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News vom 16.04.2026

Wie Prosumer das Energiesystem prägen und profitieren

Vom Solarstrom zur Flexibilität

Ob die Sonne scheint oder es regnet, ob die Bewohner gerade kochen, duschen oder bei der Arbeit sind – im schwimmenden Wohnprojekt Schoonschip in den Niederlanden sorgt ein Energiemanagementsystem dafür, dass der Strombedarf möglichst nachhaltig und kostengünstig gedeckt wird.

Bild: Solar Promotion GmbH
Bild: Solar Promotion GmbH

Das System entscheidet dabei, ob die benötigte Energie direkt von den Photovoltaikanlagen der Häuser stammt, aus den jeweiligen Batteriespeichern oder aus dem Stromnetz bezogen wird. Ziel ist eine möglichst hohe Energieautarkie.

Seit 2020 organisieren die Bewohner der 30 schwimmenden Häuser in einem Seitenarm des IJ-Kanals, nördlich von Amsterdam, ihre Energieversorgung gemeinschaftlich. Die Gebäude mit PV-Anlagen, Solarthermie-Kollektoren, Wärmepumpen und Batteriespeichern sind über ein Microgrid vernetzt und über einen gemeinsamen Anschluss an das öffentliche Stromnetz angebunden. Seit Januar 2025 ist die Energiegemeinschaft zusätzlich an Energie- und Flexibilitätsmärkten aktiv. Sie agiert dabei als virtuelles Kraftwerk, das sowohl Energie liefern als auch aufnehmen kann.

Die Basis für den Handel an der Strombörse bilden Echtzeit-Prognosen für den Energiebedarf der Bewohner und Wärmepumpen sowie für die lokale Stromerzeugung. Daraus berechnet eine vom Fraunhofer ITWM entwickelte preisoptimierte Steuerung Fahrpläne für die Batteriespeicher, um Preisschwankungen am Day-Ahead-Markt auszunutzen. Ist Strom besonders günstig, werden die Speicher mit Netzstrom aufgeladen; bei hohen Preisen speisen sie Energie gewinnbringend ein. Seit kurzem werden auch die Wärmepumpen flexibel gesteuert. Insgesamt kann die Energiegemeinschaft bis zu 100 kW Flexibilitätspotenzial bereitstellen. Die flexible Vermarktung lohnt sich: Mehrere tausend Euro pro Quartal lassen sich laut ITWM dadurch erwirtschaften.

EM-Power Europe: Neue Tarife, neue Chancen

Dynamische Stromtarife und zeitvariable Netzentgelte ermöglichen es seit vergangenem Jahr auch Prosumern in Deutschland, ihre Energiekosten zu optimieren. Ab Juni treten außerdem neue Regeln zum Energy Sharing in Kraft. Überschüssiger Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage lässt sich dann einfacher mit den Nachbarn teilen.

Wie können Prosumer diese neuen Möglichkeiten optimal für sich nutzen? Welche Technik benötigen sie und welche Regeln sind zu beachten? Antworten darauf gibt die EM-Power Europe vom 23.–25. Juni 2026 – erstmals mit der neuen Messelaufzeit von Dienstag bis Donnerstag – auf der Messe München. Unter dem Motto “Empowering Grids and Prosumers” bietet die internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen Produkte und Know-how, damit PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Wallboxen mit dem Stromnetz und den Strommärken interagieren können. Dazu gehören unter anderem Energie- und Flexibilitätsmanagement, Lastmanagement für Gebäude, Gewerbe und Quartiere, Advanced Metering Infrastructure, Energy-as-a-Service und weitere Energiedienstleistungen.

Wie ein grünes Energiesystem rund um die Uhr funktioniert

Die EM-Power Europe ist eine von vier Fachmessen im Rahmen von The smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft. Mit nur einem Ticket können Sie auch die Intersolar Europe, die ees Europe und die Power2Drive Europe besuchen, die einen intensiven Austausch mit der Solar-, Speicher- und E-Mobilitätsbranche ermöglichen.

Ein Highlight 2026 ist die Sonderschau „Renewables 24/7“. Sie zeigt, wie ein erneuerbares Energiesystem zuverlässig, wirtschaftlich tragfähig und flexibel betrieben werden kann. Im Mittelpunkt stehen reale Anwendungen aus Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität, die verdeutlichen, wie Erzeugung, Speicherung, Flexibilisierung und Digitalisierung ineinandergreifen und zusammenwirken. Besucher erleben technologische Innovationen, Best Practices sowie fundierte Einordnungen durch Experten.

Praxisorientiertes Fachwissen zur Sonderschau vermittelt das The smarter E Forum, das an allen drei Messetagen stattfindet. Weitere Sessions beschäftigen sich mit intelligentem Energiemanagement für Gebäude und Anwendungsbeispielen für künstliche Intelligenz im Energiesystem. Messebesucher aus Industrie und Gewerbe können sich auf dem Forum darüber informieren, wie sie durch eine flexible Energienutzung Kosten sparen und neue Einnahmequellen erschließen. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) informiert über das EEG 2027 und was sich für kleinere PV-Anlagen, Batteriespeicher und beim Laden von Elektrofahrzeugen ändern wird. Die Teilnahme am Forum ist für alle Messebesucher kostenlos und ohne separate Anmeldung möglich.

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Flicky77 schrieb: Hallo Haustechnik-Forum, ich hab den Schichtpufferspeicher...
RayKrebs schrieb: Was dann natürlich schon die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt....
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