Eine exakte nutzer- und wohnungsbezogene Erfassung des Energieverbrauchs ist ganz im Sinne des Verbrauchers. Der damit verbundene Aufwand aber veranlasst viele Wohnungsunternehmen, diese Dienstleistung auszulagern. Das bietet dem SHK-Handwerk die Chance, mit innovativen Ablesediensten lukrative Nebeneinkünfte zu erzielen.
Funktionsprinzip eines „Walk by“- Systems: Über „wireless M-Bus“ sendet jeder Zähler verschlüsselt Datenpakete der letzten 15 Monatsstände. Je nach Bauwerk kann der Ableser diese sogar außerhalb des Objekts empfangen. Zugeordnet und abgespeichert werden die Werte in einem übersichtlichen Programm, das bei manchen Anbietern schon zum Systempaket gehört. Bild: WDV/ Molliné Angesichts steigender Energiepreise und der verschärften Heizkostenverordnung ist eine exakte wohnungsbezogene Ermittlung und Zuordnung der Energieverbräuche im Sinne von Mieter und Vermieter. Der technisch-administrative und personelle Aufwand dafür belastet aber die Margen der Eigentümer und erhöht die „zweiten“ Mieten. Das bewegt viele Wohnungsunternehmen dazu, die Verbrauchsdatenerfassung und -abrechnung an externe Dienstleister zu vergeben. Hier liegt eine Chance für den SHK-Fachhandwerker, mit innovativen Konzepten und Systemen zum Ablesen und Verwalten der Verbräuche lukrative Nebeneinkünfte zu erzielen.
Ein solches einfaches und leistungsfähiges System versetzt den Handwerksbetrieb in die Lage, die mieterbezogene Energieabrechnung selbst zu Spitzenzeiten vielfach mit dem eigenen Personal zu bewältigen. Dieses Ablesesystem basiert auf Mengenzählern, die mit „M-Bus“-Funktechnologie und einem mobilen Datensammler inklusive einer selbsterklärenden Erfassungssoftware ausgestattet sind. Die Daten werden dabei in einem handlichen Notebook oder Netbook abgespeichert. Da Ablesetermine mit Mietern entfallen, können mit diesen Systemen nach dem „Walk-by“- Prinzip pro Tag durchaus 100 Stände von Wasser- und Wärmezählern sowie Heizkostenverteilern exakt erfasst werden. Das sind die Vorteile des „Walk by“-Ableseverfahren:
Exakte Messung: Die große Bandbreite an präzisen mechanischen oder Ultraschall-Zählern für jede Einbausituation und jedes Medium bietet die Grundlage für eine transparente Feststellung der Verbräuche. Doch auch die Dimensionierung der Zähler ist für die exakte Erfassung entscheidend und sollte entsprechend erfolgen.
Leistungsfähige und sichere Datenverbindung: Die „wireless M-Bus“-Funkmodule können optional mit der Auslesesoftware vorkonfiguriert ausgeliefert werden und sichern dadurch die einwandfreie Datensammlung zusätzlich ab. Die Reichweite der Funksignale hängt von den baulichen Gegebenheiten ab, aber in überschaubaren Liegenschaften kann der Mitarbeiter mit seinem mobilen Sammler die Zählerdaten schon außerhalb des Objekts empfangen und so Zeit sparen.
Einfache Erfassungssoftware: Die Handhabung des Programms ist im Wesentlichen selbsterklärend und erfordert keine gesonderte Schulung. Es gliedert sich in zwei Bereiche: Erstens „BackOffice“ zum Erstellen und Verwalten von Routen, Liegenschaften und den dazugehörigen Zählern. Und zweitens „Einsatz“ zum Erfassen von Zählerdaten der Liegenschaften über Funk. Die Software erkennt selbstständig, von welchem Zähler Daten empfangen wurden und speichert sie entsprechend ab. Eine einwandfreie und vollständige Datenerfassung wird bei jedem Zählereintrag mit einem grünen Punkt angezeigt. Den aktuellen Status der Erfassung zeigen weitere Farbschlüssel an, sodass der Ableser in Echtzeit nachvollziehen kann, wann der Vorgang abgeschlossen ist.
Kaltwasser-Zähler sind gemäß dem Gesetzgeber alle sechs Jahre auszutauschen, Warmwasser-Zähler und Wärmezähler sogar jedes fünfte Jahr. Steht ein solcher Wechsel an, lohnt sich in den meisten Fällen die Umstellung auf solche funkbasierte. Die Eich- und Austauschintervalle kann der SHK-Handwerker nutzen, das neue System zu empfehlen, zu installieren und zu betreiben.
Link: www.molline.de