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News vom 14.09.2016

Energiewende im Gebäudebestand (3)
Eigener Wohnkomfort am wichtigsten

In Sachen Energiewende pflegen die Deutschen einen gesunden Egoismus: Der verbesserte eigene Wohnkomfort ist das Hauptmotiv, um in Sanierung und Renovierung zu investieren. Unter Komfort rangiert in erster Linie behagliche Wärme und gute Belüftung. Das ist das Fazit der Studie „Velux Healthy Home Barometer 2016“, aus der HTD News in loser Folge berichtet.

Da ist noch Luft nach oben: Obwohl recht zufrieden mit der persönlichen Wohnsituation sehen viele noch Verbesserungspotential – und sind bereit, dafür zu investieren. Grafik: Velux Deutschland GmbH
Da ist noch Luft nach oben: Obwohl recht zufrieden mit der persönlichen Wohnsituation sehen viele noch Verbesserungspotential – und sind bereit, dafür zu investieren. Grafik: Velux Deutschland GmbH

Wie motiviert man die Deutschen zum (energetisch effizienten) Modernisieren? Gerade mal jeder fünfte hält sein Zuhause überhaupt für renovierungsbedürftig. Entsprechend gering ist denn auch die Neigung, Geld für Modernisierungen in die Hand zu nehmen. Auch, ob er in den eigenen vier Wänden zu viel Energie verbraucht, fragt sich nur jeder dritte. Aus diesen beiden Befunden folgert das aktuelle Wohnbarometer 2016: „Das geringe Bewusstsein für den Energieverbrauch des eigenen Zuhauses einerseits und der gute Gebäudezustand andererseits verhindern eine Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten für energetisch motivierte Sanierungen.“

Der Igel in der Tasche

Was also tun, fragen sich Politiker, Planer und Handwerker, um den Deutschen für die auch energiepolitisch gewollten Modernisierungen den sprichwörtlichen „Igel aus der Tasche“ zu nehmen? Besserer Klimaschutz und geringere Energiekosten jedenfalls reichen als Motivation für energieeffiziente Maßnahmen – und das entsprechende Geldausgeben – offensichtlich nicht aus. Deshalb sagt Till Reine, Leiter Public Affairs bei Velux Deutschland: „Um die Investitionsbereitschaft der Menschen für Modernisierung und energetische Sanierungen zu erhöhen, müssen wir zunächst besser verstehen, was gute Wohnbedingungen für Hausbesitzer, Vermieter und Bewohner bedeuten und welche Wohnfaktoren den Menschen wichtig sind.“ Europaweit wurden dafür 14.000 Menschen befragt.

Überraschend ist zunächst der Befund, dass nur knapp die Hälfte der Wohn-Eigentümer die  Wertsteigerung ihrer Immobilie durch eine energetische Modernisierung als Motiv für Investitionen angibt. Ökologische Bauprodukte und Materialien aber genießen den Ruf, die Wohngesundheit zu verbessern und erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit.

Komfortabel, gesund und energieeffizient

Trotz einer hohen allgemeinen Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation werden die physiologischen Bedürfnisse vieler Bewohner nicht optimal erfüllt – als da wären: guter Schlaf, thermische Behaglichkeit und frische Luft. Für mehr als 80 Prozent der Befragten ist von daher steigender persönlicher Wohnkomfort und ein verbessertes Wohlbefinden sehr bis extrem wichtig. Das motiviert in erster Linie zum Modernisieren. Till Reine folgert daraus: „Der Schlüssel zur Energiewende im Gebäudebestand ist ein ganzheitliches Verständnis von komfortablen, gesunden und energieeffizienten Gebäuden. Wir brauchen hier eine gute, verantwortungsvolle Balance anstatt einer einseitigen Überdrehung ausschließlich der energetischen Anforderungen. In der Bau- und Förderpolitik müssen daher auch Programme zum Erhalt der Wohnqualität und Wohngesundheit implementiert werden.“ (Ende der dreiteiligen Serie)

Link zur Studie:

Velux HealthyHomesBarometer2016.pdf

Die ersten News zur Energiewende im HaustechnikDialog:

Zuckerbrot und PeitscheIst die Energiewende gefährdet? (Teil1)

Energiewende im Gebäudebestand (2)Freies Lüften für freie Bürger

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passra schrieb: Das wird sich rausstellen, ich erwarte aber eigentlich schon eine sehr gute Einschichtung wie beim jetzigen Betrieb auch. Ich werde das Wasser auch nicht von ganz unten entnehmen (bei einem 1600Liter-Speicher...
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