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News vom 13.08.2018

Bestandssanierung

Bestandssanierung im Überblick

Unsere neue Serie widmet sich dem Thema Bestandssanierung. Hier liegt der größte, ungehobene Schatz der Energiewende – Stichwort: schlecht gedämmte Gebäudehüllen oder ineffiziente Heizungen. Doch es geht nicht nur um mehr Energieeffizienz. Alte elektrische Leitungen sind ein Sicherheitsrisiko. Gleiches gilt für Wasserleitungen. Auch Dächer kommen in die Jahre. Zwar haben sie eine deutlich längere Lebensdauer als die genannten Komponenten. Doch wann sollte man Dachziegel wechseln? Oder komplett auf ein anderes Dachsystem inklusive Sonnenenergienutzung umsteigen? Auch darauf wollen wir in dieser Serie Antworten geben.
Zunächst jedoch erst einmal allgemein: Was ist eigentlich eine Bestandsanierung? Wie sollte man sie planen? Und wie durchführen?

Bevor es ans Sanieren geht, muss erst einmal alles aufgenommen werden, was überhaupt zu sanieren wäre.<br />Foto: ZVSHK
Bevor es ans Sanieren geht, muss erst einmal alles aufgenommen werden, was überhaupt zu sanieren wäre.
Foto: ZVSHK

Informationen sammeln

Wenig überraschend: Man muss alles aufnehmen, was an einem Haus neu zu machen wäre und wie das mit den eigenen Wünschen in Übereinstimmung zu bringen ist. Geht es um mehr Behaglichkeit oder mehr Energieeffizienz? Oder soll Omas Reihenhäuschen megaschick werden? Oder, oder, oder…
Hier hilft nur eigenes oder gemeinsames Nachdenken mit einem Fachmann, etwa einem Energieberater, Architekten oder eben Bauplaner. Dabei muss man überlegen, was einzeln zu stemmen wäre oder was man lieber zusammen machen sollte.
Ein Beispiel: Ein alter Heizkessel mit 25 kW lässt sich problemlos gegen einen neuen austauschen. Wird im Haus nichts gedämmt, sollte die Leistung dem alten Heizkessel entsprechen, da die Heizlast sich ja nicht ändert. Etwas effizienter wäre der neue Heizkessel zwar durch seine Modulierbarkeit und den Brennwerteffekt. Aber so viel bringt das nun auch wieder nicht. Wird das Haus jedoch gedämmt – und das nicht mal überall, sondern an einigen neuralgischen Stellen wie Kellerdecke und Dachboden – ist eine kleinere Leistung nötig, vielleicht 13 kW. Das macht einen deutlichen Unterschied im Verbrauch und bei den Anschaffungskosten für den Kessel.
Oder: Die Fenster haben ihre beste Zeit hinter sich. Macht man sich ans Wechseln und nimmt hochisolierende Fenster, ist es sinnvoll die entsprechenden Außenwände gleich mit zu dämmen. Denn sonst nützen einem die neuen Fenster wenig.

Reihenfolge wichtig

Sind diese technischen Fragen geklärt, kann man sich ans Planen machen. Dazu gehört eine genaue Einteilung, was wann zu machen ist – und die Unterscheidung, was in Eigenleistung gemacht wird und was von Handwerkern. Wobei: Von Heizungstausch, Elektrik und Wasserleitungen sollte man immer die eigenen Do-it-yourself-Finger lassen.
Dann ist noch die Finanzierung zu klären, sind für die Gewerke jeweils mehrere Angebote einzuholen (wobei dies bei der derzeit sehr guten Auftragslage im Handwerk nicht so einfach ist), zu vergleichen und in einer bestimmten Reihenfolge zu bestellen. Als Faustregel kann man nehmen: Eine Sanierung erfolgt von oben nach unten (also erst Dach, zum Schluss dann Kellerdämmung und Heizung) und von innen nach außen (also zuerst die neue Fußbodenheizung und der Wohnzimmerkamin, dann die Außendämmung und die Fenster). Und: Das, was am meisten Dreck macht, sollte immer zuerst erfolgen.
Eine gute Übersicht gibt ein Sanierungsleitfaden, der vom Land Baden-Württemberg herausgegeben wurde und der hier heruntergeladen werden kann.
Doch bevor es ans Planen und Umsetzen geht, muss allerhand Rechtliches beachtet werden. Das wollen wir in der nächsten Folge am 15.08.2018 beleuchten.

Bisher erschien:
1. Bestandssanierung im Überblick

Erscheinen demnächst:
2. Rechtliches
3. Förderungen
4. Dämmung außen
5. Dämmung innen
6. Dacherneuerung
7. Fensterwechsel
8. Heizungswechsel
9. Wechsel Sanitär/Wasser
10. Wechsel Elektrik
11. Eigene Energieerzeugung
12. Praxisbeispiele

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