Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres knapp 5 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für den Zuwachs ist vor allem die gegenüber dem sehr milden Vorjahr deutlich kühlere Witterung verantwortlich. Besonders hohe Zuwächse verzeichneten deshalb Heizenergien wie das Erdgas und das Mineralöl, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf Basis erster Berechnungen mit. Außergewöhnlich hoch lag außerdem der Zuwachs bei der Windenergie. Insgesamt erreichte der Energieverbrauch im ersten Quartal 2015 eine Höhe von 3.700 Petajoule (PJ) beziehungsweise 126,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).
Der Verbrauch an Primärenergieträgern stieg in Deutschland im 1. Quartal 2015 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 4,6 Prozent auf 3.700 Petajoule
(PJ) beziehungsweise 126,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Bild: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Der
Mineralölverbrauch erhöhte sich im 1. Quartal insgesamt um rund 7 Prozent. Etwa zwei
Drittel der Zunahme entfielen auf leichtes und schweres Heizöl, deren Absatz um 18 Prozent
beziehungsweise 29 Prozent anstieg. Der positive Konjunkturverlauf sorgte zudem für einen
Anstieg der Nachfrage der Industrie nach Rohbenzin um rund 8 Prozent. Der Absatz von
Kraftstoffen stieg insgesamt um rund 3 Prozent.
Der
Erdgasverbrauch lag mit 12 Prozent im Plus. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr
deutlich niedrigeren Temperaturen im Februar und März führten zu einem höherem Erdgaseinsatz
im Wärmemarkt. Der Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken der Stromversorger lag
leicht über dem Vorjahresniveau. Von der Industrie gingen keine verbrauchssteigernden
Impulse aus.
Der Verbrauch an
Steinkohle in Deutschland lag im 1. Quartal 2015 um 2 Prozent niedriger
als im Vorjahreszeitraum. Sowohl in der Stromerzeugung wie auch in der Eisen- und Stahlproduktion
ging der Einsatz zurück.
Die um etwa 1 Prozent geringere Stromerzeugung der inländischen Braunkohlenkraftwerke
sorgte für einen leichten Rückgang bei der
Braunkohlenförderung, weil erneut mehr als 90
Prozent der Gewinnung zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt wurden.
Die
erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag am gesamten Energieverbrauch im
ersten Quartal 2015 um knapp 4 Prozent. Außergewöhnlich stark war der Zuwachs bei der
Windenergie mit einem Plus von 32 Prozent. Die Photovoltaik verzeichnete dagegen ein
Minus von 11 Prozent.