Klimaschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt. Darauf macht auch der diesjährige Weltumwelttag am 5. Juni 2015 aufmerksam, der unter dem Motto „Zusammen ist es Klimaschutz“ steht. Wer dem Klima etwas Gutes tun will, sollte beim Thema Heizen genauer hinschauen. 75 Prozent der Heizungen in Deutschland arbeiten ineffizient und produzieren unnötig viel CO2. Wie sich das schon mit geringem Aufwand ändern lässt, zeigt das Portal www.intelligent-heizen.info.
Als weitere, besonders wirksame Maßnahme empfiehlt der Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ den hydraulischen Abgleich. Dieses Verfahren stellt sicher, dass alle Heizkörper im Gebäude mit der richtigen Menge Heizwasser versorgt werden. Bild: Intelligent heizen/VdZ
40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland werden in Gebäuden verbraucht, der Großteil davon geht auf das Konto von Heizung und Warmwasser. Das Einsparpotenzial an Energie und CO2 ist in diesem Bereich nach wie vor enorm: Nur etwa ein Viertel aller Heizungsanlagen sind auf dem neuesten Stand der Technik. Das geht nicht nur zulasten der Umwelt, sondern sorgt auch für hohe Heizkosten. Dabei lässt sich bereits viel Energie einsparen, indem einzelne Komponenten der bestehenden Heizungsanlage erneuert und optimal aufeinander abgestimmt werden.
Wer zum Beispiel veraltete Thermostatventile durch moderne ersetzt, die alte Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe tauscht und die Rohrleitungen im Keller dämmt, kann erstaunliche Einspareffekte erzielen – und das bei relativ geringem Kostenaufwand. Als weitere, besonders wirksame Maßnahme empfiehlt der Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ den hydraulischen Abgleich. Dieses Verfahren stellt sicher, dass alle Heizkörper im Gebäude mit der richtigen Menge Heizwasser versorgt werden. „Je nach Anlage können Hausbesitzer dadurch bis zu 10 Prozent Energie einsparen“, erklärt VdZ-Geschäftsführer Dr. Michael Herma. „Auch der Wohnkomfort ist bei einer hydraulisch abgeglichenen Anlage deutlich höher, da sich die Wärme besser im Haus verteilt.“
Zusammengenommen leisten diese Maßnahmen mit kleinem Aufwand einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Würde zum Beispiel der hydraulische Abgleich in Deutschland flächendeckend durchgeführt, ließen sich mehrere Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Gebäudebereich einsparen. Deshalb ist der Nachweis des hydraulischen Abgleichs auch Voraussetzung, um Fördermittel für die Modernisierung oder Erneuerung von Heizungsanlagen zu erhalten.