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News vom 04.05.2018

Smarte Haustechnik

Eigenversorgung mit Strom

Das Smart Meter Rollout wird nicht nur den Stromverbrauch effizienter machen. Es macht auch ganz neue Modelle des Energieverbrauchs möglich. Da wäre zum einen der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom. Zwar gibt es heute schon auf deutschen Dächern rund 1,5 Millionen PV-Anlagen. Doch die speisen den Strom (fast) ausschließlich gegen eine attraktive Vergütung ins Netz ein.

Ständige Überwachung des Ladezustandes vom E-Mobil und des Batteriespeichers - bei einem intelligent verknüpften Haus ist dies möglich. <br />Bild: iHaus
Ständige Überwachung des Ladezustandes vom E-Mobil und des Batteriespeichers - bei einem intelligent verknüpften Haus ist dies möglich.
Bild: iHaus

Jede Anlage wird jedoch nur 20 Jahre lang so gefördert, danach muss mit dem Strom etwas anderes geschehen. Denn die Lebensdauer der Anlage beträgt gut das Doppelte.

Naheliegend ist hier der Eigenverbrauch. Nun liegt die Grundlast für ein Einfamilienhaus bei maximal einem Kilowatt. Wenn man noch Spitzenverbraucher hinzunimmt, kommt man vielleicht auf zwei bis drei Kilowatt. Die PV-Anlagen sind jedoch deutlich größer ausgelegt, meist für Spitzenleistungen bis zu zehn kWp – für diese Größe gab es bislang die besten Fördersätze. Wohin dann also mit dem reichlich produzierten Strom? Großverbraucher wären hier hilfreich, also ein E-Auto oder das Heizen mittels Wärmepumpe.

Deren Schnittstellen müssten ins smarte Heim eingebunden werden, ebenso wie die aller anderen Komponenten auch. Hauhaltgeräte, Beleuchtung oder Verschattung reagieren meist auf die Signale von Sensoren und können mittels Aktoren bedient werden. Dieser Technologie werden wir uns in späteren Teilen dieser Serie widmen.

Alle Verbraucher im Blick

Sind die Komponenten eingebunden, stehen die Daten aktuell zur Verfügung, etwa zum Ladezustand des E-Autos oder zur Wärmemenge im Pufferspeicher. Gleichzeitig erkennt das zentrale Steuerelement, zu dem sich nach bisherigem Wissen und Stand der Technik wohl das mit dem Smart Meter Rollout installierte Smart Meter Gateway entwickeln wird, wie viel PV-Strom die Anlage produziert und welche Menge davon für die Grundlast benötigt wird. Die überschüssige Menge kann via Wärmepumpe in den Pufferspeicher fließen oder eben in das E- Auto.

Alternativ können auch Haushaltgeräte angesteuert werden, die viel Strom verbrauchen – ganz automatisch. Wem das nicht geheuer ist, der greift auf visuelle, akustische oder mediale Informationen zurück, etwa per WhatsApp. Gleiches geht natürlich in umgekehrter Richtung: Steht nicht genügend selbst produzierter Strom zur Verfügung und muss dieser vom Netz bezogen werden, gibt es eine Warnung, damit man eben nicht die Großverbraucher in Gang setzt und dies mit den üblichen Stromtarifen teuer bezahlen muss.

Nun noch zu einem Luxusproblem. Was tun, wenn alle Großverbraucher laufen und die eigene PV-Anlage immer noch Stromüberschüsse produziert? Wer eine E-Batterie hat, kann den überschüssigen Strom da einspeisen. Ansonsten muss über eine andere Lösung nachgedacht werden. Einspeisen ins Netz ist zwar immer noch eine Möglichkeit. Bei den sich derzeit abzeichnenden Vergütungssätzen zwischen vier und fünf Eurocent je kWh ist das jedoch kaum lohnend.

Prosumer profitieren

Die Digitalisierung, die mit dem Smart Meter Rollout angestoßen wird, ermöglicht aber noch etwas anderes: Jeder Prosumer, der Strom erzeugt, kann auch jeden, der Strom braucht, beliefern. Aktuell fehlen dafür noch die rechtlichen und regulatorischen Möglichkeiten, auch wenn die entsprechenden Regularien schon mit der Fassung des EEG, der darin enthaltenen regionalen Vermarktung im Umkreis von 50 Kilometern und dem Mieterstromgesetz gelockert wurden. Von einem komplett freien Stromhandel sind wir aber noch meilenweit entfernt. Doch die Zeit wird auch hier Lösungen finden.

Zwar umfasst der Smart Meter Rollout, der auch den hier beschriebenen Eigenverbrauch von Strom effizienter machen wird, eben nur Stromzähler. Doch auch die Verbräuche von Wärme, Wasser oder in der Industrie gebräuchlichen Arbeitsmedien wie Druckluft oder Gasen lassen sich digitalisieren. Darum wird es im nächsten Teil dieser Serie am 07.05.2018 gehen.

Bisher erschienen:
1 Smarte Haustechnik – eine Übersicht
2 Sicherheit
3 Smart Meter Rollout
4 Eigenversorgung mit Strom

Erscheinen demnächst:
5 Smart Metering bei Wärme und Wasser
6 Digitalisierte Heizung
7 Verschattungslösungen
8 Beleuchtung
9 Brandschutzsysteme
10 AAL
11 Smarte Hausgeräte
12 Einbindung externer Komponenten
13 Praxisbeispiele

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lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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