macht die Bewohner vom Petroleum unabhängiger. Die herausragende Kombination aus sozialer und ökologischer Wirkung des Projekts konnte die Jury überzeugen.
Innovatives Geschäftsmodell für ländliche Elektrifizierung: Strom-Sharing im Peer-to- Peer-Netzwerk
ME SOLshare Ltd. aus Deutschland bietet Kleinverdienern in ländlichen Gebieten Bangladeschs eine Plattform für den nachhaltigen und erschwinglichen Zugang zu Elektrizität. Das Smart PV DC Village Micro-Grid in Shariatpur ist das weltweit erste Peer-to-Peer-Netzwerk, das Strom-Sharing zwischen privaten Solaranlagen ermöglicht. Bidirektionale Zähler erlauben es den Nutzern, Strom über das Netz zu verkaufen und zu beziehen. Haushalte, die über keine eigene Solaranlage verfügen, können nun Strom von ihren Nachbarn kaufen. Der Ausbau der Solarenergie senkt den Verbrauch an fossilen Brennstoffen und verbessert den Zugang der Dorfbewohner zu Energie. „Solche lokalen Märkte für Solarstrom sind zukunftsweisend. Der dezentralisierte Bottom-up-Ansatz bietet eine bessere Stromversorgung dank eines durch Angebot und Nachfrage gesteuerten Systems. Dieses neue Geschäftsmodell ist einfach auf andere Dörfer übertragbar“, lobte die Jury das Projekt.
PV-Anlagen und Batteriespeicher für 170 Schulen und 11 Gesundheitsstationen
Die Solarfirma Schneider Electric SE aus Frankreich bietet Lösungen für die gesamte Energiekette. Ihr Projekt in Lagos in Nigeria ermöglicht es, Dieselgeneratoren in großem Umfang durch Solartechnik zu ersetzen – und das in einer geographisch schwierigen Region. Zur Lösung gehören ein Laderegler, der den Betrieb von PV unter Hochspannung bei reduzierter Leitungsführung ermöglicht, ein Plug-and-Play-Communication-Gateway, robuste Produkte, die den schwierigen Umweltbedingungen in Afrika standhalten, sowie ein für einen vorgefertigten Container konzipiertes System. Der große soziale Nutzen des Projekts überzeugte die Jury. Die Entwicklung der nachhaltigen Plug-and-Play-Anlage basiert auf dem Zusammenspiel von Technik, Fortschritt, Kompetenz und Kapitalbeschaffung. Das Projekt belegt, dass sich die Technik auszahlt und die Versorgungssicherheit in abgelegenen, ländlichen Gebieten stabilisieren kann.
Hybrid Stromversorgung auf der Karibik
Die SMA Sunbelt Energy GmbH aus Deutschland ist ein Tochterunternehmen der SMA Solar Technology AG, das an Photovoltaik-Hybrid-Projekten auf der ganzen Welt beteiligt ist. Die Elektrifizierung der Insel St. Eustatius durch das Hybridgroßprojekt für solare Stromerzeugung und -speicherung ist das erste Projekt dieser Art und Größe in der Karibik und unterstützt die Unabhängigkeit der Insel von Dieselgeneratoren. Es dient einer großen Zielgruppe als Beispiel für die technische Machbarkeit und regt zu weiteren Investitionen an. Insbesondere aufgrund des eingesetzten Speichers ist das Projekt für den Ersatz von Dieselgeneratoren richtungsweisend, war sich die Jury sicher. Da es große Mengen an Solarstrom in ein Diesel-Solarstromnetz integriert, werden Betriebskosten gesenkt sowie der CO2-Ausstoß und die Abhängigkeit von Dieseltreibstoff verringert. Die Speicherkomponente sorgt mit Frequenzregelung, Begrenzung der wetterbedingten Leistungsfluktuationen sowie durch die Optimierung des Dieselgeneratorbetriebs für mehr Stabilität. Der Einsatz von Diesel und die damit verbundenen Emissionen werden drastisch reduziert.