Schlamm, Salze, Kalk, Gase und Korrosion sind die größten Feinde jeder Heizungsanlage. Sie sind die häufigste Ursache für Ausfälle und die damit verbundenen Störungen und Kosten!
Bild: ELYSATOR Engineering GmbH
4 Funktionen in einem Gerät
- Entschlammen
- Entsalzen
- Korrosionsschutz
- Entgasen
Der massive Messingkopf ist in einem Stück gegossen. Die integrierten Kugelhähne lassen eine problemlose Wartung zu. Klare Strömungsführung sichert einen geringen Durchflusswiderstand. Anschlussdimension beidseitig R 1“ AG.
Die großvolumige Filtertasse aus Edelstahl reduziert die Strömungsgeschwindigkeit enorm und steigert so die Effizienz der einzelnen Funktionen.
Eine Hartschaumisolierung aus 2 EPP-Halbschalen erfüllt die geforderten Werte nach EnEV.
Die Funktionen im Einzelnen:
Entschlammen
Um eine gute, effiziente und sichere Schlammabscheidung zu erreichen, ist eine Reduzierung der Fließgeschwindigkeit unerlässlich. Beim SorbOx®-LI trifft das Volumen des Rohranschlusses 1“ in der Filtertasse auf eine 12,5-fache Querschnittsvergrößerung, was eine sofortige Reduzierung der Fließgeschwindigkeit zur Folge hat - bis hin in den laminaren Strömungsbereich - ideal zur Sedimentation aller separierter Stoffe.
Zusätzlich ist am unteren Ende der Filtertasse von außen ein abnehmbarer, superstarker Neodym- Magnet angebracht, der zusätzlich als Magnetitfalle wirkt. Alle ferromagnetischen Partikel wie z.B. Magnetit (Fe3O4) werden durch die starke Magnetkraft angezogen.
Der große Vorteil hierbei ist, dass der Neodym-Magnet außerhalb des Volumenstroms liegt und dadurch nie zu einer Verstopfung, Blockierung und sogar Betriebsunterbrechung führen kann.
Die Reinigung der Filtertasse erfolgt im Zuge der jährlichen Anlagenwartung:
- Isolierung abnehmen
- Kugelhähne schließen
- Filtertasse abschrauben
- Neodym-Magnet abnehmen
- Filtertasse ausspülen
- ... und in umgekehrter Reihenfolge die Filtertasse wieder anschrauben und den SorbOx®-LI wieder in Betrieb nehmen.
Um den Wärmeerzeuger vor Ablagerungen (Sedimente) zu schützen, sollte als Einbauort vorzugsweise
immer der Rücklauf gewählt werden.
Entsalzen
Die Demineralsierungspatrone eignet sich als Umlaufentsalzung. In Bestandsanlagen kann damit das Anlagenwasser „in Betrieb“ entsalzt werden. Je nach Wasserinhalt und Härtegrad/Leitfähigkeit werden eine oder mehrere Patronen benötigt.
Bei Fußbodenheizungen (Fbh) ist diese Umlaufentsalzung geradezu unerlässlich.
Weshalb?
Ob die Heizkreisverteiler einer Fußbodenheizung unter der darunter liegenden Decke, oder auf gleicher Ebene über dem Niveau der Fbh angebracht sind, der Füll- und Entlüftungsvorgang der Fbh muss stets mit vollem Wasserdruck erfolgen - Heizkreis für Heizkreis.
Die notwendige Wassermenge überfordert jedoch jede handelsübliche Entsalzungsvorrichtung - deren Schüttleistungen (max. 20 l/min) sind einfach zu gering. Hier lässt der SorbOx®-LI seine Muskeln spielen: Mit Frischwasser füllen und anschließend mit SorbOx®-LI und der Entsalzungspatrone im Umlaufverfahren das Anlagenwasser demineralisieren. Ist ein Leitwert = 30 µS/cm erreicht (unter diesem Leitwert ist das Korrosionspotenzial um das 5- fache gesenkt), wird die Patrone ausgetauscht gegen die Korrosionsschutz-Anode.
Sollte die Heizungsanlage bei Wasserverlust mit unbehandeltem Frischwasser nachgespeist werden, kann je nach Leitwert ein kurzfristiger Einsatz einer Patrone wieder zu einer Stabilisierung/ Leitwertsenkung führen.
Korrosionsschutz
Heizungsanlagen sind zwar wasserdicht, jedoch niemals gasdicht!
Permeable (gasdurchlässige) Werkstoffe lassen einen temperatur- und partialdruckabhängigen Gasaustausch zu. Man spricht hier von Diffusion; in erster Linie von Sauerstoff, bedingt durch dessen geringe atomare Größe.
Sauerstoff in freier Form tritt nur in geringen Mengen beim Füllvorgang auf. Dieser reagiert sehr schnell an korrosionsfähigem Material. In diffundierter Form wird er von Wasser gelöst - also unsichtbar aufgenommen.
Diesen gelösten Sauerstoff gilt es zu binden, bevor er am unedelsten Metall der Heizungsanlage (das ist in der Regel Eisen) korrosiv wirken kann. Die Auswirkungen kennt jeder: Rost, Magnetit, Hämatit.
Die Schutzanode im SorbOx®-LI besteht aus hochreinem Magnesium und ist wesentlich unedler als Eisen - somit findet ein kontrollierter Korrosionsprozess am Magnesium statt, anstelle am Eisen. Das Eisen ist geschützt (passiviert), Korrosionen sind unterbunden. Dieses „ELYSATOR-Verfahren“ ist tausendfach bewährt. Ein rein physikalischer Prozess: „Keine Chemie!“
Durch die Sauerstoffbindung am Magnesium entsteht Magnesiumhydroxid - das im „Anodenkäfig“ am Abfallen gehindert wird. Durch diesen Prozess verbraucht sich das Magnesium und muss daher turnusgemäß ausgetauscht werden - man spricht hier auch von einer Opferanode.
Die Standzeit der Schutzanode differiert je nach Anlage - sie sollte darum im Zuge der jährlichen Heizungswartung begutachtet werden.
Bei Verbrauch die Schutzanode einfach ausschrauben und eine neue einsetzen.
Entgasen
Bei modernen Niedertemperaturkesseln werden gelöste Gase im Anlagenwasser bei gleitender Fahrweise nur in geringem Maß durch Temperatur ausgegast. Diese Gase, überwiegend handelt es sich hierbei um das Inertgas Stickstoff, verbleiben aufgrund der geringen Größe und Auftriebskraft im Volumenstrom und/oder sammeln sich in sehr gering durchströmten (laminaren) Zonen. Im Volumenstrom beförderte Bläschen haften an dem „Anodenkäfig“ der Schutzanode an (Adhäsion), wachsen durch weitere an, bis die Auftriebskraft größer ist als die Anhangskraft. Dann steigen sie auf und werden durch den Spezialentlüfter auf dem SorbOx®-LI -Kopfteil an die Atmosphäre abgeführt.
Alles in allem ist der SorbOx®-LI ein idealer Rund-um-Schutz für Heizungsanlagen bis 35 kW.
Bild: ELYSATOR Engineering GmbH
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