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News vom 21.12.2018

Lüftung

Vor- und Nachteile einer Lüftungs- und Klimaanlage

Lüftungs- und Klimaanlagen haben viele Vorteile – aber eben nicht nur. Zu den augenfälligen Nachteilen gehören natürlich die mitunter hohen Investitionskosten: Bei einem Einfamilienhaus muss mit bis zu 5.000 Euro für eine dezentrale und bis zu 10.000 Euro für eine zentrale Lüftungsanlage gerechnet werden, hinzu kommen die Kosten für Wartung und Pflege. Dann wären da noch die Geräusche, die sie erzeugen – allerdings nur bei nicht sachgerechter Installation. Auch sorgen die Anlagen für vermeintlich trockene Luft, was tatsächlich aber eher ein Mythos ist, und natürlich für einen erhöhten Stromverbrauch. Deswegen gilt es mitunter abzuwägen, ob die Vorteile, die solche Anlagen ohne Zweifel mit sich bringen, eine Installation in jedem Gebäude rechtfertigen.

Dieses Schulgebäude in Nürnberg kann mittels reversibler Wärmepumpen beheizt und gekühlt werden. <br />Bild: fy
Dieses Schulgebäude in Nürnberg kann mittels reversibler Wärmepumpen beheizt und gekühlt werden.
Bild: fy

Vorteile einer Lüftungsanlage

Der wichtigste Vorteil einer Lüftungsanlage, also einer Anlage ohne Klimatisierung mittels Kältemittel, ist sicherlich die frische Luft, die hereinströmt. Mittels Befeuchter oder Feuchterückgewinner trocknet die Luft auch nicht aus, sondern hat immer den richtigen Feuchtigkeitsgehalt.

Dank Filter ist diese weitgehend staub-, und schadstofffrei sowie arm an Keimen oder Pollen. Allergiker wird das freuen. Gleichzeitig wird die verbrauchte Luft im Gebäude nach außen befördert. Das sorgt auch für eine hinreichende Entfeuchtung und beugt so einer Schimmelbildung vor. Das gute Klima ist der Gesundheit der Bewohner oder Mitarbeiter durchaus förderlich.

Dem Mehrverbrauch an Strom stehen geringere Kosten für die Heizung gegenüber, jedenfalls bei den Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (mehr dazu hier – und hier). Würde nur mit dem Fenster gelüftet, verschwände die entstandene Abwärme im Gebäude einfach so.

Vorteile einer Klimaanlage

Alle diese Vorteile gelten auch für Klimaanlagen. Im Gegensatz zu Lüftungsanlagen können sie ein Gebäude aktiv kühlen. Sie haben jedoch einen erheblichen Nachteil: In der Anschaffung sind sie noch teurer. Mobile Klimageräte, meist in Baumärkten erhältlich, sind zwar deutlich günstiger, aber wahre Stromfresser. Man schmeißt damit nicht nur die warme Abluft im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus, sondern auch Geld.

Wird eine Klimaanlage stationär installiert, handelt es sich meist um ein Splitgerät. Ohne Installation kosten diese Varianten zwischen 1.000 und 3.000 Euro. In ihnen wird die Raumluft an einen Verdampfer vorbeigeleitet und so abgekühlt. Doch für die Kühlwirkung muss eine Verbindung durch das Mauerwerk nach außen hergestellt werden, da nur so die warme Restluft und die entzogene Feuchtigkeit abgeführt werden können. Im Neubau ist dies kein Problem, im Altbau hingegen können dadurch Wärmebrücken entstehen, was die gesamt energetische Bilanz des Gebäudes negativ beeinflussen kann.

Reversible Wärmepumpen sind eine weitere Möglichkeit zur aktiven Kühlung. Deren Funktion wurde schon hier beschrieben. Allerdings sind sie investiv recht anspruchsvoll: Für eine Sole-Wärmepumpe sind gut 16.000 Euro zu veranschlagen.

Der nächste und letzte Teil unserer Themenserie am 27.12.2018 wird einige Praxisbeispiele vorstellen, deren Lüftungs- und Klimaanlagen effiziente Arbeit leisten.

Bisher erschienen:
1. Übersicht Lüftungssysteme und Klimaanlagen (LTK)
2. Rechtliches
3. Kältemittelproblematik bei Klimaanlagen
4. Förderungen
5. Einfache Lüftungssysteme
6. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung (Wärmetauscher)
7. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung (Wärmepumpe)
8. Alternativen zu Lüftung und Klimaanlage
9. Vor- und Nachteile Lüftung

Erscheint demnächst:
10. Praxisbeispiele

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