der geeignetste ist. Die folgenden Punkte sind die wichtigsten Fähigkeiten von Dämmstoffen im Hinblick auf die Isolationseigenschaften:

  • Rohdichte: Verhältnis Volumen zu Masse des Dämmmaterials; Je geringer die Rohdichte desto mehr Lufteinschlüsse gibt es in dem Stoff und desto besser ist die Dämmeigenschaft

  • Diffusionswiderstand: Bestimmt den Feuchtigkeitsaustausch des Dämmstoffes

  • Spezifische Wärmekapazität: Wärmeenergie, die zugeführt werden muss, um den Stoff um ein Kelvin (entspricht 1 Grad Celsius) zu erwärmen

  • Wärmeleitfähigkeit: Wie viel Wärmeenergie wird in einer Sekunde nach außen abgegeben wenn der Dämmstoff 1qm Fläche hat, 1m dick ist und ein Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite von 1°C vorherrscht. Je geringer dieser Wert desto mehr steigt die Isolierfähigkeit des Dämmstoffs.


Vorteile und Nachteile gegenüber herkömmlichen Dämmstoffen
Viele Hausbesitzer nehmen an, dass ökologisch-nachhaltige Dämmstoffe schlechtere Dämmeigenschaften aufweisen als künstlich hergestellte Isolatoren. Das ist jedoch ein Irrtum. Thermohanf hat beispielsweise eine ähnlich hohe Dämmwirkung wie Polystyrolplatten. Zum einen ist dieses Vorurteil dafür verantwortlich, dass ökologische Dämmstoffe noch ein Schattendasein führen, zum anderen liegt es aber auch daran, dass der Preis zwei bis vier Mal so hoch ist wie bei künstlich hergestellten Dämmstoffen. Weil Geld ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Materials ist, greifen viele Hausbesitzer auf billige Kunststoffe zurück. Derzeit machen nachwachsende Rohstoffe nur etwa drei Prozent des gesamten Marktes an Dämmstoffen aus. Die großen Vorteile ökologischer Dämmstoffe liegen in ihrer Umweltverträglichkeit und ständigen Verfügbarkeit. In ihrer Dämmleistung stehen sie den künstlichen Dämmmaterialien in nichts nach.

Quellen:
https://www.nabu.de/downloads/studien/leitfadendaemm.pdf
http://www.puchheim.de/export/download.php?id=5841
http://www.waermedaemmstoffe.com/
http://benz24.de/oekologisch-daemmen/
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tepee schrieb: Es gibt ja einige wenige Fälle, bei denen der RGK nicht ganz...
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