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News vom 17.08.2018

Bestandssanierung

Förderungen

Jede energetische Sanierung kostet Geld. Relativ günstig ist noch das Auswechseln des Heizkessels unter Beibehaltung des bisherigen Brennstoffs. Sie kostet bei einem Kessel für ein Einfamilienhaus für Gas-Brennwert inklusive Installation etwa 6.000 Euro. Eine Fassadendämmung, um die es im nächsten Teil gehen wird, kann schon das Fünf- bis Zehnfache davon kosten. Und eine energetische Komplettsanierung übersteigt mitunter den ursprünglichen Wert des Hauses. Dann hätte man auch neu bauen können.

Auch die Installation einer Fußbodenheizung bei einer Bestandssanierung kann gefördert werden.<br />Bild: ZVSHK
Auch die Installation einer Fußbodenheizung bei einer Bestandssanierung kann gefördert werden.
Bild: ZVSHK

Zuschüsse und Kredite

Aber das muss nicht sein. Denn für die energetische Sanierung stehen verschiedene Förderprogramme – entweder als nicht rückzahlbarer Zuschuss oder als zinsgünstiger Kredit mit einem ebenfalls nicht rückzuzahlendem Tilgungszuschuss – zur Verfügung. Und diese sind so gut gefüllt wie niemals zuvor.

 

 

Verwaltet werden diese von:

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), für Kredite zuständig
  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA),

das sowohl Kredite als auch Zuschüsse vergibt. Gebündelt werden sie zum einen im Marktanreizprogramm (MAP), das technologieoffen nutzbar ist, zum anderen im Anreizprogramm Erneuerbare Energien (APEE), das für Wärme oder Strom aus Sonne, Wind und Holz gedacht ist.

Doch was lässt sich fördern? Generell gilt, dass immer eine Technologie gefördert wird, die zu einem durch die KfW definierten Standard führen muss – nicht der Brennstoff oder ein bestimmtes Dämmmaterial.

Hier nun die einzelnen, in Frage kommenden Programme, die meist auch miteinander kombiniert werden können.

151/152 Energieeffizient Sanieren – Kredit

Gefördert werden alle Arten der energetischen Sanierung, also auch Dämmung, Heizungs- oder Fenstertausch. Vergeben werden maximal 100.000 Euro für eine Komplettsanierung oder 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen zu einem aktuellen Zinssatz von 0,75 Prozent. Die Laufzeit kann bis zu 30 Jahre betragen, wobei die ersten fünf Jahre tilgungsfrei sein können. Via BAFA kann hier ein Tilgungszuschuss von bis zu 27,5 Prozent (für KfW-55-Standard) in Anspruch genommen werden. Ist der energetische Standard niedriger, reduziert sich der Tilgungszuschuss.

430 Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss

Dieser Investitionszuschuss gilt für alle Maßnahmen, die auch im Programm 151/152 abgedeckt sind. Er gilt für selbstgenutztes und vermietetes Wohneigentum und kann 30 Prozent der förderfähigen Kosten betragen (bei KfW-55-Standard), maximal jedoch 30.000 Euro je Wohneinheit.

Förderung Solarthermie - Kesseltauschbonus

Beim Umstieg auf Brennwerttechnik und gleichzeitigem Einbinden von Solarthermie wird ein so genannter Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro gewährt.

Förderung von Pelletkesseln

Über MAP und APEE werden auch Pelletkessel gefördert. Die Förderung kann hier bis zu 6.200 Euro betragen, wenn Brennwerttechnik und Partikelabscheider installiert werden. Das deckt gut ein Drittel der Investitionskosten.

Förderung von Wärmepumpen

Gefördert werden Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ab einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,8 sowie Luft-Wasser-Wärmepumpen ab einer JAZ von 3,5. Entsprechende Hersteller- und Produktlisten stellt das BAFA zur Verfügung. In der Realität schaffen Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen diese JAZ sehr gut, Luft-Wasser-Wärmepumpe hingegen jedoch nicht immer. Es gibt eine Basisförderung, die für Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen 4.500 bzw. 4.000 Euro und bei Luft-Wasser-Wärmepumpen 1.500 Euro beträgt. Hinzu kommt eine Innovationsförderung, mit der diese Summe auf 6.750, 6.000 oder 1.500 Euro aufgestockt werden kann. Im besten Falle lassen sich damit gut 25 Prozent der Investitionskosten abdecken.

Förderung von KWK

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), etwa Blockheizkraftwerke (BHKW), werden bis zu einer Leistung von 20 kW ebenfalls gefördert. Eine Anlage von 1 kWel für Ein- und Zweifamilienhäuser wird mit 1.900 Euro gefördert. Eine Anlage mit 20 kWel erhält eine Förderung von 3.500 Euro. Ein Wärme- oder Stromeffizienzbonus kann 25 Prozent der genannten Fördersummen betragen und oben aufgeschlagen werden. Für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad kann sogar ein Bonus von 60 Prozent auf die Basisförderung gewährt werden. Hinzu kommt der Verkauf des zusätzlich erzeugten Stromes. Das wird noch ein einem späteren Teil der Serie behandelt.

Förderung von Brennstoffzellen

Die Höhe des Zuschusses für Brennstoffzellen, die ja auch eine Form der KWK sind, richtet sich ebenfalls nach der elektrischen Leistung. Diese darf zwischen 0,25 bis 5,0 kWel liegen. Die Zuschüsse betragen zwischen 7.050 und 28.200 Euro und setzen sich aus einem Festbetrag von 5.700 Euro und einem Betrag, der sich auf die elektrische Leistung bezieht, zusammen. Damit kann rund ein Fünftel der Investitionskosten abgedeckt werden.

Zudem gibt es noch landeseigene Programme oder solche der Kommunen sowie Energieversorger, mit denen einzelne Sanierungsmaßnahmen unterstützt werden.

Um ganz konkrete Dämmmaßnahmen, nämlich das Dämmen der Gebäudehülle von außen, das natürlich auch gefördert wird, geht es im nächsten Teil "Dämmung außen" am 20.08.2018.

Bisher erschienen:
1. Bestandsanierung im Überblick
2. Rechtliches

3. Förderungen

Erscheinen demnächst:
4. Dämmung außen
5. Dämmung innen
6. Dacherneuerung
7. Fensterwechsel 
8. Heizungswechsel 
9. Wechsel Sanitär/Wasser
10. Wechsel Elektrik
11. Eigene Energieerzeugung
12. Praxisbeispiele

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