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News vom 27.11.2017

Klimafachbetriebe schlagen Alarm: Kältemittel reichen nicht mehr aus

Stehen ICs bald still und wir vor leeren Regalen?

Die F-Gas-Verordnung der EU wirft sehr kurze Schatten voraus. Zwar verlangt die seit 2015 geltende Verordnung von Herstellern und Anwendern, die Verwendung von fluorierten Gasen (F-Gasen), die vor allem in der Kälte- und Klimatechnik zum Einsatz kommen, bis 2030 um 80 Prozent zu senken. Doch dies soll sehr moderat geschehen. Für dieses Jahr ist zum Beispiel eine Absenkung um lediglich sieben Prozent vorgesehen.

So sieht die schrittweise Absenkung der F-Gase bis 2030 aus. <br />Bild: Bundesumweltamt
So sieht die schrittweise Absenkung der F-Gase bis 2030 aus.
Bild: Bundesumweltamt
Die neue F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 reduziert die Verkaufsmengen von teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) bis 2030 schrittweise auf ein Fünftel der heutigen Verkaufsmengen. Sie enthält sowohl konkrete Verwendungsverbote für F-Gase als auch Inverkehrbringensverbote von Erzeugnissen, die F-Gase enthalten. Damit sollen die Emissionen fluorierter Treibhausgase in Europa bis 2030 stufenweise um rund 80 Prozent auf etwa 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zu senken. Erreicht werden soll dieses Ziel über eine Quotierung. Die Verordnung enthält zudem einen konkreten Ausstiegsplan für Produkte und Einrichtungen, die mit F-Gasen arbeiten.<br />Bild: 87300_original_R_K_B_by_veit kern_pixelio.de
Die neue F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 reduziert die Verkaufsmengen von teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) bis 2030 schrittweise auf ein Fünftel der heutigen Verkaufsmengen. Sie enthält sowohl konkrete Verwendungsverbote für F-Gase als auch Inverkehrbringensverbote von Erzeugnissen, die F-Gase enthalten. Damit sollen die Emissionen fluorierter Treibhausgase in Europa bis 2030 stufenweise um rund 80 Prozent auf etwa 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zu senken. Erreicht werden soll dieses Ziel über eine Quotierung. Die Verordnung enthält zudem einen konkreten Ausstiegsplan für Produkte und Einrichtungen, die mit F-Gasen arbeiten.
Bild: 87300_original_R_K_B_by_veit kern_pixelio.de

Doch am Markt sind verschiedene Gase nicht ausreichend verfügbar, wie die Hoch-GWP-Kältemittel (also solche mit hohem Treibhausgaspotenzial) R404A und R507, aber auch das aus der Fahrzeugtechnologie bekannte R134a. Gerade an Letzterem sollte eigentlich kein Mangel bestehen, da es in Fahrzeugen nicht mehr verwendet wird.

Europaweit schlagen bereits seit dem Sommer Hersteller von Klimaanlagen und Installateure Alarm, weil die dringend benötigten Kältemittel nicht mehr ausreichend am Markt verfügbar sind. Ähnlich dramatisch wie in Deutschland ist die Lage in Frankreich und Österreich.

Die Bonner Stimme, ein Zusammenschluss der drei wichtigsten deutschen Verbände im Klima- und Kältemarkt, sucht nun einen Ausweg aus dem Dilemma, zumal bei einer weiteren Verschärfung der Marktlage ab dem kommenden Jahr mit volkswirtschaftlichen Schäden zu rechnen sei. Dann soll die Reduzierung 37 Prozent betragen. Zudem haben einige Hersteller angekündigt, kein neues Hoch-GWP mehr in den deutschen Markt zu liefern.

In einem Brief an das Bundesumweltministerium forderten die Verbände von allen Marktpartnern, sich unter Federführung des Ministeriums kurzfristig zusammenzusetzen und eine pragmatische Lösung zu suchen.

Denn das Problem ist dringlich. Als Ersatz für die Hoch-GWP-Kältemittel sollen natürliche Kältemittel dienen. Doch deren Einsatz ist in weiten Teilen noch nicht marktfähig, da sowohl die Mittel als auch das Know-how bei den Anwendern fehlt. „Was wird passieren, wenn die ICs nicht mehr fahren oder die Kunden vor leeren Supermarktregalen stehen“, fragt die Bonner Stimme.

Bisher ist auf das Schreiben vom Oktober noch keine Antwort aus dem BUMB eingegangen. Deswegen sucht die Bonner Stimme aktuell Unterstützer in der gesamten Branche, die sich für einen Runden Tisch und die Klärung dieser Probleme stark machen.

Hintergrund

Bonner Stimme

Die Bonner Stimme ist eine Vereinigung der folgenden Verbände:

  • Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF)
  • Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV)
  • Zentralverband Kälte Klima Wärmepumpen (ZVKKW)

Mehr unter www.bonner-stimme.de

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