Das Objekt des betrügerischen Geschäftes: der Radlader Kramer580, der seinen Käufer nie erreicht hat.
Gestohlener oder gefälschter Parsonalausweis "Andrzej Pinkowski.
Bild: Redaktion HTD Neuere Recherchen haben zudem ergeben, dass es sich bei der Firma, die den Betrug von Polen aus leitete, um die "AM Spedition" aus Polen handelt. Eine ladefähige Adresse hat das Unternehmen nicht, da nur eine Straße, jedoch kein Ort angegeben ist. Als Geschäftsführer fungiert Juliusz Zielinski. Als Amtsgericht wird Kisköre angegeben. Der Ort Kisköre jedoch liegt in Ungarn und verfügt nach Auskunft der Deutschen Botschaft in Budapest über kein eigenes Amtsgericht, er gehört zum Amtsgerichtsbezirk Heves.
Gleichzeitig tritt die Spedition als Treuhänder auf und bewirbt diesen Service auf ihrer eigenen Website. Als Verkäufer trat Andrzej Pinkowski auf, der angeblich in Golubie in Polen wohnt und dem Schriftwechsel nach ebenfalls angeblich unabhängig von AM Spedition agierte. Auch hier gibt es keine ladefähige Adresse, weil die Straße im Schriftwechsel nicht angegeben ist. Der gefaxte Ausweis ist entweder eine Fälschung oder wurde gestohlen. Das ermitteln derzeit die polnischen Behörden.
An dieser Stelle soll nochmals gewarnt werden von solchen Geschäften. Die Überprüfung der Impressums-Daten hätte allein schon genug Unstimmigkeiten ergeben. Und ein Treuhänder, der direkt beim Verkäufer angesiedelt ist, ist auch ein sicheres Zeichen für einen Betrug. Denn richtige Treuhänder agieren immer unabhängig von Käufer oder Verkäufer.